Kunstrasen

Sportplatz Hackenberg soll im Herbst fertig sein

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Ein Stadion mit Tribüne wird es in Hackenberg nicht geben, wohl aber bald einen neuen Kunstrasenplatz.
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    VonAndreas Weber
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Die Umwandlung der Ascheplätze in Kunstrasen beginnt am 20. Juni.

Remscheid. Der Sportplatz Hackenberg zieht im Schlussspurt an den beiden anderen Baustellen am Reinshagener Stadion vorbei. Durchaus möglich, dass die SG Hackenberg (SGH) ihren neuen Platz erhält, bevor die Arbeiten am oberen Kunstrasen in Reinshagen für die Hockeyspieler und der benachbarten Sporthalle West abgeschlossen sind. In Hackenberg könnte es fix gehen, im Herbst die Neueröffnung gefeiert werden, teilte Markus Dobke (Sportamt) dem RGA mit.

Die Submission ist durch, mit dem Dortmunder Garten- und Landschaftsbauer Boymann und der belgischen Firma Domo Sports Grass sind die Unternehmen gefunden, die der SGH eine rundumerneuerte Heimat bescheren. Der große und kleine Platz werden in einem Rutsch hergerichtet.

Startschuss soll die 25. Kalenderwoche ab dem 20. Juni sein. Voraussetzung: Die SGH muss zuvor ihre „Muskelhypothek“, die Eigenleistungen auf dem Gelände erbringen. Auf dem großen Platz wird durch Boymann zunächst die Asche abgetragen. Ein Teil davon kann sportlich an anderer Stelle wiederverwendet werden.

Auch die Lichttechnik in Hackenberg wird erneuert

Sie wird den Untergrund für den zusätzlichen Werferplatz für Leichtathleten bilden, der am Stadion Reinshagen entstehen soll. Nachdem weggebaggert wurde, wird die Drainage gelegt, mehrere Schotterschichten kommen obendrauf, bevor der Kunstrasen den Abschluss bildet. Zudem wird der Hang Richtung Hackenberg terrassiert, Fundamente für die LED-Beleuchtung gelegt. Statt acht wird ein Sechs-Mast-System gewählt.

Auch auf dem zweiten Feld, das bislang nur unzureichend ausgeleuchtet ist, wird es mit zwei Masten eine neue Lichttechnik gebeben. Auf Wunsch der SG Hackenberg wird sand-korkverfüllter Rasen verlegt.

Dieser letzte Schritt soll ab Mitte September erfolgen. Mit der Fertigstellung könnte im Oktober gerechnet werden. Dann wird der untere Platz lange fertiggestellt sein und als Ausweich für die SGH-Fußballer dienen, während die Modernisierung des großen Platzes erfolgt. Beide Fußballfelder erhalten von Domo Sports Grass denselben sand-korkverfüllten Untergrund. Auf dem kleinen Platz wird dieser während der Schließungszeit der Sportanlage in den ersten drei Ferienwochen (27. Juni bis 15. Juli) verlegt.

Baubeeinträchtigungen rund um Spielfelder halten sich in Grenzen

Eine weitere gute Nachricht ist laut Dobke, dass sich die Baubeeinträchtigungen rund um die Spielfelder in Grenzen halten. „Die Bauflächen werden auf den Aschenplatz begrenzt sein“, erklärt der stellvertretende Sportamtsleiter. Das Gesamtpaket für die abgespeckte Variante, die nach dem Aus für das DOC kein Stadion mehr vorsieht, liegt bei 1,57 Millionen Euro. Mit dieser Summe wird das Tennenspielfeld an der Sportanlage Hackenberg zeitnah umgebaut als Ersatz für das geplante Sportzentrum, das an den Bau des DOC gekoppelt gewesen wäre. Die Leichtathleten der LG Remscheid werden an der Nordseite des Platzes in Hackenberg zusätzliche vier 100-Meter-Bahnen erhalten, jedoch keine 400-Meter-Rundbahn. Diese um den Kunstrasen zu legen, hätte einen höheren Millioneninvest bedeutet.

Kunstrasenquote

In den letzten 15 Jahren hat die Stadt ihre Kunstrasenquote von 21,4 auf 75 Prozent gesteigert, heißt es in der Untersuchung der Uni Wuppertal. Mit Hackenberg und demnächst Neuenkamp käme sie fast an die 100 Prozent ran. Perspektivisch sieht Thomas Neuhaus auch für die Letzten, die auf Asche kicken müssen, den FC Klausen, eine Chance auf Kunstrasen.

Hohenhagen darf auf Sportzentrum hoffen

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