Kunst

Alleestraße: Von „Spielenden Kindern“ geht keine Gefahr mehr aus

Heinrich Sicking glättet die Bruchstelle.
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Heinrich Sicking glättet die Bruchstelle.
  • Axel Richter
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Update: Die Skulptur auf der oberen Alleestraße war beschädigt. Jetzt sind Fachleute vor Ort. Wie es zur Beschädigung kam? Auch dazu können die Fachleute etwas sagen.

Remscheid. Von den „Spielenden Kindern“ geht keine Gefahr mehr aus. Heinrich Sicking und Nicolas Strotmann, Ziseleure der Kunstguss- und Glockenmanufaktur Petit & Gebr. Edelbrock aus Gescher, heilen seit heute (Freitag, 5. August) den gebrochenen Arm der Bronzeskulptur auf der oberen Alleestraße. Nun können die Kinder selbst wieder von Kindern bespielt werden.

Bis zu seiner Beschädigung vor einigen Woche war die Skulptur ein beliebtes Kletterobjekt, wie der Abrieb an Armen und Beinen zeigt. „Spielende Kinder“ heißt die Skulptur - und der Name ist eben Programm.

Wer hat die Skulptur beschädigt?

Ob es denn auch tatsächlich Kinder waren, die den aktuellen Schaden angerichtet haben, ist fraglich. Fakt ist aber: Ein Arm war plötzlich ab. Die Technischen Betriebe sperrten die Skulptur ab. Denn die Bruchstelle wies scharfe Kanten auf.

Jetzt wird also repariert: Die beiden Experten aus der Glockenstadt Gescher schweißen die Stelle und glätten sie danach.

Was zu der Beschädigung geführt haben könnte, wissen auch sie nicht. „Es muss schon viel Kraft dahinter gesteckt haben“, sagten sie. Allerdings wies die Skulptur, die in den 90er Jahren auf die Alleestraße kam, einen weiteren Riss auf. Auch den schlossen die Ziseleure.

Abgesperrt war die Skulptur erst mit Flatterband, später dann mit schweren Baustellen-Absperrungen. „Damit sich daran keiner weh tun kann“, erklärte TBR-Chef Michael Zirngiebl Ende Juli: „Wir müssen erst einmal schauen, wer sich mit so etwas auskennt.“ Jedenfalls, das zeige schon das Material, lasse sich das „nicht mal eben mit Kleber zumachen“, sagt Zirngiebl. Zuvor galt es noch, Urheber-Fragen zu klären. Denn: Bei den den Spielenden Kindern handelt es sich um Kunst.

Jetzt also ist die Fachfirma gefunden und bei der Arbeit. Alleestraße soll aufgehübscht werden

Mäzenin Ria Fresen hat die Spielenden Kinder gestiftet

Die Spielenden Kinder zählen zu den Skulpturengruppen, die die Stadt ihrer Mäzenin Ria Fresen zu verdanken hat. Sie führte über viele Jahre ein Modegeschäft auf der Alleestraße und wollte ihre Mitmenschen an ihrem Erfolg teilhaben lassen. So stiftete sie unter anderem die „Zange“ als Tor zur Alleestraße. Eine nach ihr benannte Stiftung fördert heute die Bildung und Ausbildung junger Menschen.

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