Terminvereinbarung hat sich bewährt

8. Remscheider Blutspendemarathon: Mehr als 500 Personen spendeten Blut

Ein Team kümmert sich um acht Spender in der Sporthalle Hackenberg. Rund 15 Minuten dauert die Blutabnahme. Foto: Roland Keusch
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Ein Team kümmert sich um acht Spender in der Sporthalle Hackenberg. Rund 15 Minuten dauert die Blutabnahme.
  • VonValeria Schulte-Niermann
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Die Sporthalle Hackenberg war gut besucht. 539 Spender hatten sich angemeldet, 513 spendeten.

Remscheid. Auf große Resonanz stieß der achte Blutspendemarathon, der gestern in der Sporthalle Hackenberg 513 Spender verzeichnete – davon 81 Erstspender. Damit war die Aktion vom Deutschen Roten Kreuz (DRK), Remscheider General-Anzeiger, Radio RSG und Stadt fast ausgebucht.

Im Regen mussten die Besucher des Blutspendemarathons nicht stehen. Drei Pavillons schützten sie vor dem unbeständigen Wetter, während sie vor dem Eingang auf Einlass warteten – vor der Sporthalle Hackenberg, die zum zweiten Mal Schauplatz der großen Blutspende war. Hier konnten die Abstände zwischen den einzelnen Stationen und Liegen gut eingehalten werden.

Die Terminvereinbarung habe sich bewährt, erklärte Vera Sievert, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Sie werde wahrscheinlich auch bei weiteren Blutspendeterminen des DRK West beibehalten. „Das ist für alle Beteiligten viel sortierter“, sagte sie. „Die Besucher wissen, wann sie dran sind, und die Ärzte haben weniger Druck.“ Sie seien meistens das Nadelöhr bei der Blutspende, an dem sich die Menschen sammeln.

Jeder der wollte durfte beim 8. Remscheider Blutspendemarathon teilnehmen

Auch Spenderin Katrin Wittrich lobte das Konzept: „Es ist sehr strukturiert und man ist schnell durch“, sagte sie. Zum vierten Mal war sie bei der Blutspende und hatte noch nie irgendwelche Komplikationen, wie sie berichtete.

Man weiß, wie viel auf einen zukommt.

Vera Sievert, DRK, über die Terminvereinbarung

539 Spender hatten sich bis zum Montag angemeldet. Elf Plätze waren noch frei, als Vera Sievert das Reservierungssystem schloss. Jedoch habe sie die Erfahrung gemacht, dass nicht immer alle kommen, die sich angemeldet haben. Dennoch fühle man sich mit Anmeldung eher zum Termin verpflichtet.

Wer keinen hatte, durfte dennoch teilnehmen, musste allerdings warten, bis ein Platz frei war. Auch wer zu früh kam, durfte erst zu der vereinbarten Zeit in die Halle.

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Für den DRK hat die Terminvereinbarung noch einen weiteren Vorteil: „Man weiß, wie viel auf einen zukommt,“ sagte Vera Sievert. Das sei besonders für die Krankenhäuser praktisch. Sie könnten Operationen planen, bei denen die Konserven gebraucht werden. Diese häufen sich momentan, da 2020 wegen Corona einige OPs verschoben wurden. „Wir müssen ein Loch an Konserven auffüllen“, sagte Vera Sievert. Bei der Blutgruppe 0 könne das DRK momentan 25 Prozent der Anfragen von Krankenhäusern nicht bedienen. Gespendetes Blut wird also dringend benötigt.

Maximal eine Stunde dauert die Prozedur

Gut 14 ehrenamtliche Helfer plus 18 Teammitarbeiter und fünf Ärzte versorgten die Spender. Und der Strom an Menschen stand niemals still. In der Anmeldungshalle waren immer rund 16 Besucher unterwegs. „Es ist so ruhig, das ist fast schon langweilig“, sagte Vera Sievert lachend.

