Spenden nach dem Hochwasser

Spenden für Betroffen der Flut sind da – nun müssen die Abnehmer kommen

Carmen und Christian Vogt (vorne), Eva Kien und Peter Ulrich (hinten) sammeln Sachspenden in der Abgabestelle „Die Esche“.
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Carmen und Christian Vogt (vorne), Eva Kien und Peter Ulrich (hinten) sammeln Sachspenden in der Abgabestelle „Die Esche“.
  • VonValeria Schulte-Niermann
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Hygieneartikel, Powerbanks und Konserven benötigen Flutopfer momentan am dringendsten

Remscheid. In den vergangenen Tagen öffneten in Remscheid mehrere Sammelstellen, die Spenden entgegennehmen – für Menschen, die unter den Folgen des Hochwassers zu leiden haben. Noch hält sich der Andrang vonseiten der Betroffenen aber in Grenzen. Gespendet wird hingegen reichlich.

„Unsere Lager sind voll“, sagt Peter Ulrich. Er hilft im Gemeinde- und Stadtteilzentrum „Esche“, Eschenstraße 25, der Evangelischen Auferstehungs-Kirchengemeinde. Das Team müsse sogar Leute nach Hause schicken, weil es nichts mehr annehmen kann. Das Problem ist: „Es hat noch niemand etwas abgeholt“, sagt Ulrich. Betroffene sollen zwischen 8 und 16 Uhr bei Eva Kien anrufen und abklären, wann sie vorbeikommen können oder ob ein Transport der Sachen zu ihnen möglich ist. „Die Esche“ vermittelt auch zwischen Spendern und Bedürftigen, so dass die Sachen nicht erst eingelagert werden müssen, P (01 78) 2 38 21 32.

Doch was benötigen die Flutopfer am dringendsten? Momentan Reinigungsutensilien sowie Hygieneartikel und, wo der Strom fehlt, auch Powerbanks und Konserven, sagt Petra Köser. Zusammen mit Melina Redecker verteilt sie von 13 bis 18 Uhr von einer Gewerbehalle an der Straße In der Lehmkuhle in Lennep aus Sachspenden.

Momentan gebe es einen Kleidungsstopp, da die Textilien erst sortiert und zusammengepackt werden müssen. Spender und Betroffene sollen sich unter der Nummer (0 21 91) 93 47 19 29 melden. Individuell wird dann entschieden, ob die Sachen abgeholt oder geliefert werden. Noch kamen nicht viele Bedürftige vorbei. „Es ergibt sich, was gebraucht wird. Nichts ist verloren“, sagt Petra Köser. Wenn alle bergischen Opfer versorgt sind, verteilt sie auch über NRW hinaus.

Petra Köser nimmt die Spenden im Lager In der Lehmkuhle in Lennep an und verteilt sie an Hochwasseropfer.

Mitarbeiter des Ordnungsamts besuchen betroffene Haushalte

Seit gestern und in den nächsten Tagen suchen die Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes persönlich Haushalte auf, die infolge der Überschwemmungen möglicherweise Schaden genommen haben. Insgesamt rund zweihundert Haushalte – überwiegend in Auen – bekommen Besuch. Mit Hilfe eines Fragebogens können Betroffene angeben, in welchen Bereichen sie Hilfe und Unterstützung benötigen. Diese soll schnell und unbürokratisch erfolgen, heißt es bei der Stadt.

www.ueberflutungshilfe-rsg.de

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