Tipps

So wird das Rad fit für den Frühling

Einiges kann auch ein Laie am Fahrrad selber reparieren und auf Vordermann bringen.
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Einiges kann auch ein Laie am Fahrrad selber reparieren und auf Vordermann bringen.

Fahrradhändler Andreas Vogt gibt Tipps, wie man mit wenigen Handgriffen Reparaturkosten vermeiden kann.

Von Alexandra Dulinski

Remscheid. Kaum beginnt der Frühling, packen viele Fahrradfreunde ihr Rad aus. Um es nach dem langen Winter für den Frühling wieder sicher und verkehrstauglich zu machen, muss man ein paar Dinge beachten. Dabei kann der Laie bei einigen Dingen selbst Hand anlegen.

„Gerade die Gummiteile leiden am Fahrrad, wenn sie über drei oder vier Monate nicht genutzt werden. Darauf sollte viel Wert gelegt werden“, erklärt Fahrradhändler Andreas Vogt. Stelle man sicher, dass die Gummis in Ordnung sind, habe man das Rad zu 90 Prozent im Griff. Andreas Vogt gibt Tipps:

Luftdruck kontrollieren: Wenn Luft aus dem Reifen entweicht, können die Schläuche porös werden und sich Haarrisse bilden. Im schlimmsten Fall könne der Reifen platzen und sich das im Reifen befindende Drahtgeflecht lösen, das den Reifen auf der Felge hält. „Dann blockiert das Rad und man macht ungewollt eine Vollbremsung“, weiß der Experte. Die Lösung: Regelmäßig – etwa alle zwei Monate – den Reifen auf 2,5 bis 3 bar aufpumpen.

Bremsbeläge tauschen: „Die Bremsbeläge härten aus, dann reibt quasi Metall auf Metall“, erklärt Vogt. Die Folge: Es gibt keine Bremswirkung. Etwa alle zwei Jahre sollte man die Beläge deshalb austauschen, „unabhängig davon, ob sie abgenutzt sind oder nicht.“ Je jünger das Rad, desto wahrscheinlicher ist es, dass es ausreichen kann, an der Bremsstellschraube zu drehen.

Kette ölen: Die Kette sollte mit feinem Öl geölt, aber nicht gefettet werden. „Die Kette nimmt sonst zu viel Dreck auf, der sich am Schaltwerk sammelt“, weiß Vogt. Dann könne das Rad nicht mehr schalten.

Licht: Ist der Luftdruck der Reifen nicht in Ordnung, hat der Dynamo mitunter zu wenig Reibung. „Wenn das Rad länger steht, kann auch hier die Feder im Dynamo verharzen. Da reicht es, ein wenig Öl zu benutzen.“ Das Öl brauche aber etwas Zeit, bis es sich in dem Dynamo richtig verteilt hat.

Andreas Vogt gibt Tipps für den Frühjahrs-Check.

Für Profis: Wer etwas mehr Ahnung vom Rad hat, kann mit einem speziellen Federgabel-Öl die Federgabel ölen. Oft muss bei modernen Rädern aber doch der Fachmann helfen. Auch die Brems- und Schaltzüge müssen regelmäßig gefettet werden. „Es kann sein, dass die Bremse im Herbst noch problemlos funktioniert, im Frühjahr dann aber sehr zähfließend ist“, sagt Andreas Vogt. Das liege daran, dass die Züge verharzen. Dann müssten entweder die Züge getauscht oder neues Öl eingegossen werden. Die Züge herauszunehmen, müsse aber der Fachmann machen, denn da werde es kompliziert. „Die beste Bremse hilft nicht, wenn sie nicht richtig gewartet wird“, fasst Vogt zusammen.

Was man braucht: „Entscheidend ist ein gutes Öl, da reicht ganz normales Standardöl“. Das Rad regelmäßig zu putzen, sei weit weniger wichtig, als es zu warten. „Wenn man sich an die paar Punkte hält, bleiben die Reparaturkosten gering.“

Das sollte immer im Gepäck sein: Ein Reifenheber, ein Ersatzschlauch passend für das Rad und eine Luftpumpe mit entsprechendem Werkzeug „können ganze Radtouren retten“, sagt Andreas Vogt.

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