Initiative soll helfen

Die Stadtgärtnerei bietet Langzeitarbeitslosen eine Chance

Die alte städtische Gärtnerei im Stadtpark hat sich durch das Langzeitarbeitslosen-Projekt von Arbeit Remscheid wieder zu einem florierenden Betrieb entwickelt, in dem Gärtnermeister Klaus Nöske das Sagen hat. Foto: Roland Keusch
+
Die alte städtische Gärtnerei im Stadtpark hat sich durch das Langzeitarbeitslosen-Projekt von Arbeit Remscheid wieder zu einem florierenden Betrieb entwickelt, in dem Gärtnermeister Klaus Nöske das Sagen hat.

Das lange brachliegende Areal wurde von Arbeit Remscheid wiederbelebt.

Von Peter Klohs

Remscheid. Die alte Stadtgärtnerei unterhalb der Konzertmuschel im Stadtpark ist eine kleine Welt für sich. Gärtnermeister Klaus Nöske, seit dem 3. April 2017 verantwortlich für die Gärtnerei von Arbeit Remscheid, hat mit zehn festen Mitarbeitern sowie mit acht Teilnehmern von AGH-Maßnahmen eine interessante Landschaft geschaffen.

Der Gärtnermeister ist für die Arbeit mit Langzeitarbeitlosen, die vom Jobcenter zugewiesen werden, wie geschaffen. „Ich muss ja nicht nur Gärtner, sondern auch Pädagoge sein. Die Menschen, die hier arbeiten, müssen drei bis fünf Jahre arbeitslos gewesen sein, bevor sie die Chance erhalten, hier mitarbeiten zu können. Die sind alle sehr diszipliniert, das müssen sie auch sein. Wir arbeiten ja darauf hin, dass sie möglichst schnell wieder in Lohn und Brot kommen. Das wissen sie auch.“

Das Gelände der alten Stadtgärtnerei lag jahrelang brach und wurde mit viel Arbeitseinsatz revitalisiert. Bei einem Rundgang durch die Gärtnerei erzählt Nöske, was sich in den vergangenen Jahren alles zum Vorteil geändert hat. „Das Insektenhotel“, erzählt er, „haben wir als Regentagearbeit angefertigt. Viele Insektenarten finden hier Rückzugsmöglichkeiten: Lehmwespen, Baumhummeln, Schmetterlinge.“ Hinter dem Insektenhotel steht eine Natursteinmauer auf Lehmbasis. „Wir machen hier alles selbst“, stellt der Gärtnermeister klar.

Remscheid: Einsätze an der Kräwi, im Forst und auf der Balkantrasse

Im Gemüsegarten wachsen Zucchini, Kohlrabi und Bohnen, die zum Teil sehr steilen Hänge sind mit Cotoneaster bepflanzt, mannshohe Halme ziehen Blicke auf sich, ein Blühkalender ist angelegt worden, im Produktionshaus warten Mutterpflanzen für die nächste Generation. Aber nicht nur die Stadtgärtnerei halten Nöske und seine Mitarbeiter von Arbeit Remscheid in Schuss. Auch der Freizeitpark Kräwinklerbrücke (Kräwi), der Remscheider Forst und die Balkantrasse zwischen Lennep und Bergisch Born werden regelmäßig gepflegt. Dazu kommt noch die Kompostbeseitigung, bei der man samstags die Technischen Betriebe Remscheid unterstützt. Außerdem verfügt die Stadtgärtnerei über einige Kunden, für die man gärtnerisch tätig ist.

In der „kleinen Lounge“ ist eine Bibliothek mit gartenrelevanten Büchern eingerichtet worden. Dahinter befindet sich ein Unterrichtsraum. Gärtnermeister Nöske ist stolz auf das Erreichte. „Ein Ort der Begegnung ist entstanden“, sagt er, „und wird auch weiter entstehen. Die Mitarbeiter und ich arbeiten kontinuierlich an der Verbesserung des Geländes.“

Die Stadtgärtnerei bietet Langzeitarbeitslosen eine Chance

LOK
LOK © Roland Keusch
LOK
LOK © Roland Keusch
LOK
LOK © Roland Keusch
LOK
LOK © Roland Keusch
LOK
LOK © Roland Keusch
LOK
LOK © Roland Keusch
LOK
LOK © Roland Keusch
LOK
LOK © Roland Keusch
LOK
LOK © Roland Keusch
LOK
LOK © Roland Keusch
LOK
LOK © Roland Keusch
LOK
LOK © Roland Keusch
LOK
LOK © Roland Keusch
LOK
LOK © Roland Keusch
LOK
LOK © Roland Keusch
LOK
LOK © Roland Keusch
LOK
LOK © Roland Keusch
LOK
LOK © Roland Keusch
LOK
LOK © Roland Keusch
LOK
LOK © Roland Keusch
LOK
LOK © Roland Keusch
LOK
LOK © Roland Keusch
LOK
LOK © Roland Keusch
LOK
LOK © Roland Keusch
LOK
LOK © Roland Keusch
LOK
LOK © Roland Keusch
LOK
LOK © Roland Keusch
LOK
LOK © Roland Keusch
LOK
LOK © Roland Keusch
LOK
LOK © Roland Keusch
LOK
LOK © Roland Keusch
LOK
LOK © Roland Keusch

Klaus Nöske hat eine Lehre als Baumschulgärtner mit dem Spezialgebiet Rosenzucht und hat sich in vielen Bereichen der Gärtnerei getummelt. Mit 37 Jahren meldete er sich für die Meisterschule an, bei der er sein Faible erkannte: „Ich wollte ausbilden. Irgendwann habe ich mich beim Geschäftsführer von Arbeit Remscheid, Ralf Barsties, beworben, eigentlich für einen ganz anderen Job. Aber Herr Barsties sagte mir sofort: Wir brauchen dringend einen Gärtner. So kam das.“

Klaus Nöske gibt sein Wissen gerne weiter. Seine Mitarbeiter schätzen ihn und er schätzt seine Mitarbeiter. „Das kann nur so funktionieren“, ist sich der Gärtnermeister sicher.

Diakonie-Schuldnerberater sprechen darüber, wie die Corona-Pandemie ihre Arbeit verändert.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Zweitimpftermine für Remscheider der Sonderimpfaktion am 18. Mai
Zweitimpftermine für Remscheider der Sonderimpfaktion am 18. Mai
Zweitimpftermine für Remscheider der Sonderimpfaktion am 18. Mai
Aus für ThyssenKrupp: Über 60 Jobs gefährdet
Aus für ThyssenKrupp: Über 60 Jobs gefährdet
Aus für ThyssenKrupp: Über 60 Jobs gefährdet
Halle West bleibt noch länger Impfzentrum
Halle West bleibt noch länger Impfzentrum
Halle West bleibt noch länger Impfzentrum
Hektik ist beim Schweißen fehl am Platz
Hektik ist beim Schweißen fehl am Platz
Hektik ist beim Schweißen fehl am Platz

Kommentare