CDU mahnt schnelles Handeln für mehr Sicherheit an

Spielplatz Marienstraße: Politik schlägt Umbau vor

17 Mal Platzverweise musste der KOD zuletzt auf dem Spielplatz Marien-/Ecke Alleestraße verteilen. Eltern berichten von Pöbeleien. Foto: mis
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17 Mal Platzverweise musste der KOD zuletzt auf dem Spielplatz Marien-/Ecke Alleestraße verteilen. Eltern berichten von Pöbeleien.
  • Melissa Wienzek
    VonMelissa Wienzek
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Der Ordnungsdienst fuhr von Ende September bis Ende Oktober 21 Einsätze auf dem Spielplatz. Die Bilanz: 17 Platzverweise und fünf Ordnungswidrigkeitsverfahren.

Remscheid. Für mehr Sicherheit auf dem Spielplatz Marienstraße/Ecke Alleestraße sprachen sich die Politiker des Ausschusses für Bürgerservice, Ordnung und Sicherheit einstimmig am Dienstagabend aus. Um das zu erreichen, soll die Stadtverwaltung nun prüfen, wie der Spielplatz umgebaut werden könnte. Einen entsprechenden Antrag legte die CDU-Fraktion vor.

Sie hatte bereits vor Wochen das Thema aufgeworfen und war bei einem Ortstermin mit Bezirksbürgermeister Otto Mähler (SPD) mit Anwohnern ins Gespräch gekommen. Diese berichteten laut CDU von Pöbeleien und Verschmutzung, während sie mit ihren Kindern den Spielplatz nutzten. Man habe Angst. „Die Lage ist ernst, es muss jetzt schnell gehandelt werden. Wir dürfen die Anwohner mit ihren Kindern nicht im Stich lassen“, sagte Roland Gedig, Sprecher der CDU-Fraktion.

Den Christdemokraten schwebt ein weiterer Zugang von der Allee- oder der Finkenstraße aus vor. „Im Zuge der sozialen Kontrolle halte ich das für sehr sinnvoll“, pflichtete Sebastian Thiel (SPD) bei. Zudem soll die gesamte Grünanlage so umgestaltet werden, dass sie sicherer wird. Im Zuge dessen könne man auch gleich E-Bike-Ladestationen und -Abstellmöglichkeiten überdenken sowie die Spielgeräte einer Prüfung unterziehen. Darüber hinaus sollen die Streetworker verstärkt zum Einsatz an der Marienstraße kommen. Schließlich ist das Betreten von Kinderspielplätzen nur Personen über 14 Jahren gestattet, wenn sie Kinder begleiten. Es herrscht Alkoholverbot.

Das scheint die Mitglieder einer bestimmten Szene jedoch offenbar nicht zu stören. Zwischen dem 20. September und dem 28. Oktober fuhr der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) 21 Einsätze und Kontrollfahrten auf dem Spielplatz in der Innenstadt, berichtete KOD-Leiter Daniel Pfordt. Dabei habe man 25 Personen angetroffen, 17 Platzverweise ausgesprochen und 5 Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet – meist im Spätdienst, manchmal allein, manchmal auf gemeinsamer Streife mit der Polizei. Roland Gedig hakte nach: Wann sind die Platzverweise ausgesprochen worden? „Denn Anwohner schildern, dass gerade an schönen Samstagen oder sonnigen Sonntagen keine Kontrollen stattfinden. Die Präsenz zu erhöhen, wäre gut.“ Wann genau die Verweise ausgesprochen worden sind, konnte der KOD-Leiter nicht sagen, aber so viel: „Wir haben dort einen Dauerauftrag: drei Mal die Woche. Auch ein Samstag war dabei.“ Im Übrigen sei der KOD sonntags nicht im Dienst, dann sei die Polizei zuständig.

Habe man es an der Marienstraße gar mit einem gewachsenen Problem zu tun?, wollte Roland Kirchner (W.I.R.) wissen. „Die Örtlichkeit ist vermutlich in den Fokus geraten, weil wir dort zuletzt einen Polizeieinsatz mit Messer hatten, was aber nicht in Zusammenhang mit der Klientel stand. Ob es sich hier um einen Brennpunkt handelt, vermag ich nicht zu entscheiden“, erklärte Daniel Pfordt. Eine Verdrängung der Szene sei derzeit jedenfalls noch nicht zu sehen.

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