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DLRG-Schwimmer überwachen buntes Treiben

Auch an der Kräwinklerbrücke werden Rettungsschwimmer gebraucht, berichtet Ausbildungsleiterin Felisa Hidalgo. Foto: Roland Keusch
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Auch an der Kräwinklerbrücke werden Rettungsschwimmer gebraucht, berichtet Ausbildungsleiterin Felisa Hidalgo.

Ehrenamtler sorgen für das Wohl der Badegäste

Von Alexandra Dulinski

Remscheid. Am Strand kennt sie jeder: Die Rettungsschwimmer in ihren rot-gelben Uniformen. Und auch im Schwimmbad oder im Freibad hat sie schon jeder gesehen: Die Bademeister, die am Beckenrand sitzen und das bunte Treiben beobachten. Ohne sie würde der Betrieb nicht laufen, könnte keiner das kühle Nass genießen. Dabei sind die Badeaufseher besonders ausgebildet, um im Notfall Menschenleben zu retten. Felisa Hidalgo, Ausbildungsleiterin der DLRG Remscheid, erklärt den Weg zum Rettungsschwimmer.

Wer kann Rettungsschwimmer werden?

Besondere Voraussetzungen braucht es dafür erstmal nicht, erklärt Felisa Hidalgo. Bereits Kinder im Alter von zehn Jahren können den sogenannten Juniorretter machen. „Dafür muss das Schwimmabzeichen in Gold vorliegen“, sagt Hidalgo. Der Juniorretter ist quasi das Seepferdchen der Rettungsschwimmabzeichen. Wie bei den normalen Schwimmabzeichen bauen auch die Rettungsschwimmabzeichen aufeinander auf: Bronze, Silber und Gold. „Gold macht aber kaum jemand. Das ist nur für das eigene Ego“, sagt Felisa Hidalgo.

Erwachsene, die einen Rettungsschwimmerschein machen wollen oder beruflich brauchen – beispielsweise Lehrer oder Polizisten –, können meist direkt mit dem Rettungsschwimmabzeichen Silber anfangen, ohne andere Abzeichen vorweisen zu müssen. Lediglich der Gesundheitszustand wird bei jedem Tauchgang überprüft: Ist mit den Ohren alles in Ordnung? Oder ist der Schwimmer erkältet?

Wie läuft ein Kurs ab?

Mit 13 Jahren können Kinder das Bronze-Rettungsschwimmerabzeichen machen, mit 15 Jahren Silber. In einem Theorieteil, der in einer schriftlichen Prüfung endet, bekommen die Anwärter alles Wesentliche unter anderem über Atmung und Blutkreislauf, Hilfe bei Unfällen, Rechte und Pflichten und Gefahren im und am Wasser vermittelt. Ein Erste-Hilfe-Kurs gehört ebenso zur Ausbildung dazu.

In der Praxis werden die Prüfungsinhalte geübt: Streckentauchen, Tieftauchen, Schwimmen in einer bestimmten Zeit und einem festgelegten Schwimmstil sowie Selbst- und Fremdrettung, also das Abschleppen anderer Menschen, sowie das Schwimmen in Kleidung. „Dabei üben wir, mit wenig Kraftaufwand auf dem Wasser zu liegen. Wenn man entkräftet ist oder einen Krampf hat, kann man so Kraft sammeln und den Krampf lösen“, weiß Hidalgo. Die genauen Anforderungen richten sich nach dem angestrebten Abzeichen.

Welche Pflichten habe ich?

Jeder hat die Pflicht, erste Hilfe zu leisten. Darauf weist Felisa Hidalgo hin. „Je mehr jemand aus- oder fortgebildet ist, desto eher muss er handeln“, sagt sie.

Wo werde ich eingesetzt?

Rettungsschwimmer werden in den Übungsstunden von Vereinen wie der DLRG eingesetzt sowie in allen Schwimm- und Freibädern. „Auch Wachstationen wie an der Kräwinklerbrücke oder in Köln am Rhein brauchen Rettungsschwimmer“, sagt Hidalgo. Auch Kurorte an der Nord- und Ostsee haben Bedarf. „Unsere Rettungsschwimmer verbringen dort ihren Urlaub und machen ehrenamtlichen Wachdienst. Sie passen am Strand auf, dass nichts passiert“, erklärt Hidalgo. Dafür brauchen Rettungsschwimmer das Silber-Abzeichen. Auch die Versorgung eines Bienenstiches gehört mal dazu.

„Gold ist nur für das eigene Ego.“

Felisa Hidalgo, DLRG

Muss der Schein aufgefrischt werden?

Grundsätzlich verfällt der Schein nicht, berichtet Felisa Hidalgo. Viele Betreiber der Bäder fordern aber eine Auffrischung alle zwei Jahre.

Wann starten Kurse?

Die Kurse starten jeweils nach den Ferienblöcken und dauern etwa bis zum nächsten Ferienblock. 40 Euro kosten sowohl der Bronze- als auch der Silber-Rettungskurs.

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Informationen zu den Rettungsschwimmkursen sind online zu finden:

https://t1p.de/qcc8

Demnächst im RGA: Wie wird man eigentlich. . . Funker?

Haben Sie auch ein ungewöhnliches Hobby? Schreiben Sie uns an

alexandra.dulinski@rga.de

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