Pilz- und Käferbefall

Schaden am Röntgen-Museum ist laut Gutachten gering

Der historische Teil des Röntgen-Museums, das Haus Oelbermann, wird derzeit saniert. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1803.
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Der historische Teil des Röntgen-Museums, das Haus Oelbermann, wird derzeit saniert. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1803.

Erleichterung bei Gebäudemanager Thomas Judt.

Von Melissa Wienzek

Remscheid. Der Schaden am alten Trakt des Deutschen Röntgen-Museums, dem Haus Oelbermann, fällt gering aus. Das hat das Gutachten eines Sachverständigen ergeben, das der Stadt nun vorliegt. „Wir haben darin keine großen Überraschungen erfahren“, sagt Judt auf RGA-Nachfrage.

Der Knackpunkt: Durch eingedrungene Feuchtigkeit haben sich verschiedene Pilzarten auf das Holz hinter der Schieferfassade gesetzt. Zudem hat sich an zwei weiteren Stellen der Bunte Nagekäfer, auch Totenuhr genannt, durch die Eichenbalken geknabbert. „Bei beidem handelt es sich aber um ein geringes Ausmaß“, erklärt Thomas Judt. Befürchtungen, die Stadt saniere hier ein Fass ohne Boden, bestätigten sich nicht. „Wir werden des Problems Herr.“

Das Schadensbild sei für ein mehr als 200 Jahre altes Gebäude nicht ungewöhnlich. Der verschieferte Trakt des Deutschen Röntgen-Museums wurde 1803 errichtet. „Da lösen sich schon mal Nägel, denn das Holz arbeitet. In diese Spalten kann dann leicht Feuchtigkeit eindringen. Das ist nichts Besonderes.“ Froh ist der Gebäudemanager, dass der Gutachter keinen Hausschwamm ausgemacht hat. „Dann hätten wir ganz anders sanieren müssen.“

Einzelne Eichenbalken oder Teile derer werden nun ausgetauscht. Für die Arbeiten musste der Schiefer abgetragen werden. Im Anschluss an den Balkenaustausch erhält das Haus Oelbermann also auch eine neue Verschieferung. Die Arbeiten an der Fassade laufen indes weiter. Thomas Judt hofft, dass die Sanierung noch dieses Jahr im „Röntgen-Jahr 2020“ abgeschlossen werden kann.

Kosten bleiben im Rahmen – zusätzliche Mittel freigegeben

Auch der geplante Kostenrahmen wird wohl eingehalten werden können – wenn sich nicht wider Erwarten Überraschungen auftun. Zu den 330 000 Euro wurden nun noch einmal weitere 80 000 Euro für die Sanierung des Hauses Oelbermann freigegeben.

Nachdem im vergangenen Jahr die rückwärtige Fassade und Teile des Holzwerks an der Wallstraße saniert wurden, werden dieses Jahr die restlichen Fenster, Schlagläden und das Holzwerk des Fachwerkhauses restauriert. Dabei werden Altlacke entfernt, Fensterscheiben neu verkittet und das Holz mit Öl gestrichen. Zum Schluss werden Sockel und Treppenanlage instandgesetzt.

Es erinnert ein wenig ans Haus Cleff, auch wenn das Ausmaß nicht dasselbe ist: Bei der Fassadensanierung des alten Traktes des Deutschen Röntgen-Museums, des Hauses Oelbermann, erlebten die Stadt und die Restauratoren der Duisburger Firma Rosendahl jetzt eine Überraschung. Die Balken sind marode und teilweise von Insekten zerfressen.

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