Schüler Helfen Leben

Schüler sammeln Geld für Südosteuropa

Katharina Nguyen (18) und Schülersprecherin Seydan Sahan (17) hoffen auf viele Spenden. Foto: Roland Keusch
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Katharina Nguyen (18) und Schülersprecherin Seydan Sahan (17) hoffen auf viele Spenden.

Das Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium unterstützt die Organisation „Schüler Helfen Leben“.

Von Alexandra Dulinski

Remscheid. Einmal im Jahr verlassen die Neuntklässler des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums ihre Schulklassen, um einen Tag lang in einen Beruf einzutauchen – im Büro der Eltern, beim Gärtner, Bäcker oder Konditor. Den Lohn, den sie für diesen sogenannten Sozialen Tag erhalten, spenden sie an die Organisation „Schüler Helfen Leben“. Diese fördert Jugend- und Bildungsprojekte in Südosteuropa, Jordanien und Deutschland. Im Vordergrund stehen dabei Themen wie Antidiskriminierung, Jugendengagement und die Unterstützung von Geflüchteten.

In diesem Jahr muss dieser Soziale Tag allerdings coronabedingt entfallen. Die Schülervertretung des Gymnasiums hat sich deshalb eine Alternative einfallen lassen. Eine Spendenaktion – nicht nur schulweit, sondern stadtweit. Die Schüler wollen Firmen ansprechen, auf sich und die Organisation aufmerksam machen.

„Letztes Jahr haben wir die Organisation ein bisschen im Stich gelassen“, erklärt Schülersprecherin Seyda Sahan. Denn auch im vergangenen Jahr musste die Aktion der Neuntklässler bereits ausfallen. In diesem Jahr wollen die Schülerinnen und Schüler deshalb umso mehr helfen. Ihr Motto dabei: „Junge Menschen unterstützen Gleichaltrige in der ganzen Welt“, sagt Sahan.

„Auch wenig Geld kann Großes bewirken.“

Seyda Sahan, Schülersprecherin

Mit Berichten werden die Schüler des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums über die Projekte auf dem Laufenden gehalten, die sie mit ihrer Spende unterstützen. Zuletzt habe es beispielsweise künstlerische Workshops in Serbien gegeben, bei dem Kinder und Jugendliche die Kultur der Roma kennenlernen konnten. Die Remscheider Schüler selbst haben wiederum die Möglichkeit, weitere Ideen einzubringen, berichtet die 17-Jährige.

Sie weiß auch von einem Projekt in Nordmazedonien. Dort unterstützt Schüler Helfen Leben junge Menschen dabei, ihre eigenen Interessen aktiv zu vertreten und sich in der Gesellschaft einzubringen. „Es ist gut, wenn Jugendliche sich selbst zusammentun. Unser Engagement verleitet andere Jugendliche dazu, sich auch zu engagieren“, sagt Sahan.

In diesem Jahr könne der Fokus aber weniger auf Engagement liegen, vermutet Seyda Sahan. „Wir müssen schulische Bildungsmöglichkeiten am Leben erhalten“, sagt sie. Denn die Corona-Pandemie hat die Schüler vor Ort getroffen: Sie haben nicht die gleichen Voraussetzungen wie die Schüler in Deutschland – ob finanziell, familiär oder bildungstechnisch. Sahan: „Indem wir hier etwas auf die Beine stellen können, können wir Antrieb geben und motivieren.“ Es sei schade, wenn der Elan junger Menschen verlorengehe. „Wir wollen den anderen zeigen: Wir haben euch nicht vergessen. Das ist ein Aspekt der Solidarität, der spielt auch in Corona-Zeiten eine Rolle“, sagt die Schülersprecherin.

145 Schulen beteiligen sich bundesweit an der Organisation. „Wenn jedes Jahr ein Jahrgang einen Tag lang arbeiten geht, kommen bis zu 30 Millionen Euro zusammen“, sagt Sahan. Sie hofft darauf, dass die Schüler nun – auch ohne den Sozialen Tag – in den Pausen etwas spenden. „Auch wenig Geld kann Großes in den Entwicklungsländern und für die Schüler, die dort leben, bewirken“, sagt sie. Zu sehen, dass sie wirklich etwas bewirken können, „ist ein Motivationskick“, beschreibt Seyda Sahan. Das gute Gefühl, zu spenden, solle deshalb nicht nur auf ihre Schule begrenzt sein.

Spenden

Bis zum 30. Juni sammeln die Schüler des EMA-Gymnasiums Spenden für die Organisation „Schüler Helfen Leben“. Interessierte können sich für die Kontodaten an Seyda Sahan wenden: seyda-sahan@outlook.de

Informationen zur Organisation und zu den Projekten gibt es unter www.schueler-helfen-leben.de

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