Zehn Jahre RöLab in Lennep

Röntgenlabor: Sonntag dürfen Kinder selbst röntgen

Röntgen-Labor-Leiterin Anna Kätker erklärt den Grundschülern Raphael (r.) und Robin (beide 9 Jahre alt) das Röntgengerät. Die Jungs durchleuchten nun eine Fledermaus und eine Krabbe. Foto: Roland Keusch
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Röntgen-Labor-Leiterin Anna Kätker erklärt den Grundschülern Raphael (r.) und Robin (beide 9 Jahre alt) das Röntgengerät.
  • Melissa Wienzek
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Das „RöLab“ feiert Zehnjähriges. Das wird mit einer Experimente-Party gefeiert. „Physik zum Staunen“ und Selbermachen versprechen die Macher im Deutschen Röntgen-Museum Lennep. Das Programm ist umfangreich.

Remscheid. Raphael und Robin (beide 9) von der Grundschule Hackenberg halten eine Krabbe und eine Fledermaus in der Hand. Zum Glück sind beide Tierchen eingefasst. Behutsam legen die Jungs nacheinander die Exponate in das Schulröntgengerät. „Jetzt muss alles abgedichtet sein, damit keine Röntgenstrahlen rauskommen“, erklärt ihnen Anna Kätker, die das Röntgenlabor (RöLab) leitet. Und schon werden Fledermaus und Krabbe durchleuchtet. „Cool!“, findet Robin.

Den Spaß am Forschen und Experimentieren fördert das ZdI-Schüler-Röntgenlabor bereits seit zehn Jahren. Den runden Geburtstag feiert das Team am Sonntag, 7. November, im Deutschen Röntgen-Museum in Lennep. Zunächst gibt es von 11 bis 12 Uhr eine Feierstunde mit geladenen Gästen wie dem Oberbürgermeister sowie Förderern und Sponsoren: NRW-Stiftung, Gesellschaft der Freunde und Förderer der Museums, Stadtsparkasse und Wurm-Stiftung. Im Anschluss öffnen sich dann die Türen für alle Familien aus Remscheid und der Umgebung.

Auch eine Plasmakugel gehört zu den Highlights der Experimentier-Party.

Das Museum verwandelt sich dazu an verschiedenen Stellen in ein großes Experimentierlabor – Aha-Erlebnisse garantiert, auch bei den Erwachsenen. Denn als Highlight haben RöLab-Leiterin Anna Kätker und ihre Kollegen die Experimenteshows eingeladen. Hier gibt es nicht nur zwei große Tische mit 25 Experimenten, sondern auch eine Plasmakugel (siehe Foto), eine Blitze erzeugende Influenzmaschine und einen Bandgenerator. „Das ist Physik zum Staunen“, verspricht Museumsleiter Dr. Uwe Busch.

Kinder dürfen eigene Dinge per Röntgen durchleuchten

Im Röntgenlabor dürfen die Kinder eigene Dinge in den Röntgengeräten durchleuchten. „Bringt eure eigenen Sachen mit!“, ruft Anna Kätker auf. Auch die große Flughafenanlage zur Gepäckdurchleuchtung wird angeworfen.

„Die Faszination für Naturwissenschaften geht über das Selberforschen – dabei auch Fehler zu machen, ist wichtig“, sagt Kätker. Das RöLab sei eine ideale Ergänzung zum schulischen Unterricht, sagt Dr. Uwe Busch. „Wir haben hier ganz andere Möglichkeiten. Wenn man in die Welt des Unsichtbaren eintauchen will, bietet das RöLab die Möglichkeiten, sich das selbst anzueignen – ganz im Geiste Röntgens.“ Und das mit viel Spaß und ohne Lernstress. Vier Röntgengeräte besitzt das RöLab.

RöLab: So hat alles angefangen

In den vergangenen zehn Jahren hat das ZdI-Schülerlabor immer mehr an Bedeutung als außerschulischer Lernort auch über die Stadtgrenzen hinaus gewonnen. Regelmäßige Gäste sind die Schüler des Rögy, des THG Radevormwald und des St. Anna Gymnasiums Wuppertal: Sie pflegen Bildungspartnerschaften mit dem Museum. Die Idee, ein offenes Schülerlabor für alle einzurichten, ist schon viel älter. Zunächst führten Lehrer Anfang der 2000er kleine Kurse durch. Doch die Idee, etwas Größeres aufzuziehen, blieb.

2011 wurde das ZdI-Schülerlabor gegründet, damals noch im Rögy. 2015 ging dann der erste Kurs im RöLab des Museums an den Start. Die Einrichtung sponserten die Förderer. „Immer, wenn Geld da war, ging es weiter“, erklärt Busch. „Der Knaller war dann, als uns die NRW-Stiftung die halbe Stelle finanzierte.“ Anna Kätker konnte bleiben. Der Bedarf sei da, sagt Busch. Das erkannte auch der Stadtrat, der eine volle Stelle beschloss. „Das gibt uns nun Möglichkeiten für die Zukunft.“ Es gibt bereits viele Ideen.

Schulen können sich hier melden: Tel. (0 21 91) 16 33 84; info@roentgenmuseum.de

Das Programm am Sonntag, 7. November

Nach einer Feierstunde mit geladenen Gästen startet das Programm für alle Familien und Kinder aus Remscheid und der Region im Deutschen Röntgen-Museum. Hier herrscht kein 3G, aber Maske nicht vergessen. Eintritt frei.

12 bis 14 Uhr: im RöLab gibt es Experimentierstationen zum Beispiel zu Vakuum, Schwingungen, Wellen, Elektromagnetischem Spektrum, Elektrostatik sowie Röntgen mit Speicherfolie und Mikroskopieren. Kinder dürfen hier eigene Sachen mitbringen und röntgen. Zudem: in Foyer, Blackbox, Labor X Highlight-Experimente wie Plasmakugel, Influenzmaschine, Bandgenerator, Experimente mit Wärmebild- und UV-Kamera.

14 bis 18 Uhr: Experimenteshows: Zwei große Tische mit Mitmach-Experimenten rund ums Thema Licht und Farbe. Zudem die oben beschriebenen Highlight-Experimente.

15 und 17 Uhr: Kinderführung durchs RöLab mit Experimenten und Röntgen-Rätsel. Für die Röntgen-Flughafenanlage dürfen Kinder auch eigene Dinge mitbringen. Ende ist um 18 Uhr.

Instagram: #rölab

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