Überblick

Das macht das Seniorenbüro

Annette Mores, hier kurz nach der Eröffnung des Büros an der Alten Bismarckstraße, kümmert sich um die Anliegen älterer Menschen.
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Annette Mores, hier kurz nach der Eröffnung des Büros an der Alten Bismarckstraße, kümmert sich um die Anliegen älterer Menschen.
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Die Anlaufstelle an der Alten Bismarckstraße hilft älteren Menschen in vielen Bereichen.

Von Frank Michalczak

Remscheid. Angesichts hoher Inflation und explodierender Energiepreise machen sich ältere Menschen vermehrt Sorgen, finanziell über die Runden zu kommen. Diesen Eindruck hat der städtische Seniorenbeauftragte Ralf Krüger mit Blick auf die Anliegen jener Besucher gewonnen, die sich ans Seniorenbüro wenden. „Ein Beispiel unter vielen ist dafür ein älterer Mann, der in dieser Woche zu uns kam, weil er zum ersten Mal in seinem Leben Schulden hat, wie er erzählte.“ Zuhören und Beratungsstellen vermitteln – das sind zwei der Aufgaben, die das Team im Haus Alte Bismarckstraße 4 wahrnimmt. An dieser Stelle gibt es einen Überblick über den Leistungskatalog.

Bearbeitet das Team im Seniorenbüro Anträge auf Sozialleistungen?

Nein, dafür sind die Fachbehörden zuständig, zum Beispiel die Wohngeldstelle oder das Sozialamt. „Wir vereinbaren aber auf Wunsch Termine mit den zuständigen Kollegen“, erklärt Ralf Krüger. Zudem gebe es Hilfestellungen beim Ausfüllen von Formularen. „Und wir betonen immer wieder, dass sich die Besucher erneut an uns wenden können, wenn mal etwas nicht klappt“, sagt der Seniorenbeauftragte.

Diese Lotsenfunktion spiegelt sich auch bei der Vermittlung von Ansprechpartnern außerhalb der Verwaltung wider: etwa bei der Schuldner- oder Verbraucherberatung. „Aktuell gibt es eine ganze Flut an Anfragen zur neuen Grundsteuererklärung“, berichtet Ralf Krüger, der zwar einen großen Beratungsbedarf erkennt, aber bei diesem Thema passen muss. Dies sei eine Angelegenheit für den Steuerberater oder für sonstige Experten, etwa vom Verein Haus und Grund.

Hilft das Team bei den Themen Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht weiter?

Ja, und das sogar ohne Termin, sagt Ralf Krüger. „Unsere Türen stehen offen.“ Eine Mitarbeiterin der Verwaltung schaue regelmäßig vorbei, um die Dokumente zu beglaubigen, die somit rechtssicher werden. Auch in Rentenangelegenheiten und bei Fragen rund um eine Schwerbehinderung ist das Team zur Stelle, das vom Remscheider Seniorenbeirat unterstützt wird.

Zudem erfolgen regelmäßig Sprechstunden des Versorgungsamts. „Es ist wichtig, dass es weiterhin auch analoge Möglichkeiten gibt, mit den jeweiligen Ansprechpartnern Kontakt aufzunehmen“, sagt Ralf Krüger: „Nicht alle älteren Menschen sind in der Lage, dies über das Internet zu regeln.“

Ist das Seniorenbüro auch Treffpunkt für ältere Menschen?

Ja, aus dem Besucherkreis heraus habe sich zum Beispiel die Gruppe „Plausch und Plunder“ gebildet, die sich regelmäßig zum Austausch trifft. „Wir wollen der Vereinsamung entgegenwirken“, beschreibt der Seniorenbeauftragte das Ziel.

Zudem stehen seit einigen Wochen niedrigschwellige Computerkurse bei einem gemeinsamen Projekt mit der Remscheider Volkshochschule auf dem Programm. Ein EDV-Dozent erklärt dabei zum Beispiel, wie ein Laptop eingerichtet wird oder wie sich Termine bei der Stadtverwaltung online vereinbaren lassen. Die Nachfrage war zuletzt so groß, dass Zusatztermine angeboten werden. Diese kostenfreien Kurse finden jeweils samstags statt, und zwar am 26. November und am 10. Dezember von 14 bis 16 Uhr im Seniorenbüro. Dabei stehen sechs Plätze zur Verfügung.

Wann ist das Seniorenbüro geöffnet und wie ist es für Interessierte zu erreichen?

Montags bis freitags von 10 bis 12 Uhr sowie montags bis donnerstags von 14 bis 16 Uhr ist Annette Mores als Ansprechpartnerin vor Ort. Infos auch zur Freizeitgruppe – „Plausch und Plunder“ – gibt es während der Öffnungszeiten am Telefon, (0 21 91) 4 64 53 50. Hier werden auch Anmeldungen für die Computerkurse entgegengenommen.

Bürgerdialog mit Oberbürgermeister

Gespräch: Am kommenden Dienstag, 18. Oktober, sucht Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz das Gespräch mit den Besuchern im Seniorenbüro. Wer Anregungen hat oder auch Kritik äußern will, ist von 14.30 bis 16.30 Uhr im Haus Alte Bismarckstraße 4 willkommen. Seit Beginn seiner ersten Amtszeit 2014 ist Mast-Weisz regelmäßig im Stadtgebiet unterwegs, um Interessierten außerhalb des Rathauses die Gelegenheit zu geben, mit ihm zu sprechen.

Beirat: Um Themen der älteren Generation geht es auch bei der Sitzung des Seniorenbeirats am nächsten Donnerstag, 20. Oktober. Das Gremium tagt unter Vorsitz von Gundula Michel im großen Sitzungssaal des Rathauses. Unter anderem geht es ab 10.30 Uhr um barrierefreie Zugänge zu den Bahnhöfen und um neue Sitzgelegenheiten auf der Werkzeugtrasse und am Teo Otto Theater. Zuhörer sind willkommen.

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