Skywalk

Radeln auf Müngstener Brücke: Politiker beschließen Studie

Der Müngstener Brückenpark (o. l.) soll eine neue Attraktion bekommen, einen Skywalk unter der Brücke. Dafür soll ein Weg genutzt werden, der für die Sanierung des Bauwerks angelegt wurde (u. l.). Um auf den zu gelangen, soll auf Solinger Seite rechts vom Brückenkopf eine 25 Meter lange Zubringerbrücke gebaut werden, auf Remscheider Seite würde eine etwa zwölf Meter lange genügen. Fotos: Christian Beier/Sven Schlickowey
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Um auf den Skywalk zu gelangen, soll auf Solinger Seite rechts vom Brückenkopf eine 25 Meter lange Zubringerbrücke gebaut werden, auf Remscheider Seite würde eine etwa zwölf Meter lange genügen.
  • Frank Michalczak
    VonFrank Michalczak
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Der Hauptausschuss befasste sich mit dem Skywalk.

Remscheid. Noch ist dies eine Vision: Radeln und Spazieren über die Müngstener Brücke – auf dem Plateau, das sich unterhalb der Schienen befindet. Die Frage, ob daraus Realität werden kann, soll nun endgültig eine Machbarkeitsstudie beantworten, für die der Haupt- und Finanzausschuss grünes Licht gab. Experten sollen dabei unterschiedliche Aspekte beleuchten, unter anderem Fragen des Denkmalschutzes und der Sicherheit. Getragen wird die Idee vom Verein Brückenschlag, der den „Skywalk“ voranbringen möchte.

OB Burkhard Mast-Weisz (SPD) bezeichnete diese direkte Radwege-Verbindung zwischen Remscheid und Solingen als „Riesenchance“, eine touristische Attraktion für beide Städte zu schaffen. „Allerdings darf dies nicht die Bewerbung für das Weltkulturerbe gefährden.“ Dieses Prädikat soll das Bauwerk von der Unesco verliehen bekommen.

Finanziert wird die Machbarkeitsstudie aus dem Budget für den Ausbau der Radwege in Remscheid. Der Stadtrat hatte den Jahresbetrag zuletzt verdoppelt, der dafür zur Verfügung steht – von 100.000 auf 200.000 Euro. Ein Teil von dem zusätzlichen Geld soll in die Untersuchung fließen. Markus Kötter (CDU) bezweifelte, ob diese Finanzierungsform sinnvoll ist. „Hier handelt es sich doch eher um touristische Zwecke. Möglicherweise kommen da doch auch andere Töpfe in Frage“, erklärte er an die Adresse der Stadtverwaltung.

Remscheid: Stadtdirektor verwies auf Ratsbeschluss

Stadtdirektor Sven Wiertz (SPD) verwies auf einen Ratsbeschluss, wonach das Geld aus dem Ausbau der Radwege abgezweigt werden solle. Schließlich gehe es auch darum, die Anbindung der 2,22 Kilometer langen Strecke über die Brücke an das öffentliche Wegenetz herzustellen.

Zudem sei die Machbarkeitsstudie auch die Voraussetzung dafür, für den Skywalk an Fördermittel der Europäischen Union zu gelangen, wie Wiertz im RGA-Gespräch hinzufügte. Waltraud Bodenstedt (WiR) verlieh ihrer Verwunderung Ausdruck, „warum hier so viel Zeitdruck auf dem Antrag liegt“. Sie regte an, die Stadt Solingen finanziell „mit ins Boot zu holen.“

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