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„Stadtradeln“ liefert 200 Verbesserungstipps

Am Wochenende stand die Abschlussradtour beim „Stadtradeln 2022“ an, Start war am Willy-Brandt-Platz.
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Am Wochenende stand die Abschlussradtour beim „Stadtradeln 2022“ an, Start war am Willy-Brandt-Platz.
  • Melissa Wienzek
    VonMelissa Wienzek
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Über die App gingen bei der Stadt Meldungen ein, die ins Radverkehrskonzept einfließen.

Remscheid. Nicht ganz so viele Kilometer wie vergangenes Jahr (176 000), aber dennoch eine stolze Summe steht am Ende auf dem Tacho: 143 935 Kilometer haben die 603 Radfahrerinnen und Radfahrer in 61 Teams während des dreiwöchigen „Stadtradeln“-Zeitraums zurückgelegt. Und das Beste: Damit haben die Bürgerinnen und Bürger satte 22 Tonnen schädliches CO2 vermieden.

Stadtradeln: Remscheider fahren 170.000 Kilometer mit dem Rad 

Zum Vergleich: Knapp 40 Kilometer beträgt nach Angabe des Landesbetriebs Information und Technik NRW die durchschnittliche Pendlerstrecke in NRW pro Tag. Ein Vollzeit-Beschäftigter kommt so in einem Jahr auf 8100 Kilometer. Fährt er diese Strecke mit einem mittelgroßen Benziner des Baujahrs 2009 und ohne Mitfahrer, verantwortet er damit 1,5 Tonnen CO2 im Jahr – allein für Arbeitswege. Die „Stadtradler“ ersetzten so also 14,6 jährliche Berufspendler - in nur drei Wochen. Die Umwelt freut sich. Und vielleicht nutzt der eine oder andere ja nun auch häufiger das Rad. Das ist das Ziel des Wettbewerbs, an dem Remscheid zum vierten Mal teilgenommen hat. Erstmalig nahm die Stadt auch am Sonderwettbewerb „Schulradeln“ teil.

Die besten Teams: Wie auch schon 2021 hatte dabei wieder das Team des RV Adler Lüttringhausen mit 16 321 Kilometern die Nase vorn - klar, die Jungs und Mädels haben das Radfahren ja quasi in ihrer DNA. Auf dem zweiten Platz landete die Gruppe der Oerlikon Barmag mit 16 042 Rad-Kilometern, auf Platz drei „!Kidical Mass RS: Mit dem Rad - für viele besser!“ (14 195), bei der auch viele Kinder mitgefahren sind. Die Bürgerbus-Truppe sicherte sich den zehnten Platz (4508 km).

Ehrung: Die Teams und Einzelfahrer werden bei einer Abschlussveranstaltung am dritten Septemberwochenende geehrt.

Bike Show:Im September soll auf dem Theodor-Heuss- Platz zudem die erste Remscheider „Bike Show“, eine Messe rund ums Rad, stattfinden.

Konsequenz für die Stadt: Für die nächste Sitzung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung und Mobilität am 1. September möchte die W.i.R. wissen: Werden die von der Technischen Universität Dresden über die „Stadtradeln“-App erfassten Daten der Remscheider Teilnehmer beim Stadtradeln 2022 von der Stadtverwaltung angefordert und zukünftig für Überlegungen bei der Umsetzung von Radverkehrsmaßnahmen eingebunden? „Ja, das ist so vorgesehen“, sagt Nikita Brilovics, zuständig für Verkehrsplanung, ÖPNV und Koordinierung TBR bei der Stadtverwaltung, auf RGA-Nachfrage.

Mängelmelder: Denn Radfahrerinnen und Radfahrer konnten über die neue „Radar“-App (Eigenschreibweise: RADar!) erstmalig Wünsche, Anregungen und Problemstellen mitteilen - und können dies noch bis 31. März 2023 tun. „200 Meldungen sind schon eingegangen, wir sammeln zurzeit aber noch und werden alles fortlaufend abarbeiten“, sagt Brilovics. Zudem überlege die Verwaltung aktuell, den Zeitraum zu verlängern. Denn viele andere Kommunen hätten positive Erfahrungen mit der „Radar“-App gemacht. Das Ziel: die Radverkehrsplanung der Stadt nutzerorientierter zu gestalten. Die App gibt es für iOS und Android.

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