Beirat

Senioren in Finanznot schnell helfen

Annette Mores kümmert sich im Seniorenbüro um die Anliegen älterer Menschen.
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Annette Mores kümmert sich im Seniorenbüro um die Anliegen älterer Menschen.
  • Frank Michalczak
    VonFrank Michalczak
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Beirat erwartet angesichts steigender Energiekosten Handlungskonzept der Stadt.

Remscheid. Bei einer Sondersitzung will der Seniorenbeirat klären, wie sich das Sozialamt auf den steigenden Beratungsbedarf älterer Menschen einstellen will. Denn in Zeiten massiv wachsender Energiepreise könnten viel mehr Rentnerinnen und Rentner als bisher auf finanzielle Hilfe angewiesen sein. OB Burkhard Mast-Weisz sagte gestern seine Teilnahme an der Zusammenkunft zu, die für den September terminiert wird.

Die Lage sei jetzt schon ernst, erklärte der städtische Seniorenbeauftragte Ralf Krüger in dem Gremium, das unter der Leitung von Gundula Michel (CDU) an diesem Donnerstag tagte. „Und ich mache mir große Sorgen, wie das für die älteren Menschen im Winter weitergeht.“ Immer mehr Ratsuchende bitten um Unterstützung im Seniorenbüro am Markt. Mitarbeiterin Annette Mores helfe zwar gerne weiter, sei aber mit der Flut an Anfragen über mögliche Finanzhilfen zunehmend überfordert. „Dies ist auch nicht ihre originäre Aufgabe“, stellte Gundula Michel fest.

Es gelte, die Strukturen innerhalb der Verwaltung zu verändern und vor allem die Erreichbarkeit der Mitarbeiter in der Sozialbehörde zu verbessern. „Wir sind die Einzigen, bei denen die Türen offen sind. Das war schon bei Corona so“, erklärte Ralf Krüger über die Dienste der Anlaufstelle.

In dieser könnte es künftig offene Sprechstunden von Verwaltungsmitarbeitern geben, schlug Krüger vor. Denn manches lasse sich besser von Angesicht zu Angesicht klären – und nicht am Telefon, wobei die Kontaktaufnahme auch nicht immer leicht sei. Eine neue Hotline für Fragen rund um die Grundsicherung könne aber dazu beitragen, den Beratungsbedarf zu stillen, der erheblich sein dürfte. „Wir müssen die Dienstleistung zu den Menschen bringen“, hob Krüger hervor, der dazu bereits das Seniorenbüro nutzt.

Unter anderem stehen hier regelmäßig Sprechstunden des Versorgungsamts an und auch Hilfen in Sachen Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht. Nun könnte sich zu diesem Spektrum die Beratung zur finanziellen Absicherung gesellen – für Notsituationen, die auf ältere Menschen durch Mehrkosten für Gas und Strom zukommen. Zuweilen sei hier schnelle Unterstützung erforderlich, weil bei Zahlungsproblemen Fristen zu beachten seien, erklärte der Seniorenbeauftragte.

Er regte ein Handlungskonzept an, um Ratsuchenden möglichst unbürokratisch zu helfen. Das Seniorenbüro könne zwar seine Öffnungszeiten erweitern, sei aber mit all den Anforderungen schon jetzt überlastet. „Es geht einfach nicht mehr so weiter“, hob Gundula Michel hervor, die das bei der Remscheider Stadtverwaltung „klar zum Ausdruck“ bringen will.

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