Neuer Bezirksbürgermeister

Sebastian Hahn ist ein „echter Lütterkuser“

Sebastian Hahn vor dem Lüttringhauser Rathaus.
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Sebastian Hahn vor dem Lüttringhauser Rathaus.

Für den 38-Jährigen ist es das erste politische Amt. Er möchte Lüttringhausens Naherholungsqualität erhalten.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Das gehörte zu den Überraschungen nach der Kommunalwahl: Lüttringhausen muss ohne das Gespann Stuhlmüller / Heuser auskommen. Nachdem zunächst der eine Bezirksbürgermeister war und der andere sein Stellvertreter, tauschten Heinz Jürgen Heuser (SPD) und Andreas Stuhlmüller (CDU) für die vergangene Ratsperiode die Rollen. Doch damit ist es nun vorbei. Zwar wurde Heuser erneut Bezirksbürgermeister, und auch Stuhlmüller bleibt der Bezirksvertretung erhalten, der neue stellvertretende Bürgermeister ist jedoch jemand anderes: Sebastian Hahn.

Für den 38-Jährigen das erste politische Amt in seiner noch jungen politischen Karriere. Erst Anfang 2019 war er in die CDU eingetreten. „Ich war auf der Suche nach einem Ehrenamt“, berichtet er im RGA-Gespräch. Und so kam es, dass er auf der gleichen Sitzung, auf der er Mitglied wurde, auch direkt als Beisitzer in den Vorstand der Lüttringhauser CDU gewählt wurde. Und dass man ihn bald darauf fragte, ob er nicht für die Bezirksvertretung kandidieren wolle.

Der Rest war Wählerwille. Und hatte auch damit zu tun, dass Stuhlmüller Platz für jüngere machen wollte. Bei der konstituierenden BV-Sitzung bekam Sebastian Hahn zehn von zehn möglichen Stimmen und ist seither stellvertretender Bezirksbürgermeister von Lüttringhausen. „Ich betrachte das auch als eine Art Probezeit. Nicht ob ich das kann, sondern ob ich das will.“

Hahn ist neu in der Kommunal-Politik – und macht daraus auch keinen Hehl. Per Webinar und in Gesprächen mit Parteifreunden lernt er dazu. „Mit öffentlichem Recht hatte ich bisher nichts am Hut“, sagt er. Doch zum Glück gebe es in der CDU Lüttringhausen „sehr viele, sehr langjährige“ Mitglieder, die ihn unterstützten.

Beruflich ist der gelernte Industriekaufmann, der berufsbegleitend studiert hat, im Einkauf tätig. Nach vielen Jahren beim Werkzeughersteller Gedore seit einigen Monaten beim Schirm-Lieferanten Fare, beides Unternehmen mit Sitz in Lüttringhausen. Wo er auch seit Geburt wohnt, wie Hahn betont: „Ich bin ein waschechter Lütterkuser.

Und so sind ihm auch die Themen des Stadtteils längst vertraut: „Kinderbetreuung ist ein großes Thema“, sagt er. Dazu Wohnen und Verkehr. Lüttringhausen punkte mit einer guten Naherholungsqualität. „Da sind wir echt gesegnet, das muss man erhalten.“ Die Altstadt, vor allem die Gertenbachstraße, könnte hingegen noch etwas mehr Leben vertragen. Erreichen will Sebastian Hahn das in Kooperation mit allen Parteien in der BV. Dort habe sich die Zusammenarbeit in den letzten Jahren durch eine gute Portion Pragmatismus ausgezeichnet, sagt er: „Wir haben doch alle ein gemeinsames Ziel.“

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