Kritische Nachfragen im Sportausschuss

Für Kaltduschen gibt es keinen Nachlass

Im RTV-Vereinseigentum in der Theodor-Körner-Straße wird noch warmgeduscht: Tim Boretius (RTV) dreht am Hahn.
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Im RTV-Vereinseigentum in der Theodor-Körner-Straße: Tim Boretius (RTV) dreht am Hahn. (Symbolbild)
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Sportamtsleiter Martin Sternkopf erklärt, dass es sich um eine Empfehlung des Deutschen Städtetages gehandelt habe.

Von Andreas Weber

Remscheid. Bis zum Ende der Herbstferien wird in 14 Remscheider Sporthallen nicht mehr warmgeduscht. Energiesparen ist angesagt. Dass dies kommen sollte, war lange bekannt. Nur der genaue Zeitpunkt wurde von der Stadt nie kommuniziert. Als nach den Sommerferien mancherorts plötzlich nur noch kaltes Wasser aus den Duschköpfen floss, war der Ärger bei manchen Vereinen riesig. Die Hintergründe beschäftigten jetzt auch den Sportausschuss. Peter Lange (Linke) wollte wissen, wie es zu dieser Nichtinformation hatte kommen können.

Die städtischen Vertreter hielten sich bedeckt. Sportamtsleiter Martin Sternkopf erklärte zunächst, dass es sich mit dem Abschalten der warmen Duschen um eine Empfehlung des Deutschen Städtetages gehandelt habe. Seine Mitarbeiter hätten aber nicht den Regler runtergedreht. Als Klaus Wetzel (Linke) insistierte, wer denn nun verantwortlich gewesen sei, meinte Sternkopf: „Ich betreibe ungern Kollegenschelte, aber die Steuerung obliegt dem Gebäudemanagement.“

Stadt schaltet das Licht aus, spart aber nur wenig

Dezernent Thomas Neuhaus beschwichtigte, man solle die Angelegenheit nicht zu hoch hängen, schließlich habe man sich doch angesichts der Hitze über eine kalte Dusche gefreut und nach den Herbstferien werde schließlich alles wieder hochgefahren. Neuhaus räumte aber ein, dass das Abschalten ohne Vorabinformation keinen guten Eindruck hinterlassen habe. „Vielleicht ist der ein oder andere Mitarbeiter zu voreilig gewesen in dem Bemühen, Energie zu sparen.“

Peter Lange wollte wissen, ob für die Vereine, die vom Kaltduschen betroffen sind, die Hallennutzung jetzt etwas billiger werde. Dies fand Thomas Neuhaus völlig überzogen: „Wir sind ohnehin eine Kommune mit niedrigen Nutzungsgebühren. Ich finde es angemessen, diese Entscheidung so passieren zu lassen, auch angesichts der zusätzlichen Energiekosten, denen wir uns als hoch verschuldete Kommune stellen müssen.“

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