Falknerei Bergisch Land

Saisonabschluss: Hunderte wollen Könige der Lüfte sehen

Beeindruckt zeigten sich die Besucher über die Flugshows. Bei der zweiten Vorstellung am Dienstagnachmittag musste die Falknerei die Zahl der Besucher wegen des großen Andrangs beschränken.
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Beeindruckt zeigten sich die Besucher über die Flugshows. Bei der zweiten Vorstellung am Dienstagnachmittag musste die Falknerei die Zahl der Besucher wegen des großen Andrangs beschränken.

Für Adler, Eule und Uhu geht es jetzt in die Winterruhe.

Von Peter Klohs

Remscheid. Mit so vielen Besuchern hatten selbst die größten Optimisten nicht gerechnet. Die Schlange der Besucher vor der Falknerei Bergisch Land an der Grüne maß zum Saisonabschluss am Dienstag teilweise mehr als einhundert Meter. Sogar Inhaberin Carola Schossow war ob des regen Interesses überaus erstaunt. „Der Abschluss der Saison ist immer etwas Besonderes“, sagte sie, „aber diese Anzahl Gäste toppt alles.“ Es kam ja auch einiges zusammen, fügte sie hinzu: Bestes Wetter an Allerheiligen und freier Eintritt – nur der Besuch der beiden Flugshows musste bezahlt werden.

„Über die genauen Besucherzahlen haben wir irgendwann den Überblick verloren“, gestand die Inhaberin. „Aber es waren sicher weit mehr als eintausend Gäste. Und damit ist der Winterbetrieb gerettet“, freute sie sich. Schon die erste Flugshow um 11 Uhr war überaus gut besucht, der Eintritt zur zweiten um 15 Uhr aus Sicherheitsgründen reglementiert werden musste.

Im Winter herrscht in der Falknerei eingeschränkter Betrieb. Einige Wanderungen mit Greifvögeln werden wie gewohnt nach Bedarf stattfinden. „Wenn Gäste uns anrufen und eine Wanderung buchen möchten, freuen wir uns“, so Schossow. Für die Tiere bedeutet der Winter hauptsächlich nur eins: Weniger Flugzeit, dafür jedoch doppelte Futterration. Ansonsten brauchen die Tiere nicht viel und können Temperaturen bis minus fünf Grad gut aushalten. Sollte es kälter werden, werden sie von den Volieren ins Innere verlegt.

„Über die genaue Besucherzahl haben wir irgendwann den Überblick verloren.“

Carola Schossow, Inhaberin

Neben Angeboten wie Ponyreiten, Fotos mit unterschiedlichen Eulen und Greifvögeln sowie kostenlosem Glühwein und Vorführungen von Gaukler Jeremias waren die Flugshows das Herzstück des Saisonabschlusses. Die Sitzplätze rund um die kleine Arena mitten im Wald waren alle schnell belegt, Kinder wurden gerne nach vorne gelassen, dahinter standen die Erwachsenen. Einer der ehrenamtlichen Mitarbeiter der Falknerei achtete darauf, dass die Flugschneise, die die Vögel gewohnt sind, frei blieb.

Eine kleine und augenscheinlich noch sehr junge Schleiereule „Sascha“ stellte sich vor, ein total lautlos fliegender nachtaktiver Jäger“, berichtete Mitarbeiter Tom Melcher, der die Flugshow humorvoll und kenntnisreich moderierte. Geraune rundherum, als die nächste Eule, mehr als doppelt so groß wie Sascha, dem Falkner beim Füttern in den Finger biss. „Eulen sind Blindfische“, sagte der dazu nur.

