Lüttringhausen

So könnte das alte Bahnhofsgebäude bald genutzt werden

Rund 150 Jahre alt ist das ehemalige Bahnhofsgebäude in Lüttringhausen. Hier sollen bald neue Mieter oder neue Eigentümer einziehen. Wie die Fläche im Erdgeschoss genutzt werden wird, steht allerdings noch nicht fest, der Eigentümer zeigt sich offen für Vorschläge. Foto: Roland Keusch
+
Rund 150 Jahre alt ist das ehemalige Bahnhofsgebäude in Lüttringhausen. Hier sollen bald neue Mieter oder neue Eigentümer einziehen. Wie die Fläche im Erdgeschoss genutzt werden wird, steht allerdings noch nicht fest, der Eigentümer zeigt sich offen für Vorschläge.

Der Investor steigt in die Vermarktung des Lüttringhauser Bahnhofs ein. Ihm schweben verschiedene Nutzungsmöglichkeiten vor.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. In den ehemaligen Lüttringhauser Bahnhof könnte in absehbarer Zeit wieder Leben einziehen. Nachdem es lange ruhig war um das Gebäude, das aus den Anfangszeiten der 1868 eröffneten Bahnstrecke stammt, hat der Essener Investor Roland Haag inzwischen die ersten Arbeiten durchführen lassen – und möchte nun in die Vermarktung einsteigen.

Vorgesehen seien 13 Wohnungen im Obergeschoss, berichtet Haag. Im Untergeschoss mit seiner Bahnhofshalle seien verschiedene Arten von Gewerbe vorstellbar. „Natürlich nichts, was die Wohnungen oben drüber beeinträchtigt.“ Denkbar sei auch, beide Nutzungsarten zu verbinden, so Haag. Zum Beispiel mit seniorengerechten Wohnungen oben und dazu gehörigen Dienstleistungen unten. Gespräche mit der Diakonie, die in eine ähnliche Richtung gingen, seien allerdings gescheitert.

Sorge, dass das Gebäude verfalle oder gar abgerissen werde, müsse sich niemand machen, versichert Roland Haag. „Wir werden daraus schon etwas Vernünftiges machen.“ In einem ersten Schritt hatte Haag das Dach sanieren und die Fenster austauschen lassen.

Weitere Arbeiten würden voraussichtlich im Laufe dieses Jahres durchgeführt, berichtet der Investor im RGA-Gespräch. Die Wohnungen sollen hergerichtet werden, auch ein Aufzug am Gebäude sei möglich. Wie genau das Erdgeschoss umgebaut werde, hänge aber an der zukünftigen Nutzung: „Das werden wir in Abstimmung mit dem zukünftigen Mieter entscheiden.“

Bezüglich einer Vermarktung sei man „entspannt“, sagt Haag. Es gebe keinen Grund zur Eile. Ohnehin sei der Lüttringhauser Bahnhof bisher eher nebenbei gelaufen: „Wir hatten noch ein paar andere Projekte.“ Mit seiner GFI-Süd GmbH entwickelt und verwaltet des Essener verschiedene Immobilien – vor allem, aber nicht nur im Ruhrgebiet.

„Wir werden daraus schon etwas Vernünftiges machen.“

Roland Haag über den Bahnhof

2018 hatte das Unternehmen das Bahnhofsgebäude in Lüttringhausen erworben. Nachdem der Bahnhof Lüttringhausen im Jahr 2006 zu einem einfachen Haltepunkt an der Strecke S 7 geworden war, wurde es für seinen ursprünglichen Zweck nicht mehr benötigt. Andere Bauten, darunter ein Güterschuppen, wurden in dieser Zeit abgerissen.

Bevor Haag die Immobilie übernahm, hatte es Pläne gegeben, aus dem Bahnhof eine Kulturstätte, ähnlich dem Mirker Bahnhof, in Wuppertal zu machen. Sponsoren standen nach Angaben des Initiators schon bereit. Doch die Stadt hatte kein Vorkaufsrecht, so dass die Liegenschaftsverwaltung der Bahn, das Bundeseisenbahnvermögen, das Gebäude, schließlich an den Investor verkaufte.

Für den ist der Lüttringhauser Bahnhof nicht das erste Projekt in der Region. Unter anderem, weil sein Unternehmen eine Wohnimmobilie in Ronsdorf verwaltet. „Ich habe das Bergische im Blick“, sagt Roland Haag. Vor allem Wuppertal sei eine interessante Stadt: „Ich sehe da schon Potenzial.“

Beim Lüttringhauser Bahnhof sei man grundsätzlich offen für alle möglichen Nutzungsarten, sagt Haag, neben Vermietung sei auch ein Verkauf möglich. Interessenten könnten sich per Mail melden.

info@gfi-sued.de

Historie

1868 eröffnete die Bergisch-Märkische Eisenbahn-Gesellschaft eine Strecke von Rittershausen (heute Wuppertal-Oberbarmen) nach Remscheid über 18 Kilometer. An ihr lag auch die damals noch eigenständige Kommune Lüttringhausen mit ihrem Bahnhof. 2006 errichtete die Bahn dort einen „DB PlusPunkt“, seither wird das alte Gebäude nicht mehr benötigt.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Erstklässler und neue Lehrerin starten mit Schultüte und Waschbär
Erstklässler und neue Lehrerin starten mit Schultüte und Waschbär
Erstklässler und neue Lehrerin starten mit Schultüte und Waschbär
Kiosk am Bismarckplatz steht vor Abriss
Kiosk am Bismarckplatz steht vor Abriss
Kiosk am Bismarckplatz steht vor Abriss
Am Reinshagen soll ein Treffpunkt für die Nachbarschaft entstehen
Am Reinshagen soll ein Treffpunkt für die Nachbarschaft entstehen
Am Reinshagen soll ein Treffpunkt für die Nachbarschaft entstehen
Kreis beschränkt die Wasserentnahme
Kreis beschränkt die Wasserentnahme
Kreis beschränkt die Wasserentnahme

Kommentare