Es gibt Bedenken

Stadt prüft Frauennachttaxis: Mehr Sicherheit in den Abendstunden

Frauen sollen in den Abend- und Nachtstunden ein Taxi zu einem vergünstigten Angebot oder Festpreis erhalten.
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Frauen sollen in den Abend- und Nachtstunden ein Taxi zu einem vergünstigten Angebot oder Festpreis erhalten.

Bekommt Remscheid ein Frauennachttaxi? Diese Frage soll die Verwaltung nun im Auftrag der Politik klären.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Der Ausschuss für Gleichstellung, Vielfalt und Antidiskriminierung stimmte am Dienstag einem entsprechenden Antrag der Partei Die Linke zu. Darin wird angeregt, Frauen die Möglichkeit zu eröffnen, in den „Abend- und Nachtstunden ein Taxi zu einem vergünstigten Angebot oder Festpreis nutzen zu können“. Ähnliche Angebote gebe es bereits in anderen Städten.

Frauen seien viel häufiger als Männer von Belästigungen betroffen, begründete Brigitte Neff-Wetzel den Vorschlag ihrer Fraktion: „Und das betrifft nicht nur junge Frauen.“ Sie sei vermehrt von Bürgerinnen angesprochen worden, die kaum mehr am kulturellen Leben teilnehmen würden. Hinzu komme, dass Frauen im Schnitt weniger verdienen als Männer, so Neff-Wetzel: „Wir brauchen das Rad ja nicht neu zu erfinden.“ Stattdessen könne man sich an anderen Kommunen orientieren.

Unterstützung fand die Linke mit ihrem Vorschlag bei der CDU. Schließlich gehe es um das subjektive Sicherheitsgefühl der Frauen – unabhängig davon, dass Remscheid eine überaus sichere Stadt sei, erklärte Tanja Kreimendahl für ihre Fraktion: „Deswegen geht die CDU bei diesem Prüfauftrag mit.“

Beatrice Schlieper (Grüne) äußerte allerdings Bedenken, ob es den geschilderten Bedarf gebe: „Ich kann mich nicht erinnern, dass es solche Anfragen gab.“ Auch Sabine Krause-Janotta (SPD) betonte, dass ein solches Angebot hier eigentlich nicht notwendig sei: „Ich finde Remscheid nach wie vor sehr sicher.“

Der Prüfung durch die Stadtverwaltung wollte aber niemand im Weg stehen, der Ausschuss stimmte dem Antrag bei zwei Enthaltungen zu. Nun ist die Verwaltung am Zug. Und ein anderes Gremium. Denn ein Frauennachttaxi greife in den Taxitarif ein, erklärte Stadtdirektor Sven Wiertz. Deswegen sei das auch einen Fall für den zuständigen Ausschuss für Bürgerservice, Ordnung und Sicherheit.

Zum Thema: Insolvenz - Taxi Wiebel muss nach 71 Jahren aufgeben

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