Radfahren in Remscheid

So finden Eltern das passende Rad fürs Kind

Lutz Stamm mit dem Mädchentraum in Rosa: Das Nixe alloy 16 Zoll ist für 279 Euro zu haben.
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Lutz Stamm mit dem Mädchentraum in Rosa: Das Nixe alloy 16 Zoll ist für 279 Euro zu haben.
  • Melissa Wienzek
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Lutz Stamm von Radsport Nagel in Radevormwald gibt sieben Tipps.

Remscheid. Nicht nur die Großen sind immer öfter auf zwei Rädern unterwegs, auch die Kleinen wollen mitfahren: Die Fahrrad-Branche boomt. Der Familienausflug am Wochenende, aber auch im Alltag, geschieht immer öfter per Rad in der Natur. Kein Wunder: Im Bergischen gibt es viele schöne Strecken, nicht zuletzt durch die alten Bahntrassen.

RGA-Redakteurin Melissa Wienzek stieg für den Arbeitsweg vom Auto aufs Fahrrad um - ihre Erfahrungen

Wie Eltern das passende Fahrrad für ihren Nachwuchs finden, erklärt heute Lutz Stamm vom Team Radsport Nagel aus der Radevormwalder Filiale. Diese ist - nicht nur - für Kinder ein wahres Zweirad-Schlaraffenland.

So findet der Radfahrer das passende E-Bike

TIPP 1: Erstes Laufen per Rad. Die ersten Gehversuche auf dem Rad können Kinder bereits ab zwei Jahren aufwärts machen: mit einem Laufrad. „Das ist eine gute Vorübung. Kinder erhalten so ein erstes Gefühl für das Lenken und die Balance“, sagt Lutz Stamm.

TIPP 2: Auf die Größe kommt es an. Ist das Kind aus dem Laufrad-Alter raus und fit, erfolgt der Umstieg aufs richtige Rad. Mit oder ohne Stützräder, das kommt ganz auf den jungen Biker an. „Ganz entscheidend ist hier, dass die Größe stimmt“, erklärt der Experte.

In der Kinderecke in der Rader Filiale gibt es dazu eine Größentabelle. Jetzt geht’s ans Messen: Bei einer Körpergröße von 95 Zentimetern wird ein 12-Zoll-Rad für alle ab drei Jahren empfohlen, wer 100 Zentimeter groß ist, kann schon 16 Zoll fahren. Ab 110 cm sind dann 18 Zoll für Kinder ab vier Jahren angesagt, ab 120 Zentimetern schon 20 Zoll. In der Regel sind die Kinder dann über sechs Jahre alt.

Aber: Das sind nur Richtwerte. Die meisten Eltern möchten, dass das Fahrrad zwei bis drei Jahre genutzt wird. „Das geht grundsätzlich. Aber das Rad sollte auch nicht zu groß sein“, sagt Stamm. Am besten zur Beratung vorbeikommen. Übrigens: Bis 20 Zoll haben die Räder keine Gangschaltung. Da heißt es: strampeln.

TIPP 3: Ergonomie ist das A und O. Setzt sich ein Kind aufs Rad, sieht Lutz Stamm mit seinem geschulten Auge sofort, ob es passt - oder eben nicht. „Denn die Rahmengeometrien sind unterschiedlich“, weiß er. Wichtig ist, dass der junge Fahrer richtig sitzt, an Griffe, Bremse und Klingel drankommt. Letzteres ist übrigens das erste Teil, das die Kinder stets bei einem Rad testen. „Klingelingeling“ schallt es dann durch die Filiale - und die Kids haben Spaß. Sattel und Lenker können auch verstellt werden. „Die Kinder können das Fahrrad dann hier drinnen oder auch draußen testen“, sagt Lutz Stamm.

TIPP 4: Pinky-pink oder Feuerwehr? Was ist den Kindern wichtig? Natürlich: die Farbe. Bei Radsport Nagel gibt es alles vom grünen Retroklassiker mit Weidenkörbchen über sportliches Schwarz mit coolem Design bis hin zum Mädchentraum in Rosa und zum Feuerwehr-Rad für Jungs. Also alles, was das Herz begehrt. Die Auswahl ist groß.

Dreiräder und Anhänger gibt es übrigens auch. Die günstigsten Räder beginnen bei um die 229 Euro. Nach oben hin ist die Grenze bei rund 500 gesetzt.

TIPP 5: Ausstattung. Meist ist die Beleuchtung samt Katzenaugen schon dran. Oder sollen noch leuchtende Speichensticks dazu? Drehgriffschaltung oder Shifterschaltung? Der Experte berät.

TIPP 6: Helm auf den Kopf! Lutz Stamm empfiehlt allen Eltern einen Fahrradhelm für die Kids dazu. Die gibt es in allen Farben, sogar mit Einhorn- oder Bagger-Motiv. Und: „Auch Eltern sollten ein Vorbild sein und Helm tragen auf dem Rad. Wie oft sieht man auf der Trasse, dass Kinder Helme tragen, aber Erwachsene nicht“, sagt Stamm, der natürlich selbst Biker ist. Denn der Radverkehr nehme immer mehr zu, Sicherheit geht vor.

TIPP 7: Zubehör gefällig? Leuchtende Warnwesten, Hupe in Katzenform, Klingel mit Lillifee, Trinkflasche, Schloss, Kleidung: Nagel führt auch viel Zubehör. Nicht nur für Kids.

Remscheider bevorzugen meist das Auto

Radsport Nagel

Radsport Nagel unterhält drei Filialen: in Gummersbach, in Radevormwald (Leimholer Straße 1-3) und in Lennep (Neuenteich 2). Letztere ist mit 2000 Quadratmetern die größte. Radsport Nagel ist zudem „E-Bike-Kompetenz-Center“.
radsport-nagel.de

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