Nach Automaten-Sprengungen

Sparkassen-Chef begründet Schließung der Geldautomaten

Michael Wellershaus lässt Geldautomaten in Wohngebieten abbauen.Foto:Michael Schütz
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Michael Wellershaus lässt Geldautomaten in Wohngebieten abbauen.
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    VonFrank Michalczak
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Michael Wellershaus war zu Gast im Seniorenbeirat. Hier erzählte er auch, wie Bankmitarbeiter den Enkeltrick verhinderten.

Remscheid. Im Seniorenbeirat warb der Vorstand der Stadtsparkasse Michael Wellershaus um Verständnis, dass es Änderungen bei der Bargeldversorgung in Remscheid geben müsse. So gelte es, vier Automaten an der Hackenberger Straße in Lennep, an der Oststraße, am Hohenhagen und in Bergisch Born abzubauen. „Das Risiko ist einfach zu groß“, erklärte er mit Blick auf die Automatensprengungen, die in Lüttringhausen und Hackenberg massiven Schaden anrichteten. Angesichts der Vielzahl an Fällen im Bergischen Land sollen die Anlaufstellen, die sich in Wohngebieten befinden, außer Betrieb gehen.

Sprengungen von Geldautomaten ohne Rücksicht auf Verluste.

Wellershaus nutzte die Gelegenheit, um noch einmal auf die Service-Leistungen der Stadtsparkasse aufmerksam zu machen. So gebe es nach wie vor den Bargeld-Bringdienst. Wer möchte, erhält die Scheine geliefert. „Muss das denn wirklich 5 Euro Gebühr kosten?“, wollte Klaus Grunwald (SPD) wissen. Die Dienstleistung der Stadtsparkasse sei gratis, erwiderte der Vorstand. „Unsere Mitarbeiter packen die Umschläge.“ Dann aber komme die Post ins Spiel, die sich um den Transport kümmere, so dass die Gebühr zustande komme.

Unter einer Service-Nummer (1660) können Interessenten nicht nur Geld bestellen, sondern auch Überweisungen vornehmen oder Daueraufträge ändern lassen. Selbstverständlich sei dabei Sicherheit garantiert – unter anderem durch den Rückruf, den die Mitarbeiter tätigen, und die Abfrage persönlicher Daten.

Sparkassen-Mitarbeiter verhinderten Enkeltrick

Sicherheit spielte auch bei einem weiteren Thema im Seniorenbeirat eine Rolle: „In mehreren Fällen konnten Kollegen den Enkeltrick verhindern“, erklärte der Sparkassen-Vorstand. Die Mitarbeiter fragten ältere Kunden, warum sie denn einen außergewöhnlich großen Geldbetrag abheben wollten. Nach der Geschichte, die sie hörten, rieten sie ihnen dringend dazu, nicht auf die Aufforderung des Anrufers einzugehen, sondern sich an die Polizei zu wenden. Nur in einem Fall habe dies nicht funktioniert. Der Senior habe sich trotz massiver Warnung nicht davon abbringen lassen, das Geld zu übergeben. „Wir haben alle Register gezogen und uns unseren Hinweis schriftlich bestätigen lassen.“ Den Tätern, bedauerte Wellershaus, fielen 20.000 Euro in die Hände.
So schützen sich Senioren vor dem Enkeltrick.

Lesen Sie auch: Schockanruf: 87-Jährige übergibt 40.000 Euro.

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