Saisonabschluss in der Falknerei Bergisch Land

Saisonabschluss in der Falknerei Bergisch Land
Saisonabschluss in der Falknerei Bergisch Land © Roland Keusch
Saisonabschluss in der Falknerei Bergisch Land
Saisonabschluss in der Falknerei Bergisch Land © Roland Keusch
Saisonabschluss in der Falknerei Bergisch Land
Saisonabschluss in der Falknerei Bergisch Land © Roland Keusch
Saisonabschluss in der Falknerei Bergisch Land
Saisonabschluss in der Falknerei Bergisch Land © Roland Keusch
Saisonabschluss in der Falknerei Bergisch Land
Saisonabschluss in der Falknerei Bergisch Land © Roland Keusch
Saisonabschluss in der Falknerei Bergisch Land
Saisonabschluss in der Falknerei Bergisch Land © Roland Keusch
Saisonabschluss in der Falknerei Bergisch Land
Saisonabschluss in der Falknerei Bergisch Land © Roland Keusch
Saisonabschluss in der Falknerei Bergisch Land
Saisonabschluss in der Falknerei Bergisch Land © Roland Keusch
Saisonabschluss in der Falknerei Bergisch Land
Saisonabschluss in der Falknerei Bergisch Land © Roland Keusch
Saisonabschluss in der Falknerei Bergisch Land
Saisonabschluss in der Falknerei Bergisch Land © Roland Keusch
Saisonabschluss in der Falknerei Bergisch Land
Saisonabschluss in der Falknerei Bergisch Land © Roland Keusch
Saisonabschluss in der Falknerei Bergisch Land
Saisonabschluss in der Falknerei Bergisch Land © Roland Keusch
Saisonabschluss in der Falknerei Bergisch Land
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Saisonabschluss in der Falknerei Bergisch Land
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Saisonabschluss in der Falknerei Bergisch Land
Saisonabschluss in der Falknerei Bergisch Land © Roland Keusch
Saisonabschluss in der Falknerei Bergisch Land
Saisonabschluss in der Falknerei Bergisch Land © Roland Keusch
Saisonabschluss in der Falknerei Bergisch Land
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Saisonabschluss in der Falknerei Bergisch Land
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Saisonabschluss in der Falknerei Bergisch Land
Saisonabschluss in der Falknerei Bergisch Land © Roland Keusch
Saisonabschluss in der Falknerei Bergisch Land
Saisonabschluss in der Falknerei Bergisch Land © Roland Keusch
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Saisonabschluss in der Falknerei Bergisch Land
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Saisonabschluss in der Falknerei Bergisch Land
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Saisonabschluss in der Falknerei Bergisch Land
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Saisonabschluss in der Falknerei Bergisch Land
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Saisonabschluss in der Falknerei Bergisch Land
Saisonabschluss in der Falknerei Bergisch Land © Roland Keusch
Saisonabschluss in der Falknerei Bergisch Land
Saisonabschluss in der Falknerei Bergisch Land © Roland Keusch
Saisonabschluss in der Falknerei Bergisch Land
Saisonabschluss in der Falknerei Bergisch Land © Roland Keusch

Zu sehen gab es für die Besucher auch einen Kanada-Uhu, ein Bartgeier und zwei Wüstenbussarde, letztere präsentierten ihr traumhaft schön gefärbtes Gefieder. „Die beiden sind oft am Wuppertaler Hauptbahnhof im Einsatz und vertreiben dort die Tauben“, erklärte der 20-jährige Melzer, der seit fünf Jahren bei der Falknerei Bergisch Land arbeitet. Der Steppenadler schien sich einen Spaß daraus zu machen, extrem dicht über die Köpfe der Besucher hinwegzugleiten. Und als Höhepunkt zeigte sich „Baby“, ein mit zwölf Jahren noch in der Wachstumsphase befindlicher Weißkopf-Seeadler. Die beeindruckende Größe des Tieres, erzählte Tom Melcher, sei gar nichts im Vergleich mit „richtigen“ Seeadlern. „Die werden leicht doppelt so groß.“

Apropos Adler: Wie geht es eigentlich Grobi, dem Ausreißer? „Der fliegt heute nicht“, berichtete Carola Schossow. „Der ist doch ein Schisser. Aber es geht ihm gut. Dem fehlt nichts.“

Hintergrund

Mit dem Saisonabschluss beginnt für die Falknerei Bergisch Land der Winterbetrieb. „Im Normalfall öffnen wir wieder am Märzende“, sagt Carola Schossow. „Aber wenn das Wetter nicht mitspielt, kann es auch erst im April sein.“ Der Betrieb in der Falknerei basiert auf der Mitarbeit ehrenamtlich tätiger Helfer und zweier Auszubildenden zu Zootierpfleger. An der Grüne ist die Falknerei seit 2004.

Passend zum Thema: Grobi ist zurück in Remscheid

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