Wir klären die wichtigsten Fragen

So verläuft die Geburt in Corona-Zeiten

Dr. Thomas Büsser, Leitender Oberarzt der Geburtshilfe, Alexandra Grünewald, leitende Hebamme, und Kathrin Eikholt, Chefärztin der Frauenklinik (v. l.) möchten werdenden Eltern die Angst nehmen. Sie sind stets ansprechbar.
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Dr. Thomas Büsser, Leitender Oberarzt der Geburtshilfe, Alexandra Grünewald, leitende Hebamme, und Kathrin Eikholt, Chefärztin der Frauenklinik (v. l.) möchten werdenden Eltern die Angst nehmen. Sie sind stets ansprechbar.
  • Melissa Wienzek
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Keine Frau muss das Wunder allein erleben. Wir klären die wichtigsten Fragen mit dem Team des Sana Klinikums.

Von Melissa Wienzek

Remscheid. Dass Eltern viele Fragen haben und sich oft auch unsicher sind, wenn ein neues Leben entsteht, ist wohl völlig normal. Und wenn dann noch Pandemie herrscht, sind angehende Mamas und Papas erst recht auf verlässliche Informationen angewiesen. Wir klären die wichtigsten Fragen mit dem Team der Geburtshilfe im Sana Klinikum Remscheid.

Muss sich eine werdende Mutter vorab anmelden zur Geburt?

Eine telefonische Anmeldung zur Spontan-Geburt ist nicht notwendig – das Team sei rund um die Uhr vorbereitet. Sollten sich Schwangere doch noch einmal ganz in Ruhe beraten lassen wollen und mit den Experten zusammen den Mutterpass durchschauen möchten, ist eine vorherige Ankündigung unter Tel. (0 21 91) 13 86 88 zu empfehlen.

Dürfen Väter bei der Geburt dabei sein?

Eine sichere und positive Geburtserfahrung ist für die seelische und körperliche Gesundheit von Mutter und Kind essenziell, sagt Dr. Thomas Büsser, Leitender Oberarzt der Geburtshilfe und Pränatalmedizin am Sana Klinikum. Deshalb könnten Bezugs- und Begleitpersonen beim gesamten Geburtsprozess anwesend sein – ob es der Kindsvater, die Mutter oder die Schwester sei. „Keine werdende Mutter muss das Wunder der Geburt alleine erleben“, beruhigt Dr. Thomas Büsser.

Brauchen Mutter und Vater einen negativen Corona-Test?

„Wir möchten alle werdenden Mütter beruhigen, denn eine Entbindung kann immer stattfinden“, sagen die leitende Hebamme Alexandra Grünewald und Dr. Sandra Oosterbeek, leitende Oberärztin der Gynäkologie. „Auch mit Corona infizierte Schwangere können sich auf die Geburt freuen – wir sind vorbereitet“. Nach Abnahme eines negativen Covid-Schnelltests im Klinikum darf auch der Vater als Begleitperson während der gesamten Geburtsdauer im Kreißsaal anwesend sein.

Wie ist das mit der Maskenpflicht?

Die Maskenpflicht ist für die werdenden Mütter im Kreißsaal aufgehoben. „Unsere Patientinnen müssen während der Geburt ihres Kindes immer genug Luft bekommen. Die Atmung ist ein wesentlicher Teil der Geburtsarbeit“, erklärt Dr. Büsser.

Welche Gebärmöglichkeiten hat eine Frau im Sana Klinikum?

Neben den Kreißbetten bietet das Sana Klinikum auch Wassergeburten in der Gebärwanne an. Hockergeburten sind ebenfalls möglich. Zudem ermögliche man Schwangeren weitere Alternativen innerhalb oder außerhalb des Kreißbettes, die man individuell mit den Patientinnen bespreche. „Besondere Wünsche, wie die Geburt ablaufen soll, dokumentieren und berücksichtigen wir immer“, erklärt Alexandra Grünewald. Die Hebammensprechstunde und die Abstimmung mit den Ärztinnen und Ärzten erfolgen persönlich vor Ort im Klinikum oder per Telefon. Im Herbst werden die drei Kreißsäle „Luna“, „Sonne“ und „Lagune“ übrigens renoviert – um ein noch freundlicheres Ambiente für die Eltern zu schaffen.

Wie viele Kinder kommen im Jahr im Sana zur Welt?

In der Klinik für Geburtshilfe am Sana Klinikum Remscheid kommen jährlich mehr als 1300 Kinder zur Welt. Das Team um Chefärztin Kathrin Eikholt mit 8 Oberärztinnen und Oberärzten und 24 Hebammen sorgt für eine engmaschige Betreuung und für eine individuelle, familienfreundliche und sichere Geburt, das ist Kathrin Eikholt wichtig. Vor allem die direkte Anbindung an die Kinderintensivstation sei ein weiterer wichtiger Punkt. Nach einer natürlichen Entbindung bleiben die Frauen zwei bis drei Tage, nach einem Kaiserschnitt drei bis vier Tage im Klinikum.

Hebammen-Visite

Jede Frau, die an der Burger Straße entbindet und im Anschluss auf der Station BO4 versorgt wird, kommt in den Genuss des Angebots, das die reguläre Arztvisite und die Betreuung durch die Schwestern ergänzt: die Hebammen-Visite. Jeden Morgen steht eine Hebamme von 8 bis 12.30 Uhr für die Wöchnerinnen zur Verfügung. Im vertrauensvollen Rahmen können die Frauen zum Beispiel über die Geburt sprechen. Oder Fragen stellen zu Themen wie Stillen, Bonding, Rückbildung der Gebärmutter. Und natürlich steht das Neugeborene im Fokus. Zudem geben die Hebammen Anregungen für die erste Zeit zu Hause.

Passend zum Thema: Sana-Klinikum - Chefarzt prägte das Klinikum maßgeblich

Auch beim letzten RGA Gesundheitscampus drehte sich alles um das Thema Schwangerschaft und Geburt.

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