Open Air Eventgarten

Rocker entern den Schützenplatz

Rockiger Ausflug in die 80er: John Diva and the Rockets of Love eröffneten am Freitag das Wochenende im Eventgarten auf dem Schützenplatz. Fotos: Roland Keusch
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Rockiger Ausflug in die 80er: John Diva and the Rockets of Love eröffneten am Freitag das Wochenende im Eventgarten auf dem Schützenplatz.

Am Wochenende wurde es laut auf dem Schützenplatz. Denn direkt zwei hochkarätige Rockbands hatten sich angesagt, den Open-Air-Eventgarten musikalisch aufzuwerten.

Von Peter Klohs

Remscheid. Am Freitag machten John Diva and the Rockets of Love den Anfang, gern gesehene Gäste im Bergischen und nicht zum ersten Mal in Remscheid präsent. Alleine der Bühnenaufbau war imposant: Als Krönung thronte das reichlich große Schlagzeug hoch über der Bühne; Drummer Lee Stingray jr. hatte eine gute Aussicht auf die über 600 Gäste des Eventgartens.

Hinter der Bühne prangte ein Riesenbanner mit dem Schriftzug der Band, sicher zehn mal zehn Meter groß. Das Mikrofon von John Diva zierte eine amerikanische Flagge, die auf die angebliche Herkunft der Band verweisen sollte. Und in der Tat geben die fünf Musiker ziemlich erfolgreich die etwas rotzigen Rocker aus den 80er Jahren. Stadionrock nennt man das, zuweilen auch AOR-Rock, Rock für Erwachsene.

Mit Vollgas legte die Band los, aber bereits beim zweiten Stück, dem mit einem mitsingtauglichen Refrain versehenen „Lolita“, zeigt sich das Ansinnen der Band, einen Hit zu landen. Die Musik klingt wie die frühen Bon Jovi oder wie Whitesnake ohne Blues. Apropos Whitesnake: In der Mitsing-Abteilung wurde „Here I Go Again“ dankbar aufgenommen, vor allem die Hardcore-Fans der Band, die sich direkt vor der Bühne aufhielten, feierten die Hits aus den 80er Jahren enthusiastisch.

Open Air Eventgarten: John Diva & The Rockets of love

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John Diva & The rockets of love und ihre Fans beim Auftritt im Stadtpark. © Roland Keusch
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John Diva & The rockets of love und ihre Fans beim Auftritt im Stadtpark. © Roland Keusch
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John Diva & The rockets of love und ihre Fans beim Auftritt im Stadtpark. © Roland Keusch
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John Diva & The rockets of love und ihre Fans beim Auftritt im Stadtpark. © Roland Keusch
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John Diva & The rockets of love und ihre Fans beim Auftritt im Stadtpark. © Roland Keusch
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John Diva & The rockets of love und ihre Fans beim Auftritt im Stadtpark. © Roland Keusch
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John Diva & The rockets of love und ihre Fans beim Auftritt im Stadtpark. © Roland Keusch
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John Diva & The rockets of love und ihre Fans beim Auftritt im Stadtpark. © Roland Keusch
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John Diva & The rockets of love und ihre Fans beim Auftritt im Stadtpark. © Roland Keusch
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John Diva & The rockets of love und ihre Fans beim Auftritt im Stadtpark. © Roland Keusch
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John Diva & The rockets of love und ihre Fans beim Auftritt im Stadtpark. © Roland Keusch
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John Diva & The rockets of love und ihre Fans beim Auftritt im Stadtpark. © Roland Keusch
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John Diva & The rockets of love und ihre Fans beim Auftritt im Stadtpark. © Roland Keusch
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John Diva & The rockets of love und ihre Fans beim Auftritt im Stadtpark. © Roland Keusch
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John Diva & The rockets of love und ihre Fans beim Auftritt im Stadtpark. © Roland Keusch

Das gleiche Bild bei „I was made for loving you“ (Kiss) und „I love Rock and Roll“ (Joan Jett). Aber dann gab es eigene Songs, die qualitativ durchaus an die eine oder andere 80s-Band erinnerten. Die Rhythmen waren zumeist moderat, von einigen Uptempo-Reißern abgesehen, der Refrain wie gewohnt zum Mitsingen geeignet, die Gitarrensoli von Snake Rocket und J.J. Love schnell, manches Mal auch rasend.

