Bald wird Aufzug gebaut

Sanierung von Haus Cleff: Wo kommt der Eingang hin?

Die Firma Kramp & Kramp aus Lemgo arbeitet gerade die Türen auf. Die Fassade sieht ansonsten schon wieder sehr schön aus.
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Die Firma Kramp & Kramp aus Lemgo arbeitet gerade die Türen auf. Die Fassade sieht ansonsten schon wieder sehr schön aus.

Dach und Fassade glänzen, der Lehmbau ist gefüllt, die Haupteingangstüren sind fertig, lagern aber noch so lange in den Werkstätten, wie gebaut wird.

Von Melissa Wienzek

Remscheid. Die Sanierung von Haus Cleff schreitet voran. In Kürze wird der Aufzug gebaut, dessen Fertigstellung für Sommer geplant ist. Auch die Planungen der Fluchtwege, des Brandschutzes, der Heizungsanlage und des Lichtkonzepts sind im Wesentlichen abgeschlossen. Als Nächstes werden die Geschossdecken ertüchtigt. Kosten für die Sanierung bislang: 12 Millionen Euro.

Doch von wo aus sollen Besucher künftig das denkmalgeschützte Haus betreten? Darüber diskutiert die Kommission „Bau- und Konzeptbegleitung Haus Cleff“ kontrovers. Der Konzeptvorschlag sieht vor, einen zusätzlichen barrierefreien Eingang auf der Rückseite des Gebäudes zu schaffen, denn hier wird auch der Aufzug gebaut. So könne der Museumskomplex Haus Cleff, Deutsches Werkzeugmuseum, Kontor, Haus und Halle Berger optisch wie inhaltlich verbunden werden, so die Idee. Gegenüber könnte ein Neubau mit Café, Museumsshop und Empfang für alle Ausstellungen entstehen. Für Trauungen im Hause wäre allerdings der Zutritt von vorne stilvoller.

Beatrice Schlieper, die für den Förderverein Haus Cleff ebenfalls in der Kommission ist, plädiert für einen Eingang vorn – schließlich trifft der Besucher zunächst auf die Frontseite, wenn er vom Parkplatz oder vom Bus kommt. „Zudem ergibt sich für mich der Eindruck, als sei das Konzept schon in Stein gemeißelt. Das ist nicht so“, erklärte sie am Dienstagabend in der Sitzung des Aussschusses für Kultur und Weiterbildung. Hier sitzt sie für die Grünen.

Alles über das denkmalgeschützte Haus Cleff 

Es sei noch nichts endgültig festgeschrieben, erklärte der Ausschussvorsitzende Karl Heinz Humpert (CDU). „Aber wir sind auch nicht bei Punkt null.“ Jetzt gehe es um die innere Ausgestaltung.

Auch dafür gibt es schon Konzeptideen. Unter anderem soll sich die Ausstellung um die Bewohner und die Chronologie der Baugeschichte drehen. Zudem soll es Platz für Wechselausstellungen, für die Künstler Arntz und Hasenclever sowie für Trauungen geben.

Fritz Beinersdorf (Linke) sieht in den aktuellen Planungen kein schlüssiges Konzept. „Was mir insgesamt fehlt und was auch Michael Schwerdtfeger vom Förderverein des Deutschen Werkzeugmuseums mehrfach bemängelt hat, ist der fehlende Zusammenhang zwischen Werkzeugmuseum und Haus Cleff.“ Dies fehle im Konzept. „Sonst haben wir dort später zwei Museen.“ Die Bau- und Begleitkommission trifft sich wieder am 8. Juni.

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