Alleestraße

Sinn-Leffers-Ruine soll zum Dritten Ort und RS Lab werden

Seit beinahe zehn Jahren steht der ehemalige Sinn-Leffers leer. Einst soll er zu einem Ort für Kultur und Bildung werden. Foto: Roland Keusch
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Seit beinahe zehn Jahren steht der ehemalige Sinn-Leffers leer. Einst soll er zu einem Ort für Kultur und Bildung werden.
  • Axel Richter
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Politiker diskutieren Zukunft der Allee: Rückkehr der Autos ist vom Tisch.

Remscheid. Eine Kletterhalle steht als Idee für die untere Alleestraße in den Plänen, dazu ein Escape-Room und Gastronomie. In der Mitte der Straße soll gewohnt werden, im oberen Bereich dagegen der Handel florieren: Mit Feinkost und bergischen Spezialitäten, hergestellt in Manufakturen.

So ungefähr stellen sich die Politiker die Alleestraße in einigen Jahren vor. Oder auch erst in Jahrzehnten, denn die Sanierung der darbenden Einkaufsmeile wird Zeit und Geduld brauchen.

Immerhin: Angestoßen ist der Prozess. Wie berichtet, fragten im Sommer 2020 Planungsbüros die Meinung der Bürger ab. Am Abend fand die Diskussion um die Zukunft der Innenstadt als politisches Fachgespräch in einer Videokonferenz ihre Fortsetzung. Darin hielten die beteiligten Ausschüsse für Stadtentwicklung, Kultur und die Bezirksvertretung Alt-Remscheid an der Idee einer Dreiteilung in verschiedene Quartiere fest. Der aktuell größte Leerstand soll zudem zum „Dritten Ort“ oder „RS Lab“ werden, wie es heißt.

Der Leffers-Ruine würde danach Platz für Kultur, Literatur und Bildung bieten und als neuer Magnet wirken. Allerdings schränkte Baudezernent Peter Heinze ein: „Wir sprechen hier von einem Großprojekt und von langen Realisierungszeiträumen.“ Es gehe zunächst um den Grunderwerb und nicht zuletzt um die Finanzierung. „Da muss also noch viel Gehirnschmalz investiert werden“, hielt Peter Heinze fest.

Konkret werden soll es dagegen in den nächsten zwei Jahren mit dem neuen Lichtkonzept für die Alleestraße. Fassaden, Bäume und Straßenraum sollen in neues Licht getaucht werden. Als Erstes sichtbar wird die Sanierung der Innenstadt voraussichtlich in der Alten Bismarckstraße. Die Kneipen dort werden nach aktueller Planung noch im Frühjahr Terrassen für Außengastronomie erhalten.

Verschwinden werden nach aktuellem Stand der Diskussion die Pavillons. Sie machen unter anderem für Radfahrer Platz. Für sie soll die Allee geöffnet werden. Die seit vielen Jahren diskutierte Rückkehr der Autos wird es dagegen nicht geben. Sie spielen in den Plänen für die Zukunft der Alleestraße keine Rolle mehr.

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