Tradition

Schlawiner verteilen 1600 Tafeln Schokolade

Zahlreiche Helfer beteiligten sich an der Aktion der Schlawiner und verteilten wieder Nikolausüberraschungen. Foto: Michael Schütz
+
Zahlreiche Helfer beteiligten sich an der Aktion der Schlawiner und verteilten wieder Nikolausüberraschungen.

Nikolausaktion im Lüttringhauser Ortsteil Klausen.

Von Peter Klohs

Remscheid. Am Abend des zweiten Advents durch Lüttringhausen zu gehen, kann eine bereichernde Erfahrung sein. Der Stadtteil ist bemerkenswert still, von wenigen Autos abgesehen, in vielen Fenstern stehen Adventslichter, die Pyramidenform herrscht vor, manche Häuser sind sehr farbenfroh und fantasievoll mit Lichterketten oder -figuren geschmückt, da leuchtet ein Schneemann, dort ein Rentier.

Wenige Menschen sind unterwegs. Am Gebäude, in dem die Schlawiner ihren Platz gefunden haben, ist jedoch einiges los. Kleine Gruppen von vier oder fünf Freiwilligen schauen auf Stadtpläne, diskutieren darüber, wie sie die geplante Strecke bewältigen können und gehen alsdann zügig los: Die Nikolausaktion der Schlawiner hat begonnen.

„Die Tradition, die Bewohner des Stadtteils an Nikolaus mit einem kleinen Geschenk zu bedenken, gibt es bei uns schon lange“, weiß die Geschäftsführerin des Jugendzentrums, Stefanie Hosters, zu berichten. Die exakte Jahreszahl hat sie nicht parat, aber: „Ich habe früher schon einmal hier gearbeitet, um das Jahr 2000 herum. Also mindestens 20 Jahre lang.“

Nach der Rückkehr gab es Kaffee und Gebäck

Ehrenamtliche, Mitarbeiter der Schlawiner, Vorstandsmitglieder und Kinder gehen quer durch Klausen und befüllen die Briefkästen der Anwohner, mit 1600 Tafeln Schokolade. „Früher hatten wir mal ganze Tüten“, erinnert sich Stefanie Hosters. „Die konnte man einfach vor die Haustüren stellen. Heute haben wir die Schokolade, und die muss in die Briefkästen. Wir klingeln nicht an den Häusern und verrichten unser Werk gerne im Stillen.“

Die Kinder und Jugendlichen seien stark motiviert, bei dieser Aktion mitzumachen. Zehn von ihnen gehen mit. Der Jugendbereichsleiter der Einrichtung, David Escribano, hat seine Gruppe beisammen und zieht los, Richtung Karl-Arnold-Straße, wo das große Hochhaus steht. Ein festlich beleuchtetes Haus liegt auf dem Weg, Fotos werden gemacht, die Stimmung ist gut. Bei der Rückkehr der Gruppen steht Kaffee oder anderes Getränk und Kuchen bereit. In einer Stunde, so schätzt Stefanie Hosters, sollte die letzte Gruppe wieder bei den Schlawinern eingetroffen sein.

„Anja Westfal, die für die Stadtteilarbeit zuständig ist, hat so tolle Stadtpläne entworfen und farblich gekennzeichnet“, erzählt die Geschäftsführerin. „Die Strecken sollen ja nicht zu lang werden.“ Die acht Touren sind moderat angelegt. Lange Straßen, wie die Hans-Böckler-Straße oder die Lockfinker Straße, wurden geteilt. Kleine Anmerkungen im Plan bezeugen die gute Vorbereitung der Aktion: „Hausmeister des Leibniz-Gymnasiums nicht vergessen“ steht da. Eine schöne Aktion, die viele Anwohner in Klausen sicher zu schätzen wissen.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Drei Einbrüche in Remscheid
Drei Einbrüche in Remscheid
Drei Einbrüche in Remscheid
37-Jähriger muss auf Dauer in Psychiatrie
37-Jähriger muss auf Dauer in Psychiatrie
37-Jähriger muss auf Dauer in Psychiatrie
Schwere räuberische Erpressung: Verdächtiger in Untersuchungshaft
Schwere räuberische Erpressung: Verdächtiger in Untersuchungshaft
Schwere räuberische Erpressung: Verdächtiger in Untersuchungshaft
Mit positivem Test auch ohne Anordnung in Quarantäne
Mit positivem Test auch ohne Anordnung in Quarantäne
Mit positivem Test auch ohne Anordnung in Quarantäne

Kommentare