Mehr Bürger erreichen

Remscheid kauft mehr Sirenen als zunächst vorgesehen

neue Sirene
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Dieses Jahr sollen die ersten neuen Sirenen aufgebaut werden.

Die Feuerwehr will die Reichweite mit 25 statt 14 Warnanlagen erhöhen. 98 Prozent der Bevölkerung sollen dann erreicht werden.

Von Frank Michalczak

Remscheid. Die Stadt will mehr stationäre Sirenen aufbauen, als sie ursprünglich plante. Statt 14 sollen nun 25 Warnanlagen im Ernstfall schrillen. Das erklärte Sascha Ploch, Sachgebietsleiter Zivil-und Katastrophenschutz, den Ortspolitikern im Ausschuss für Bürgerservice, Ordnung und Sicherheit. Noch in diesem Jahr sollen die ersten neuen Sirenen aufgebaut werden. Sie ergänzen die mobilen Anlagen der Feuerwehr. Mit ihnen fahren die Retter bislang zu den Einsatzorten, wo sie vor Ort die Bevölkerung über Gefahren warnen. Die stationären Sirenen wurden nach Ende des Kalten Krieges im Jahr 1993 abgebaut – und kehren nun ins Stadtbild zurück.

Sascha Ploch stellte die Sirenenpläne vor.

Dass sich ihre Zahl erhöht, habe nichts mit dem aktuellen Krieg in der Ukraine zu tun, sondern mit einer größeren Reichweite, die mit den 25 Anlagen erreicht wird. Mit 14 Sirenen hätte die Feuerwehr laut ihrer Mitteilung aus dem Jahr 2021 rund 80 Prozent der Bevölkerung erreicht, wobei sie in den restlichen Stadtgebieten noch auf die mobilen Modelle setzen wollte. „Nun erreichen wir 98 Prozent. Wir haben nachjustiert“, berichtete Ploch, der hofft, dass Remscheid auch für die zusätzlichen Anlagen Fördermittel des Bundes bekommt.

Zivilschutzexperte kündigt Infokampagne an

Die Grafik des Landesinnenministeriums erklärt die verschiedenen Sirenen-Signale, ist der Heulton auf- und abschwellen, besteht Gefahr.

Sie werden bei besonderen Ereignissen in Gang gesetzt – etwa bei Großbränden oder Hochwasser. Ihren Platz sollen sie an Gebäuden wie der Grundschule Mannesmann oder der Natur-Schule Grund finden – und je nach Gefahrenlage unterschiedliche Signale geben. „Aber wie kann ich denn überhaupt lernen, um welchen Ernstfall es sich denn dabei handelt?“, wollte Ausschussvorsitzende Tanja Kreimendahl (CDU) wissen. Sascha Ploch kündigte in seiner Antwort eine Informationskampagne der Feuerwehr an. Die einzelnen Sirenensignale sollen der Bevölkerung durch breite Öffentlichkeitsarbeit vermittelt werden – mit Schildern in öffentlichen Gebäuden, mit Medienberichterstattung und mit Unterricht an Schulen: „Oder auch an Tagen der offenen Tür bei der Feuerwehr“, listete er auf.

Wie wichtig flächendeckender Alarm sein kann, führte der 14. Juli 2021 vor Augen, als das verheerende Hochwasser Teile Remscheids überflutete. Vor allem das Morsbach- und Eschbachtal waren betroffen. Damals löste die Feuerwehr Vollalarm aus. Der Bund hatte nach Ende des Kalten Krieges den Kommunen angeboten, die stationären Sirenen zu übernehmen. Remscheid entschied sich dagegen und setzte auf das mobile Warnsystem, das nun wieder abgelöst wird. Bislang war eine Ausgabe von 210.000 Euro vorgesehen – bezogen auf 14 Sirenen, inklusive Kosten für den jeweiligen Gerüstbau. 58.000 Euro sollte die Stadt Remscheid tragen, auf die nun angesichts der weiteren elf Warnanlagen eine deutlich größere Ausgabe zukommen dürfte.

Hochwasser

Die neuen Sirenen sind nicht die einzige Investition, die derzeit von der Feuerwehr geplant wird. Neben Sandsäcken könnte künftig bei Hochwassereinsätzen ein Schlauchsystem zum Einsatz kommen, das in der Schweiz entwickelt wurde. Die Schläuche können Wasser aufnehmen, werden dadurch vollgepumpt, so dass sie einerseits als Speicher dienen, andererseits eine Barriere gegen Überflutungen herstellen.

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