Engagement

Die Remscheider Tafel bleibt trotz Krise zuversichtlich

Ablösung im Vorstand der Remscheider Tafel: Ehrenamtsbeauftragter Günther Patz (81) übergibt sein Amt an Angela Pistorius (66). Foto: sli
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Ablösung im Vorstand der Remscheider Tafel: Ehrenamtsbeauftragter Günther Patz (81) übergibt sein Amt an Angela Pistorius (66).

Mitglieder wählten Angela Pistorius zur Ehrenamtsbeauftragten.

Von Stephanie Licciardi

Remscheid. Nach Jahren des aktiven Mitgestaltens und Mitwirkens im Vorstand sei es an der Zeit, das Amt des Ehrenbeauftragten an einen Nachfolger abzugeben. „Mir bleiben ja noch meine zwei Ausgabestellen am Hasten und am Hackenberg“, sagt der 81-jährige Günther Patz und lacht. „Und solange ich noch Kisten heben kann, mache ich damit auch weiter.“ Dennoch übergibt er sein Amt mit Freude an Nachfolgerin Angela Pistorius (66). Bei der Mitgliederversammlung tagten die Mitglieder der Tafel im Großen Saal des Rathauses.

Neben den Neuwahlen des Vorstandes gab der weiterhin amtierende erste Vorsitzende Frank vom Scheidt einen Rückblick auf die vergangenen Monate im Corona-Modus. „Glücklicherweise konnten wir mit Unterstützung der Stadtverwaltung alle unsere Ausgabestellen während des Lockdowns geöffnet lassen“, berichtete Frank vom Scheidt. Auch wenn sich alle Planungen rund um Veranstaltungen wie den Firmenlauf und das Ehrenamtsfest zerschlagen hätten, ist der Verein guter Dinge.

Elektronische Kundenerfassung ist in der Testphase

Die Tafel sei aus Sicht der Stadt systemrelevant, daher blieben die Ausgabestellen für Bedürftige weiterhin geöffnet. „Wir hatten zu Beginn der Pandemie sogar einen Lebensmittelüberschuss. Und wir erhielten zudem tatkräftige Unterstützung vom Verein Foodsharing beim Verteilen der Lebensmittel.“

Die rund 100 Ehrenamtler packen auch weiter mit an, um die etwa 700 Bedürftigen zu versorgen. Neu: Ein zweiter Kühltransporter, der mit Spendengeldern und Unterstützung der Stadtsparkasse auf die Straße gebracht wurde. Die Spendenbereitschaft sei insgesamt recht erfreulich gewesen, so der Vorsitzende weiter.

Auch 60 000 Euro der Bethel-Stiftung halfen den Ehrenamtlern, damit die Tafel weiterhin ihre Lebensmittel kostenlos ausgeben könne, berichtete Kassierer Karl Strock. „Das wird noch bis Ende dieses Jahres so bleiben“, ergänzte vom Scheidt.

Einziger Wermutstropfen sei das gescheiterte Projekt mit der Augusta Hardt Horizonte gGmbh (AHH) in Lennep gewesen. „Ziel des gemeinsamen Projekts war es, in einem angemieteten Lokal des AHH Essensangebote aus Lebensmitteln anzubieten, die wir nicht losgeworden sind“, sagte Frank vom Scheidt. Dennoch ist der Vorsitzende optimistisch, dass ein erneuter Anlauf künftig einen Erfolg bringen könnte.

Zudem ist die Einführung einer elektronischen Kundenerfassung geplant. Die Testphase sei bereits erfolgversprechend angelaufen.

www.tafelremscheid.de

Elisabeth Erbe bewahrt Lebensmittel vor dem Abfallcontainer.

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