SPD

Schäfer verspricht: „Bin für den Wahlkreis da“

Bundestagsnovize Ingo Schäfer will einen Altschuldenfonds erreichen: „Das bin ich meinem Wahlkreis schuldig.“ Foto: Roland Keusch
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Bundestagsnovize Ingo Schäfer will einen Altschuldenfonds erreichen: „Das bin ich meinem Wahlkreis schuldig.“

Sozialdemokratische Senioren-Vereinigung hatte SPD-Bundestagsabgeordneten zu Gast.

Von Timo Lemmer

Remscheid. Die AG 60 plus der Remscheider SPD hat im Werkezugmuseum ihren Neujahrsempfang abgehalten. Gast beim aufgrund der Pandemie aufgeschobenen Termin: Ingo Schäfer. Der Sozialdemokrat vertritt seit der Bundestagswahl im September 2021 als direktgewählter Kandidat Remscheid in Berlin – und trat nun erstmals größer hier auf.

„Du wirkst mutig und besonnen“, bilanzierte einer der 40 anwesenden Genossen nach etwa anderthalb Stunden Diskussion zufrieden. Ausbleiben konnte indes nicht der Eindruck, dass Schäfer weiter im Wahlkampf-Modus steckt –häufig gab es Spitzen gegen die Vorgängerregierungen unter CDU-Führung sowie seinen CDU-Kontrahenten Jürgen Hardt. Das sind Worte, Versprechungen und Themen, an denen sich Schäfer nun messen lassen muss:

Wahlkreisnähe: Er sei, nach Jahren, in denen das anders gelaufen sei, nun der Mann, der Remscheid, Solingen sowie Cronenberg/Ronsdorf in Berlin deutlich vertritt: „Ich bin für den Wahlkreis da.“

Altschuldenfonds: „Die Fesseln der Kommunen müssen endlich weg“, möchte Schäfer für einen Altschuldenfonds kämpfen. Und das schnell. In zwei Jahren gehe es wieder in die Haushaltssperre. „Für den Bund wäre ein solcher Fonds, den er über 50 Jahre abschreiben kann, übersehbar. Wir brauchen aber eine Grundgesetzänderung.“ Das Thema sei bei Kanzler Olaf Scholz vorgetragen worden.

Fördertöpfe: Schäfer versteht sich als der Mann, der Geldquellen von EU, Bund oder Land aufspürt und die Rathäuser informiert. Attacke gegen Außenpolitik-Experte Hardt: „Wir haben zu oft Förderungen verschlafen. Wenn jemanden die Außenpolitik interessiert, er aber nicht den Wahlkreis im Blick hat, bleiben zu viele Fördertöpfe ungenutzt.“ Unter anderem auf der Allee habe man Chancen verpasst.

Leuchtturmprojekte: Er favorisiere die Idee des Skywalks unter der Müngstener Brücke, sieht aber das Welterbeprojekt priorisiert und erwartet Bürgerinitiativen.

Russland-Krise: Die weltpolitische Lage war vielfach Thema. Schäfer lobte Scholz für besonnene Diplomatie. Er könne aber nicht ausschließen, dass es Krieg gibt: „Das entscheidet sich in den nächsten vier, fünf Tagen. Klar ist, dass die Energiekosten explodieren werden.“

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