Bürger sollen einbezogen werden

Sanierung von Haus Cleff schreitet wie geplant voran

Die Firma Kramp & Kramp aus Lemgo arbeitet gerade die Türen auf. Die Fassade sieht ansonsten schon wieder sehr schön aus. Foto: Roland Keusch
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Die Firma Kramp & Kramp aus Lemgo arbeitet gerade die Türen auf. Die Fassade sieht ansonsten schon wieder sehr schön aus.

Die bergische Perle wird weiter aufpoliert: Auch über den Winter wurden die Arbeiten am Haus Cleff fortgeführt.

Von Melissa Wienzek

Wer in diesen Tagen in Hasten vorbeifährt, wird bereits eine strahlende Außenhülle sehen. Die Türen sind derzeit mit Brettern verrammelt. Warum und wie es weitergeht am bergischen Rokokohaus:

Stand: Bei so einem alten Gebäude – Haus Cleff wurde 1778/79 für die Kaufleute Hilger errichtet – sei ein genauer Zeitplan immer schwierig, sagt Stadtkämmerer und Kulturdezernent Sven Wiertz (SPD). „Aber bislang sind alle Schritte im Zeitplan, wir sind sehr zufrieden.“ Die fehlenden Türen werden gerade in der Werkstatt aufgearbeitet. Derzeit würden noch kleinere Beiarbeiten innen und außen geregelt. Zudem stimmen sich alle Beteiligten momentan über die nächsten Schritte ab, sagt Sven Wiertz. Ursprünglich wollte die Verwaltung am 15. Februar in der Sitzung des Kulturausschusses über den aktuellen Stand berichten – das Treffen fällt wegen der Pandemie jedoch aus. Womöglich werde man dann im Frühjahr berichten.

Kosten: Die Ausschreibungen für die Arbeiten an Dach und Fassade erfolgten laut dem Gebäudemanagement der Stadt „zum Glück alle noch vor den erheblichen Preissteigerungen und Lieferengpässen“. Zudem habe man zum damaligen Zeitpunkt, obgleich man den Fokus auf besonders qualifizierte Fachfirmen gelegt hatten, günstige Ausschreibungsergebnisse erzielt. „Natürlich ergeben sich bei so einem besonderen Objekt wie Haus Cleff immer zusätzliche Ausführungsdetails und unvorhergesehene Arbeiten, diese konnten jedoch alle finanziell aufgefangen werden“, heißt es vom Gebäudemanagement. Somit liege die Stadt mit der Maßnahme „Sanierung Dach und Fach von Haus Cleff“ im Budget und werde dieses auch nach Fertigstellung der Restarbeiten, wie den Aufbau des Risalits für den Aufzug, nicht überschreiten.

Außendarstellung: „Wir arbeiten derzeit an der Frage, wie wir die Bauarbeiten nach außen stärker darstellen können“, sagt der Kulturdezernent. In diesen Tagen laufen dazu Gespräche, es gebe erste Ideen. Im Boot sei natürlich auch der Förderverein. Das Haus werde sukzessive wieder zum Leben erweckt – und daran wolle man die Bürgerinnen und Bürger teilhaben lassen. Schließlich sollen sie „ihr“ Haus Cleff nach der Sanierung wieder regelmäßig besuchen.

Restaurator: Die restauratorische Instandsetzung von Holzwerk, Fenstern und Türen wird von der Firma Kramp & Kramp GmbH + Co. KG aus Lemgo ausgeführt. Die Firma hat die Arbeiten an Haus Cleff umfänglich auf ihrer Internetseite dokumentiert:

www.kramp-lemgo.de/projekte/haus-cleff-remscheid/

Standpunkt: Identifikation schaffen

Von Melissa Wienzek

melissa.wienzek@rga.de

Während es aus Lennep in diesen Tagen schlechte Nachrichten gibt, herrscht in Hasten Freude. Denn obwohl Baustoff- und Materialpreise überall explodiert sind und Baustellen wegen Lieferengpässen ruhen, ist die Stadt beim Haus Cleff auf der sicheren Seite. Die Sanierungsarbeiten liegen demnach nicht nur im Zeit-, sondern vor allem im Kostenrahmen. Das war in der Vergangenheit freilich nicht immer so. Derzeit laufen die Arbeiten an Dach und Fassade des bergischen Patrizierhauses. Auch wenn das nicht für jeden auf den ersten Blick ersichtlich ist. Daher macht es Sinn, die weiteren Bauarbeiten auch öffentlich darzustellen. Der Förderverein hat das auf seiner Internetseite bereits schön vorgelegt. Es ist klug, die Bürgerinnen und Bürger an diesem Prozess zu beteiligen – das schafft Identifikation mit der eigenen Stadt und dem Juwel auf dem Hasten. Denn eines lässt sich mit Gewissheit sagen: Wer einmal durch dieses architektonisch aufregende Haus mit seinem ganz eigenen Charme gewandelt ist, wird es so schnell nicht mehr vergessen. Und wird auch anderen davon erzählen. Darauf könnte man aufbauen.

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