Soroptimist Club

Melanie Vaillant: „Serviceclubs sind jetzt unverzichtbar“

Melanie Vaillant (48) ist Präsidentin des Soroptimist Clubs Remscheid. Foto: Soroptimist Club
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Melanie Vaillant (48) ist Präsidentin des Soroptimist Clubs Remscheid.

Melanie Vaillant (48), Vorsitzende des Soroptimist Clubs Remscheid, spricht über Ziele und Projekte.

Remscheid. Das Gespräch führte Melissa Wienzek

Frau Vaillant, Sie sind seit Oktober 2020 die neue Vorsitzende des Soroptimist Clubs Remscheid. Was ist dieser genau?

Melanie Vaillant: Der Soroptimist International ist eine der weltweit größten Serviceorganisationen berufstätiger Frauen mit sozialem, gesellschaftspolitischem Engagement. Der Soroptimist International entstand am 2. Oktober 1921 – weltweit feiern die Soroptimisten also dieses Jahr 100-jähriges Bestehen. In Deutschland haben wir 223 Clubs, der Remscheider Club war übrigens der 18., der gegründet wurde. Er ist schon 54 Jahre alt. 34 Aktive engagieren sich im Remscheider Club. Die Soroptimistinnen befassen sich mit rechtlichen und hauptsächlich sozialen, beruflichen Stellungen der Frau und vertreten diese Position in der öffentlichen Diskussion. Der Soroptimist International ist eine NGO-Organisation (eine nichtstaatliche Organisation, Anm. d. Red.).

Welche Projekte unterstützen die Soroptimistinnen?

Vaillant: Projekte aus dem Bereich Bildung, Mädchen und Jungen, Soziales, Gesundheit. Der Remscheider Club unterstützt zum Beispiel ,One World Class‘ in der EMA – unser Jubiläumsprojekt, dann das Projekt ,Klassenmusik – Musizieren von Anfang an‘ der städtischen Musik- und Kunstschule, die Orchesterakademie als unsere Kernprojekte, zudem das Frauenhaus im Bergischen Land, Praxis ohne Grenzen und aktuell auch die Ärztliche Kinderschutzambulanz.

Wie können Sie für diese Projekte in Pandemiezeiten Spenden erzielen?

Vaillant: Im Moment ist das schwierig. Sonst haben wir einmal im Jahr eine Kinomatinee, der Erlös geht in ein Projekt. Das fällt derzeit weg. Genauso wie unsere internen Kaminabende, bei denen wir spenden. Auch konnten wir in der Vergangenheit Gelder durch eine gagenfreie Vorstellung im Teo Otto Theater generieren. Der Erlös floss ebenfalls in unsere Projekte. 2020 haben wir auch einige private Spenden erhalten von Menschen, die sich persönlich mit unserem Club verbunden fühlen. Meist stocken wir die Beträge auf. Zudem erarbeite ich gerade ein neues Konzept für die Spendeneinwerbung. In der Pandemie müssen wir alle neue Wege gehen.

Sind Serviceclubs also gerade jetzt unverzichtbar?

Vaillant: Absolut. Weil die Unterstützung dieser Projekte so wichtig ist. Zum Beispiel die ,Klassenmusik – Musizieren von Anfang an‘. Stellen Sie sich ein Leben ohne Musik vor – das wäre furchtbar! Eine der Grundschulen, die wir unterstützen, sagte uns: Wenn Sie uns nicht helfen, können wir das Projekt nicht mehr fortführen. Gerade jetzt ist eine Unterstützung unverzichtbar.

Die Soroptimistinnen freuen sich über Verstärkung. Kontakt: soroptimist-remscheid.de

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