Fahrrad-Boom

Stadt prüft „Bike-Show“ im kommenden Jahr

Die „Bike-Show“ könnte 2022 ins Stadtradeln integriert werden, das dieses Jahr vom 5. bis 25. Juni stattfindet. Archivfoto: Roland Keusch
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Die „Bike-Show“ könnte 2022 ins Stadtradeln integriert werden, das dieses Jahr vom 5. bis 25. Juni stattfindet. Archivfoto: Roland Keusch
  • Andreas Weber
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Ausschuss für Mobilität will Fahrrad-Boom Rechnung tragen – Angedockt ans „Stadtradeln“.

Remscheid. 2022 könnte es erstmals eine „Bike-Show“ in der Innenstadt geben, möglicherweise angedockt an das Projekt Stadtradeln, das dieses Jahr vom 5. bis 25. Juni zum dritten Mal in Remscheid stattfindet. Der Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Mobilität gab der Verwaltung einen entsprechenden Prüfauftrag.

Dem Fahrrad-Boom in Deutschland Rechnung tragend, hatte die CDU nachgefragt, ob, wie und wo es möglich sei, eine Ausstellung ins Leben zu rufen, bei der Fachgeschäfte ihr vielfältiges Angebot mit Rädern aller Preis- und Leistungsklassen präsentieren.

Im Ausschuss stieß die Idee grundsätzlich auf Zustimmung, einige Teile des Antrags wurden aber zerpflückt und kategorisch abgelehnt. David Schichel (Grüne) hielt die Überlegung einer „Bike-Show“ prinzipiell für sympathisch: „Charmant wäre, dass wir endlich Fahrräder auf die Allee bekommen würden.“ Überhaupt nicht einverstanden war Schichel mit den weiteren christdemokratischen Überlegungen. Diese sehen vor, die „Bike-Show“ mit einem Verkehrstauglichkeitscheck zu verbinden. „Das macht aber die Verkehrswacht schon seit Jahren.“ Ebenso lehnte der Fraktionschef der Grünen ab, die anfallenden Kosten aus der städtischen Radverkehrspauschale zu decken. Der Topf mit 200 000 Euro für den Ausbau des Radwegenetzes dürfe nicht in Teilen für eine Wirtschaftsförderungsmaßnahme wie diese ausgegeben werden, widersprach Schichel.

Remscheid: Beim Stadtradeln gilt es, so viele Kilometer wie möglich zu machen

Dem pflichtete Thomas Brützel (WiR) bei. Auch Philipp Wallutat (FDP) konnte sich mit der Idee anfreunden, eine solche Show in den jährlichen Terminkalender aufzunehmen, teilte aber in allen anderen Punkten Schichels Bedenken. Der Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Mobilität beschloss einstimmig, dass die Verwaltung den Rahmen für eine „Bike-Show“ abklopft.

Dezernentin Barbara Reul-Nocke hielt es für sinnvoll, eine solche Zweiradshow mit dem Stadtradeln zu verquicken, das Teil einer internationalen Kampagne des Klimabündnisses ist. Die dreiwöchige Veranstaltung im Sommer ist als Wettbewerb konzipiert, bei dem es im Team wie auch als Einzelperson gilt, so viele Kilometer wie möglich zu machen.

Die Kampagne richtet sich neben Remscheider Bürgern an Vereine und Unternehmen, insbesondere aber auch an die Kommunalpolitiker, als positives Beispiel voranzugehen und für die Nutzung des Fahrrades zu werben. Alexander Schmidt (CDU), der den Antrag seiner Partei vorgestellt hatte, gestand, dass sein eigenes Rad seit langem im Keller vor sich hinroste. Ausschussvorsitzende Jutta Velte (Grüne) hatte einen Tipp für Schmidt parat: „Gehen Sie zur Lenneper Kirchengemeinde, die bietet Fahrradreparaturen an.“

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