Modernisierung des RSV-Sportzentrums geht in eine neue Runde

RSV und Stadt müssen neu denken

Was nun? Der Vorstand des RSV mit Dennis Bonna (Bild), Hartmut Bau, Wolfgang Pipiorka und Präsident Norbert Tix muss noch mal überlegen, wie es nach der Kostenexplosion weitergeht. Archivfoto: Holger Battefeld
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Was nun? Der Vorstand des RSV mit Dennis Bonna (Bild), Hartmut Bau, Wolfgang Pipiorka und Präsident Norbert Tix muss noch mal überlegen, wie es nach der Kostenexplosion weitergeht. Archivfoto: Holger Battefeld
  • Andreas Weber
    VonAndreas Weber
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Kostenexplosion beim Erweiterungsbau am Fürberg. Wie es weitergeht ist unklar.

Remscheid. Die komplex verwobene Geschichte über den Kunstrasen auf der Sportanlage Neuenkamp und die Modernisierung des RSV-Sportzentrums am Fürberg geht in eine neue Runde. Nach Jahren des Hin und Her, der Ungewissheit brachten NRW-Mittel aus dem Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten den Durchbruch. Mit 1,355 Millionen Euro aus dem Landestopf plus zehn Prozent Eigenanteil der Stadt Remscheid hätte der RSV einen dringend notwendigen Erweiterungsbau durchziehen und im Gegenzug die Sportanlage Neuenkamp aus seinem Besitz für einen symbolischen Euro an die Stadt abtreten können. Die Lösung schien perfekt. Allein, sie scheitert an einer exorbitanten Kostensteigerung.

Der Mehrzweckraum, den der RSV auf dem Tenniscourt 1 draußen an das bestehende Vereinsgebäude andocken will, hätte sich laut Architektin im Oktober 2020 noch mit 1,5 Millionen Euro genau im Bereich der Förderung bewegt. Ein Jahr später ist der Anbau schon um 800 000 Euro teurer, wie sich aus einem der wenigen konkreten Angebote, die für die Baumaßnahme abgegeben wurden, ergibt. „Das können wir unserer Delegiertenversammlung nicht vermitteln.“

Vorstandsmitglied Dennis Bonna lässt keinen Zweifel, dass eine solche zusätzliche Investition die Vereinskasse in ihren Grundfesten erschüttern würde, nicht zuletzt nach fast zwei Jahren Corona, in denen die Einnahmen geringer waren. „Wir können diese Steigerung aus eigenen Mitteln nicht auffangen“, erklärt Bonna. Sportdezernent Thomas Neuhaus sagte in einer ersten Reaktion, dass die Stadt dieses zusätzliche Geld auch nicht habe, aber sowohl BV 1910 wie RSV maximal unterstützen werde. Neuhaus verwies auf die NRW.Bank, deutete an, dass es sehr gute Konditionen auf dem Kreditmarkt gäbe, hohe Tilgungszuschüsse, niedrige Zinsen. Damit aber wäre dem RSV nicht gedient.

„Am Ende müssten wir die Summe ja trotzdem aufbringen“, meint Bonna. Der RSV will im Gespräch mit der Stadtverwaltung bleiben, schnell nach Lösungen suchen. Zeitdruck entsteht insoweit, als die Förderung vom Land nicht ewig auf die lange Bank geschoben werden kann. Auf die 1,5 Millionen will der RSV nicht verzichten. Thomas Neuhaus kündigte an, mit dem Fördergeber, dem Land NRW, noch mal über die veränderte Situation sprechen zu wollen.

Derweil hat der RSV bei seinen Überlegungen auch die Bedürfnisse des BV 1910 im Auge, verspricht Bonna.

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