Treffpunkt

Stachelhausenpark: Baubeginn in Sicht

Der Park wird eine Million Euro kosten, die Stadt trägt 20 Prozent, den Rest das Land.
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Der Park wird eine Million Euro kosten, die Stadt trägt 20 Prozent, den Rest das Land.

Anfang 2023 sollen die Bagger kommen. Das plant die Stadt für den Treffpunkt in Stachelhausen.

Von Timo Lemmer

Remscheid. Pünktlich zum RGA-Termin vor Ort war die Sonne weit genug gewandert, um zu erahnen, welche Möglichkeiten der Stachelhausenpark an der Kraftstation einmal wird bieten können. Und, warum im unteren Bereich des 5000-Quadratmeter-Geländes eine Sonnenterrasse mit Holzbelag geplant ist. „Die Kinder und Jugendlichen haben uns gespiegelt, dass sie keinen vergleichbaren Ort in Stachelhausen haben. Umso wichtiger ist es, diesen Platz mit hoher Qualität zu entwickeln“, blickte Daniela Gaspar vom Stadtumbaumanagement Stachelhausen und Honsberg ins weite Grün.

Dort wird einmal eine hohe Aufenthaltsqualität geboten werden, für Anwohner und Quartierbewohner oder vorbeikommende Trassennutzer gleichermaßen wie für die Kinder und Jugendlichen der angrenzenden Kraftstation, die im Untergeschoss ebenfalls umgebaut wird.

Im soziokulturellen Zentrum ist man sich sicher, zukünftig einen ganz anderen Ansatz leben zu können: „Alles wird viel offener und wir haben eine ganz neue Aussicht mit dem direkten Zugang zum Quartier“, sagen Wolfgang Zöller und André Sobiralski.

Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg. Auf eine Aussage, wann denn eine Eröffnung des Stachelhausenparks, dem neuen Treffpunkt im Quartier, gefeiert werden könne, wollte sich Andreas Huth, Leiter der Stadtentwicklung, nicht versteifen. Zu unwägbar ist die Baubranche derzeit. Aber eine Neuigkeit gab es, die auch Kraftstation-Geschäftsführer Zöller erstmals vernahm und zu Optimismus veranlasste: Die Stadt hat Bauangebote erhalten – wie viele wurde nicht kommentiert –, die nun geprüft werden. Huth: „Das ist ja heute auch schon nicht mehr selbstverständlich.“ Er stelle aber einen Baubeginn Anfang nächsten Jahres in Aussicht.

Tagsüber in Sonne getaucht und die perfekte Öffnung zum Quartier.

Wolfgang Zöller, Kraftstation, über den Stachelhausenpark

Kraftstation wird umgebaut

Während draußen sichtbar – Planungen und Bürgerbeteiligung laufen freilich bereits seit Jahren arbeitsintensiv – noch nicht viel passiert ist, bearbeiten einige Meter weiter in der untersten Ebene der Kraftstation an diesem Tag zwei Bauarbeiter die neuen Räume. Heute wird eine mobile Trennwand eingezogen. Drei Räume, einer fest für die Kinderarbeit des Zentrums, zwei auch für Veranstaltungen mietbar, sind so in ihrer Größe flexibel. Insgesamt ist der Bereich, der barrierearm vom angrenzenden Park erreichbar sein wird, 160 Quadratmeter groß.

Wann der Umbau der Kraftstation, wo zuletzt eine Decke fertiggestellt wurde und die drei WCs, die nun Barrierefreiheit ermöglichen, gefliest wurden, können Zöller und Sobiralski nicht sagen. „So schnell wie möglich“, lautet die Losung. Das Team aber ist vielmehr mit neuen pädagogischen Konzepten befasst, die durch Umbau und direkte Anbindung an den Park ermöglicht werden. Die Aufsicht über den 370 000 Euro teuren Umbau, der vollumfänglich aus Landes- und Bundesmitteln erfolgt, liegt nicht bei ihnen.

Der Stachelhausenpark wird derweil terrassenartig angelegt, die Hanglage dabei aber auch integriert: Etwa durch breite Stufen, die zum Sitzen gedacht sind, oder ein Klettergerüst sowie eine Rutsche, die mit dem Höhenunterschied spielen. „Jede Ebene wird einzeln von der Honsberger Straße aus zugänglich sein“, so Huth, „von der Trasse aus gibt es ebenfalls einen Zugang.“ Zöller freut sich: „Der Park ist tagsüber in Sonne getaucht und bildet die perfekte Öffnung zum Quartier.“

Klima

Starkregen: Klimaschutz und -anpassung sollen im Park eine Rolle spielen. Bei Starkregen soll eine Mulde am Ende des Hanggeländes direkt an der Trasse die Wassermassen zurückhalten.

Trockenheit: Die Bäume sollen mit Regenwasser bewässert werden – bei Trockenheit mit gespeichertem. Dies stellt ein Rigolensystem sicher.

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