Schwertransport

Schwierigkeiten beim Verladen der 70-Tonnen-Maschine

Nur mittels einer Fly-over-bridge kann die 70-Tonnen-Maschine aus der Lempstraße abtransportiert werden.
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Nur mittels einer Fly-over-bridge kann die 70-Tonnen-Maschine aus der Lempstraße abtransportiert werden.

Die CNC-Schleifmaschine sollte mit Hilfe einer „Fly-over-bridge“ auf einen Lkw verladen werden - dabei gab es einige Schwierigkeiten.

Von Michelle Jünger

Remscheid. Noch bis Samstag werden die Arbeiten in der Lempstraße dauern, um die provisorische Brücke abzubauen, die notwendig war, um die 70 Tonnen schwere CNC-Schleifmaschine aus dem ehemaligen Thyssen-Krupp-Gerlach-Werk abzutransportieren.

70 Tonnen schwere Maschine „fliegt“ über Straßenbrücke

Am Donnerstag war der Stichtag – da sollte die Maschine am Morgen aus der alten Industriehalle über die „Fly-over-bridge“ auf den Lkw verladen werden. Trotz aller Messungen, Berechnungen und 3D-Ansichten von jedem Arbeitsschritt, stieß das Team um Projektleiter Markus Rohde und Denis Marinkovic von der Abteilung Schwertransporte bei DB Schenker, am Morgen auf Schwierigkeiten.

Abgesehen davon, dass das große Gerät im letzten Winkel des verlassenen Gebäudes gestanden hätte, sei das Projekt zeitlich beinahe an der Deckenhöhe und dem Ausgangstor gescheitert, so Rohde, der auch bereits die Anlieferung vor vier Jahren begleitet hat. „Nach oben hatten wir einen Zentimeter Platz, vielleicht zwei“, sagt Denis Marinkovic. Der Vorgang die CNC-Schleifmaschine raus zu holen, habe so sehr langsam erfolgen müssen und viel Zeit gekostet. Auch mussten aufgrund des Platzmangels manche Teile abmontiert werden. Bevor es weitergehen konnte, musste vor der Halle zunächst wieder alles dran geschraubt werden.

Fehlende Polizeieskorte hemmt den endgültigen Abtransport

Der Plan B hätte laut Markus Rohde vermutlich den Zeitplan gesprengt. Dafür hätte das Gerät zurück in die Halle gefahren und abgeladen werden müssen, um dann das Fahrgestell tiefer zu legen. Etwa drei Zentimeter hätten sie dadurch gewinnen können, vier bis fünf Stunden wären dadurch verloren gegangen.

Zum Glück hat es aber doch gepasst. Verzögerungen waren im Zeitplan vorgesehen, wodurch dieser auch weiterhin eingehalten werden konnte. Am späten Nachmittag sollte der „Flug“ der Maschine entsprechend beendet sein.

In den Ruhestand geht die kaum gelaufene Maschine allerdings nicht. Sie wird von Remscheid zur Firma Junker nach Tschechien reisen, dort aufgearbeitet und dann zum Käufer weiter transportiert. Dieser Kauf stehe auch bereits länger fest.

Allerdings gibt es auch an dieser Front gerade Probleme, fügt Denis Marinkovic hinzu. Die Polizei Wuppertal könne nur eine Stunde am Freitagmorgen für die Polizeieskorte des Schwertransportes anbieten. Damit wäre nach bisherigem Stand spätestens an der Raststätte Remscheid Schluss, der Transport müsse dann dort für bisher unbestimmte Zeit pausieren. Dort stehe sie aber besser als in den schmalen Remscheider Straßen.

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