Denkmal in Hasten

So soll Haus Cleff künftig von innen aussehen

Haus Cleff wurde 1778/79 erbaut. Bis 2023 soll alles saniert sein. Foto: Roland Keusch
+
Haus Cleff wurde 1778/79 erbaut. Bis 2023 soll alles saniert sein.
  • Melissa Wienzek
    VonMelissa Wienzek
    schließen

Nachdem die Außenhaut des Denkmals saniert wurde, geht es nun um das Konzept.

Remscheid. Sie hat ihre Anmut zurück, die bergische Perle in Hasten: Nachdem die Außenhaut von Haus Cleff fertig saniert wurde, erstrahlt das Zeugnis bergischer Rokoko-Architektur nun wieder gerüstfrei. Jetzt geht es um das Innenleben. Wie soll das Denkmal, das seit 2014 geschlossen ist, künftig aussehen? Und was soll der Öffentlichkeit dort gezeigt werden? Mit diesen Fragen hat sich vor kurzem erstmals die eigens eingerichtete Kommission beschäftigt, in der unter anderem Mitglieder des Kulturausschusses mitwirken.

Barrierefreiheit: Laut Architekt Bernhard Bramlage reicht das Budget aus, um auch den im rechten Toilettenanbau geplanten Aufzug in den ersten Stock in Angriff zu nehmen. Die Architekten sind gerade dabei zu prüfen, ob nicht ein Aufzug vom ersten in den zweiten Stock im Inneren des Gebäudes eingebaut werden kann und dieser zumindest einen Teil des Mansardgeschosses barrierefrei erschließen kann. Mittlerweile wurde auch der Auftrag für die Innensanierung in enger Kooperation mit der für die Museumskonzeption zuständigen Firma Szenario erteilt.

Dazu auch: Eingenisteter Nagekäfer hat im Heimatmuseum großen Schaden angerichtet – Kulturschätze können ein gefundenes Fressen für Insekten sein.

Das ist das Gesamtkonzept fürs Historische Zentrum Hasten

Um den Museumskomplex, bestehend aus Haus Cleff, Deutschem Werkzeugmuseum, Kontor, Haus Berger und Halle Berger optisch und konzeptionell zu verbinden, ist geplant, den Eingang zum Haus Cleff an die Rückseite des Gebäudes zu verlegen, wo direkt gegenüber ein Neubau mit Café, Museumsshop und Empfang für alle Ausstellungen Einzug halten soll. Von dort aus könnte auch der Park für Außenveranstaltungen einbezogen werden. Dies, die konzeptionelle Neuausrichtung des Hauses Cleff und die Renovierung von Haus Berger samt Halle würden dringend erforderliche Flächen für das Historische Zentrum (HIZ) erschließen, sagt dessen Leiter Dr. Andreas Wallbrecht.

Denn das HIZ soll Strahlkraft über die Region hinaus erhalten. Von Kindern bis Touristen sollen alle angesprochen werden. Auch eine engere Kooperation mit den Bergischen Museen sei denkbar. Die neue museale Ausrichtung von Haus Cleff habe den Begleiteffekt, dass Besucher sich höchstwahrscheinlich auch das Werkzeugmuseum und die anliegenden Ausstellungen anschauen.

Das ist der Konzeptvorschlag für Haus Cleff

Im Parterregeschoss sollen die Besucher interaktiv durch neue mediale und technische Möglichkeiten an die ehemaligen Bewohner, ihr Leben und ihre Handelsgeschäfte herangeführt werden. Im Mittelgeschoss sind dauerhafte Ausstellungsflächen für die Künstler Gerd Arntz und Johann Peter Hasenclever vorgesehen. Im großen Saal könnten Empfänge, Trauungen, Veranstaltungen, Wechselausstellungen stattfinden. Im zweiten Obergeschoss soll es je Raum eine zentrale Installation geben, unter anderem mit einem Multi-Touch-Tisch.

Ganz persönlich: Zehn Fragen an Dr. Andreas Walbrecht

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Neueröffnungen setzen im Lüttringhauser Zentrum neue Impulse
Neueröffnungen setzen im Lüttringhauser Zentrum neue Impulse
Neueröffnungen setzen im Lüttringhauser Zentrum neue Impulse
Einbrüche in Remscheid: Die Polizei sucht Zeugen
Einbrüche in Remscheid: Die Polizei sucht Zeugen
Einbrüche in Remscheid: Die Polizei sucht Zeugen
Schockanruf: 87-Jährige übergibt 40.000 Euro
Schockanruf: 87-Jährige übergibt 40.000 Euro
Schockanruf: 87-Jährige übergibt 40.000 Euro
Pipersberg investiert mit neuem Gaszähler in digitale Zukunft
Pipersberg investiert mit neuem Gaszähler in digitale Zukunft
Pipersberg investiert mit neuem Gaszähler in digitale Zukunft

Kommentare