Eventgarten

Sasha verzaubert 350 Besucher musikalisch

Sasha & Band servierten im Eventgarden musikalische Leckerbissen.
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Sasha & Band servierten im Eventgarden musikalische Leckerbissen.

Der „König des Pop-Mainstreams“ begeisterte sein Publikum im Eventgarden.

Von Peter Klohs

Remscheid. In der Konzertankündigung für den Mittwochabend stand schlicht: Sasha und Band. Dass einer der erfolgreichsten deutschen Pop-Exporte, der dazu aus NRW stammt, überhaupt beim Open-Air-Eventgarden auf dem Remscheider Schützenplatz spielte, darf als kleine Sensation gewertet werden. Denn Sasha ist nicht irgendwer: Der oftmals als „König des Pop-Mainstreams“ abgestempelte Musiker hat es international auf 16 goldene und sechs Platinschallplatten gebracht.

Darüber hinaus wurde er mit vier Echos, einem Bambi, einer Goldenen Kamera und dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. Irgendetwas muss also dran sein an seiner Musik. Rund 350 Gäste, zumeist Freunde und Fans des 50-jährigen Soesters, wollten sich musikalisch verzaubern lassen.

Zunächst einmal überraschte die Größe seiner Band: Direkt neun Begleitmusikerinnen und –musiker tummelten sich auf der großen Bühne, zwei Bläser und zwei Background-Sängerinnen, dazu zwei Gitarristen, Bass, Keyboards und Schlagzeug. Sasha kündigte eine Party an.

Viel Positives ist von dem musikalischen Geschehen am Mittwochabend zu berichten, angefangen vom wirklich genial abgemischten Live-Sound. Druckvoll und genau in der richtigen Lautstärke kam Sashas Musik bei den Gästen an; jedes Instrument war klar und deutlich zu hören, einen besseren Live-Sound kann man sich nicht wünschen.

Sasha eröffnete das Programm mit „Waterfalls“, ein dynamischer Song im angenehmen Midtempo, gefolgt von „Good Days“, bei dem die Band schon einen Gang zulegte und einen treibenden Funk-Rhythmus ins Publikum schickte. Sasha ließ sich anstecken, verkündete, dass er ja eigentlich schon immer ein Rapper gewesen ist – und rappte. Von den fetten Bläsersätzen unterstützt klang das schon ein wenig wie in einer von Hiphoppern besuchten Disco in der Hauptstadt.

Eventgarten in Remscheid: Besucher haben Spaß und amüsieren sich königlich

Eines war zu diesem frühen Zeitpunkt im Konzert schon klar: Irgendwas hat er Mann, dass das Publikum nicht in ihren Liegestühlen verharren lässt, dass sich Menschen tanzend über das ganze Gelände verteilen: Die Musik groovt und swingt, die Band ist gut, Bläser und Sängerinnen machen eine Menge Druck.

Die Musik ist erstklassig arrangiert, nur selten störten die etwas zu penetranten Streicher-Samples der Keyboards den vorzüglichen Gesamteindruck. Nicht alles klappt in der ersten halben Stunde des Konzertes: Sasha versemmelt einen Einsatz und lacht sich scheckig darüber.

Das Intro des nächsten Songs gestaltet er wie den Auftakt eines Erweckungsgottesdienstes in den USA („Can I have a Halleluja?“), steigert die Spannung ins beinahe Unerträgliche und landet dann bei „I feel lonely“, einem seiner größten Hits.

Was die Reggaemusik mit dem souligen Intro zu tun hat, bleibt ungelöst, ist den meisten Besuchern aber auch egal. Sie feiern, haben Spaß und amüsieren sich königlich. Dass der Bandleader mehr kann als süffige Popmelodien zu schreiben, beweist er in einem Blues, zu dem er selbst Mundharmonika spielt und der jedem Blues-Club in New Orleans zur Ehre gereichen würde. Ein cooler Swingtitel schließt sich an. Die Vorstellung einer Bar in Las Vegas ist nicht völlig von der Hand zu weisen.

„Lucky Day“ ist ein weiterer seiner großen Hits und Sasha zelebriert das Uptempo-Stück, tanzt ansatzweise, hat immer noch Spaß und feuert seine Mitmusiker an.

Und dann kommt das große „Aber“. Viel Positives bisher, gute Stimmung, tolle Musik. Nach exakt einer Stunde verkündet Sasha das letzte Stück. „Die Legende sagt, dass es da ein dreisilbiges Wort geben soll, dass unter Umständen die Musiker zu weiteren Beiträgen anstacheln kann. Vielleicht hören wir es ja.“ Der Scherz kommt halbgar rüber, man sieht die Fragezeichen in so manchen Gesichtern. Ein Stündchen – nicht mehr? Natürlich schallt „Zugabe“ über den Schützenplatz, und die Band gibt bei „Never give it up“ noch einmal alles und beschließt mit Sashas ersten Hit „If you believe“ nach 83 Minuten das Konzert.

Konzerte

Am Freitag geben sich die Söhne Mannheims auf dem Schützenplatz die Ehre (20.15 Uhr). Am Samstag steht Schlager auf dem Programm. Die Remscheider Sängerin Pia Sophie Remmel eröffnet um 19 Uhr den Konzertabend, in dessen Mittelpunkt der Auftritt der Schweizer Sängerin Beatrice Egli steht. Am Sonntag endet der Eventgarden mit einem Konzert des aus Hamburg stammenden Stefan Gwildis und Band.

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