Umzug von der Neuenkamperstraße

Remscheider Straße: Blitzer bekommt Bruder

Ein zweiter Blitzer wird bald an der Remscheider Straße aufgestellt. Archivfoto: Roland Keusch
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Ein zweiter Blitzer wird bald an der Remscheider Straße aufgestellt. Archivfoto: Roland Keusch

Im Schnitt fallen 150 Autofahrer in der Woche auf.

Von Alexandra Dulinski

Remscheid. Der Blitzer an der Remscheider Straße bekommt bald einen Bruder. Nachdem der alte Blitzer von der Neuenkamper Straße an die Remscheider Straße auf Höhe der Grundschule Goldenberg umzog, wird in den kommenden Wochen der zweite Blitzer von der Neuenkamper Straße installiert.

„Die Zahl an Verfahren an der Remscheider Straße ist so hoch, dass wir auch in die zweite Fahrtrichtung blitzen wollen“, erklärt Daniel Pfordt, Abteilungsleiter des Kommunalen Ordnungsdiensts im Bereich Schwarzarbeitsbekämpfung und Verkehrsregelung. Im Durchschnitt erwischt der Blitzer 150 Schnellfahrer pro Woche. Auf der Strecke gilt Tempo 30 mit uhrzeitbedingter Begrenzung. „Das ist zwar keine Raserstrecke, keine Formel 1, aber dennoch ein ahndungswürdiger Bereich“, erklärt Pfordt.

Zwar sei das Blitzen von Rasern auch eine Einnahmequelle, vorrangig sei allerdings die Sicherheit im Straßenverkehr. „Hier laufen Kinder über die Straße“, macht er am Beispiel der Remscheider Straße fest.

Über eine Kontaktschleife wird die Geschwindigkeit an der Remscheider Straße gemessen

Die beiden Blitzer stammen ursprünglich von der Neuenkamper Straße. Dort wurden sie gegen neue Geräte, gegen eine Blitzsäule, ausgetauscht, die mit moderner Technik ausgestattet ist. Die Säule misst mit Lasertechnik.

Die alten Blitzer verwenden dagegen eine Kontaktschleife in der Fahrbahn, die auf der viel befahrenen Neuenkamper Straße schnell in Mitleidenschaft gezogen wird, erklärt Daniel Pfordt. Die Wartung dieser Kontaktschleifen ist aufwendig. Insgesamt wurde während der Corona-Pandemie in Remscheid etwas weniger geblitzt als sonst. „Unsere Mitarbeiter wurden für die Bekämpfung der Corona-Pandemie eingesetzt“, erklärt Pfordt. So wurden die beiden Blitzer-Fahrzeuge, die mit Mitarbeitern besetzt werden, weitaus weniger bedient. Zu den beiden Fahrzeugen kommen diverse fest installierte Anlagen und ein semi-stationärer Anhänger hinzu.

Wie stark in den kommenden Wochen Autofahrer kontrolliert werden, ist noch unklar. „Jetzt müssen wir gucken, wie sich die Lage entwickelt“, sagt Pfordt.

Geblitzt wird weiterhin, nur weniger. Pfordt: „Wir versuchen, alles zu bedienen.“ Denn die Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit sei ein wichtiges Thema.

Versetzbarer Blitzer hat sich schon fast ausgezahlt

Standpunkt: Die Kinder schützen

Ein Kommentar von Alexandra Dulinski

alexandra.dulinski@rga.de

Blitzer mögen manchmal nervig sein. Klar ist aber: Sie sind nicht da, um uns zu ärgern. Sie dienen vor allem der Sicherheit im Straßenverkehr und haben ihre Berechtigung. Gerade in Zonen, in denen es besonders wichtig ist, langsam zu fahren, sollten sie häufiger stehen. Vor Schulen tummeln sich Kinder, die mal nicht genau hinschauen. Die morgens noch vor sich hinträumen oder im Spieleifer mit ihren Freunden auf die Straße treten. Wer dann in der 30er-Zone mit Tempo 50 oder mehr rast, kann nicht mehr rechtzeitig bremsen. Dass ein Verkehrsschild allein nicht reicht, zeigt die traurige Bilanz des Kommunalen Ordnungsdienstes. 150 Verfahren pro Woche im Schnitt ist eine Hausnummer, die alles andere als erfreulich ist – und das, obwohl ein Blitzer schon installiert ist. Das zeigt, dass höhere Bußgelder wohl dringend notwendig waren. Nein, die Stadt möchte mit dem zweiten Blitzer nicht mehr Geld einnehmen. Sie will die Kinder schützen. Wer angemessen fährt, braucht aber vor dem Blitzer keine Angst zu haben.

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