Erntezeit

So kommen Sie an die frischsten Erdbeeren

Ines und Jürgen Krause haben 4,5 Kilogramm Erdbeeren für die Marmeladenproduktion gepflückt.
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Ines und Jürgen Krause haben 4,5 Kilogramm Erdbeeren für die Marmeladenproduktion gepflückt.

Auf den Erdbeerfelder zwischen Lennep und Bergisch Born kann selbst gepflückt werden. Das zahlt sich aus.

Von Sabine Naber

Remscheid. Lange Transportwege fallen weg, das Körbchen, die Schüssel oder sogar den Eimer bringt man von zu Hause mit – und dann muss man nur noch die Finger fliegen lassen und die leckeren roten Früchte pflücken. Frischer geht es wirklich nicht. Und sicherlich darf beim Pflücken auch schon eine kleine Kostprobe genommen, die Qualität will ja geprüft werden.

Denn auf Qualität legt Obstbauer Gerhard Michels aus Ennepetal großen Wert. Seit rund zwei Wochen lädt er wieder auf seine Erdbeerfelder zwischen Lennep und Bergisch Born an der Borner Straße, Nähe dem Haus 105, ein. Vier verschiedene Sorten, sie haben so klangvolle Namen wie Daroyal, Korona oder auch Asia, können dort gepflückt werden. „Sie unterscheiden sich hauptsächlich mit Blick auf die Reifezeit. So entzerrt sich das auf den Feldern ein bisschen und die Erntezeit wird verlängert“, nennt Michels den Grund für die unterschiedlichen Sorten.

Während einige eher kleinere Mengen pflücken, so dass es für eine Erdbeertorte, einen leckeren Nachtisch oder vielleicht für paar Gläser Marmelade reicht, nehmen viele inzwischen ganze Platten mit nach Hause. „Das ist der Trend, den wir in den letzten Jahren beobachten“, sagt der Obstbauer, der die Früchte bereits seit rund 20 Jahren auf den rund 30 000 Quadratmeter großen Flächen anbietet.

Gute Qualität: Alle zwei bis drei Jahre gibt es neue Erdbeersträucher

Alle zwei bis drei Jahre muss neu bepflanzt werden, sonst würden die Früchte zu klein, sei die Qualität nicht mehr gut genug. „Einen Teil der Fläche habe ich in diesem Jahr neu bepflanzt. So ist garantiert, dass auch für den Sommer im nächsten Jahr genug Erdbeeren da sind “, macht Michels deutlich.

Täglich steht eine Mitarbeiterin des Obsthofes in der Hütte am Erdbeerfeld und wiegt die Schalen der Erdbeerpflücker. Wer keine Zeit oder Lust zum Selbstpflücken hat, für den stehen fertig verpackte Schalen bereit. Sie müssen 7 Euro pro Kilo bezahlen, ab zweieinhalb Kilo kosten die Erdbeeren dann nur noch 6 Euro, ab 5 Kilo 5,50 Euro. Eine ganze Platte Erdbeeren – oft sind es Großverbraucher wie beispielsweise Eisdielen, die so große Mengen brauchen – kostet 27,50 Euro. Für Selbstpflücker kostet das Kilo Erdbeeren 4,50 Euro. Ab einem Gewicht von 10 Kilogramm kostet das Kilo 4,30 Euro.

Wer sich die Mühe sparen will, kann auch gegen einen Aufpreis gepflückte Erdbeeren kaufen.

Frühaufsteher können täglich ab 8.30 Uhr zur Borner Straße kommen, der letzte Einlass ist um 18 Uhr, eine halbe Stunde später ist Schluss auf den Erdbeerfeldern.

„Das vergangene Wochenende war echt gut. Und das Beste war, dass für die vielen Besucher auch genug reife Erdbeeren da waren“, freut sich der Obstbauer, das sein Angebot bei den Kunden so gut ankommt.

Hintergrund

Die Erdbeere soll schon in der Steinzeit bekannt gewesen sein. Im Mittelalter wurden erste Erdbeerfelder angelegt. Schon damals gab es Methoden, sie früher oder später heranreifen zu lassen. Es gibt 20 Sorten und zahlreiche Hybride (Quelle Wikipedia).

Lesen Sie auch: Auf den Erdbeerfeldern könnte bald gebaut werden: Die Nachfrage für das geplante Gewerbegebiet Bergisch Born ist groß

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