„American Amadeus“, das aktuelle Album der Band, wurde ausführlich vorgestellt, wobei besonders „Bling Bling Marilyn“ musikalisch überzeugen konnte. Sodann wurden mit „Hush“ wieder die Fans zur Begeisterung gebracht und Drummer Stingray setzte zu einem gut fünfminütigen Solo an. Insgesamt feierten die gut 600 Besucher die Band reichlich ab, die nach über zwei Stunden die Bühne erschöpft verließ. Nach der Premiere des Eventgarten hatte es zahlreiche Beschwerden über die Helene-Fischer-Show gegeben.

Mit Demon´s Eye spielt am Samstag eine von Europas besten Deep-Purple-Coverbands

Am Samstag war Demon’s Eye zu Gast in Remscheid, eine der besten Deep-Purple-Coverbands, zumindest in Europa. Und das Quintett um Sänger Daniele Gelsomino bestätigte die hohen Erwartungen. Mit Demon’s Eye bekamen die gut 200 Besucher eine Band zu hören, die auch hochkomplexe oder übervirtuose Stücke spielen kann, an die sich die meisten Coverbands nicht herantrauen.

„Highway Star“ ist ein gutes Beispiel dafür. Gitarrist Mark Zyk bewies, dass er alle Spielarten des Purple-Gitarristen Ritchie Blackmore drauf hat, und sogar der Sound der Gitarre war dem des Originals mehr als ähnlich. Als zweites Beispiel mag „Child in time“ genügen, ein von Coverbands extrem selten gespieltes Stück, weil die Schreie des Sängers sehr exakt kommen müssen und zudem in schier unmöglichen Höhen stattfinden. Gelsomino erledigte diese hoch anspruchsvolle Aufgabe ohne Tadel.

Demon’s Eye gehört zu den besten Deep-Purple-Coverbands Europas – und wagte sich auch an die schwierigeren Stücke ihrer 1967 gegründeten Vorbilder, die immer noch als „lauteste Popgruppe der Welt“ gilt.

Die Band sprühte vor Spielfreude, dehnte „Child in time“ – im Original schon über zehn Minuten lang – durch farbenreiche und fantasievolle Improvisationen vor allem des Gitarristen und des Keyboarders Gert-Jan Naus auf über 20 Minuten aus, flocht bei anderen Stücken immer wieder Instrumentalanteile aus anderen Songs hinein. So erklang „Burn“ in der Mitte von „Knocking at your Backdoor“ und spielte sich so durch einen Großteil der bekanntesten Deep-Purple-Hits: „Woman from Tokyo“ war dabei, „Space Truckin’“ erklang und natürlich durfte auch „Smoke on the Water“ nicht fehlen. All das gespielt wie aus einem Guss, mit etwas mehr „Wumms“ als das Original, was der Musik gut zu Gesicht steht.

Der Sound war vorzüglich abgemischt. Nicht verschwiegen werden darf die Arbeit von Jan Dickmann, der mit seinem Bass einen tragenden Teppich unter die Musik legte.

Eventgarten auf dem Schützenplatz Remscheid: Die nächsten Konzerte

Noch eine Woche lang ist der Eventgarten auf dem Schützenplatz geöffnet, bis zur Abschlussparty mit dem DJ-Duo Ferryn & Moses am Sonntag, 15. August, 15 Uhr, sind drei Konzerte geplant: Am Donnerstag ist der Saxofonist Wolf Codera mit seinem Projekt Session Possible zu Gast, tags drauf die Phil Collins- und Genesis-Tributeband Still Collins und am Freitag die Bon-Jovi-Coverband Bounce. Beginn jeweils 19.30 Uhr. Alle Infos: Biergarten, Mega-Spielplatz, Konzerte: So wird der Schützenplatz zum Eventgarten

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