Blutspendemarathon ist ein voller Erfolg

Mehr als 500 Spender kamen zum 8. Remscheider Blutspende-Marathon in die Sporthalle Hackenberg.
Mehr als 500 Spender kamen zum 8. Remscheider Blutspende-Marathon in die Sporthalle Hackenberg. © Roland Keusch
Mehr als 500 Spender kamen zum 8. Remscheider Blutspende-Marathon in die Sporthalle Hackenberg.
Mehr als 500 Spender kamen zum 8. Remscheider Blutspende-Marathon in die Sporthalle Hackenberg. © Roland Keusch
Mehr als 500 Spender kamen zum 8. Remscheider Blutspende-Marathon in die Sporthalle Hackenberg.
Mehr als 500 Spender kamen zum 8. Remscheider Blutspende-Marathon in die Sporthalle Hackenberg. © Roland Keusch
Mehr als 500 Spender kamen zum 8. Remscheider Blutspende-Marathon in die Sporthalle Hackenberg.
Mehr als 500 Spender kamen zum 8. Remscheider Blutspende-Marathon in die Sporthalle Hackenberg. © Roland Keusch
Mehr als 500 Spender kamen zum 8. Remscheider Blutspende-Marathon in die Sporthalle Hackenberg.
Mehr als 500 Spender kamen zum 8. Remscheider Blutspende-Marathon in die Sporthalle Hackenberg. © Roland Keusch
Mehr als 500 Spender kamen zum 8. Remscheider Blutspende-Marathon in die Sporthalle Hackenberg.
Mehr als 500 Spender kamen zum 8. Remscheider Blutspende-Marathon in die Sporthalle Hackenberg. © Roland Keusch
Mehr als 500 Spender kamen zum 8. Remscheider Blutspende-Marathon in die Sporthalle Hackenberg.
Mehr als 500 Spender kamen zum 8. Remscheider Blutspende-Marathon in die Sporthalle Hackenberg. © Roland Keusch
Mehr als 500 Spender kamen zum 8. Remscheider Blutspende-Marathon in die Sporthalle Hackenberg.
Mehr als 500 Spender kamen zum 8. Remscheider Blutspende-Marathon in die Sporthalle Hackenberg. © Roland Keusch
Mehr als 500 Spender kamen zum 8. Remscheider Blutspende-Marathon in die Sporthalle Hackenberg.
Mehr als 500 Spender kamen zum 8. Remscheider Blutspende-Marathon in die Sporthalle Hackenberg. © Roland Keusch
Mehr als 500 Spender kamen zum 8. Remscheider Blutspende-Marathon in die Sporthalle Hackenberg.
Mehr als 500 Spender kamen zum 8. Remscheider Blutspende-Marathon in die Sporthalle Hackenberg. © Roland Keusch
Mehr als 500 Spender kamen zum 8. Remscheider Blutspende-Marathon in die Sporthalle Hackenberg.
Mehr als 500 Spender kamen zum 8. Remscheider Blutspende-Marathon in die Sporthalle Hackenberg. © Roland Keusch
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Mehr als 500 Spender kamen zum 8. Remscheider Blutspende-Marathon in die Sporthalle Hackenberg. © Roland Keusch
Mehr als 500 Spender kamen zum 8. Remscheider Blutspende-Marathon in die Sporthalle Hackenberg.
Mehr als 500 Spender kamen zum 8. Remscheider Blutspende-Marathon in die Sporthalle Hackenberg. © Roland Keusch
Mehr als 500 Spender kamen zum 8. Remscheider Blutspende-Marathon in die Sporthalle Hackenberg.
Mehr als 500 Spender kamen zum 8. Remscheider Blutspende-Marathon in die Sporthalle Hackenberg. © Roland Keusch
Mehr als 500 Spender kamen zum 8. Remscheider Blutspende-Marathon in die Sporthalle Hackenberg.
Mehr als 500 Spender kamen zum 8. Remscheider Blutspende-Marathon in die Sporthalle Hackenberg. © Roland Keusch
Mehr als 500 Spender kamen zum 8. Remscheider Blutspende-Marathon in die Sporthalle Hackenberg.
Mehr als 500 Spender kamen zum 8. Remscheider Blutspende-Marathon in die Sporthalle Hackenberg. © Roland Keusch
Mehr als 500 Spender kamen zum 8. Remscheider Blutspende-Marathon in die Sporthalle Hackenberg.
Mehr als 500 Spender kamen zum 8. Remscheider Blutspende-Marathon in die Sporthalle Hackenberg. © Roland Keusch
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Mehr als 500 Spender kamen zum 8. Remscheider Blutspende-Marathon in die Sporthalle Hackenberg. © Roland Keusch
Mehr als 500 Spender kamen zum 8. Remscheider Blutspende-Marathon in die Sporthalle Hackenberg.
Mehr als 500 Spender kamen zum 8. Remscheider Blutspende-Marathon in die Sporthalle Hackenberg. © Roland Keusch

Ein Stockwerk tiefer in der großen Turnhalle nahmen am Vormittag zwei, am Nachmittag drei Teams je acht Spendern Blut ab. Nach spätestens einer Stunde war jeder wieder draußen. „Früher wusste man, man verbringt den halben Tag hier, das ist jetzt nicht mehr so“, sagte Vera Sievert. Nach der guten Tat durfte sich jeder noch ein Lunch-Paket am Ausgang abholen. Vera Sievert hätte zwar gerne wieder ein Café, in dem die Leute gemütlich zusammen sitzen, aber viele fänden auch die Pakete gut, um direkt nach der Spende gehen zu können.

Obwohl mehr Liegen in die große Sporthalle passen, würde Vera Sievert auch nach Corona nicht noch ein viertes Team dort aufbauen. „Das wäre eine Massenabfertigung“, sagte sie. 513 Spender genügten für einen Tag.

Weitere Blutspendetermine

Der nächste Blutspendetermin des DRK-Blutspendedienst West findet in Remscheid am 6. September von 15.30 bis 19.30 Uhr beim DRK-Kreisverband in der Alleestraße 122-124 statt. Im Oktober gibt es vier Termine – am 4. in der Innenstadt, am 15. in Lennep, am 22. in Hasten und am 28. in Lüttringhausen. Wer 18 Jahre als ist, darf Blut spenden. Das maximale Spendenalter ist 75 Jahre. Beim Spenden ist das Tragen einer OP- oder FFP2-Maske Pflicht.

www.blutspendedienst-west.de


Standpunkt: Das erleichtert Planungen

Kommentar von Valeria Schulte-Niermann

valeria.schulte-niermann@ rga.de

Während der Lockdown-Zeit wurden viele Operationen in den Krankenhäusern verschoben. Das bekommt der DRK-Blutspendedienst nun zu spüren. Gerade von der Blutgruppe, die jedem gegeben werden kann, fehlen Konserven: der Blutgruppe 0. Hier tragen die roten Blutkörperchen keine Antigene, weshalb sie mit allen anderen Blutgruppen kompatibel ist und nicht zu einer Verklumpung des Blutes führt. Dieses universal einsetzbare Blut benötigen die Krankenhäuser dringend. Umso besser, dass sich so viele Menschen am achten Blutspendemarathon beteiligten. Trotz der anhaltenden Corona-Pandemie und des schlechten Wetters rafften sich viele auf, um Gutes zu tun und indirekt zu Lebensrettern zu werden. Die vorherige Terminvereinbarung hat sich hierbei richtig gut bewährt. Die Besucher wissen nicht nur, dass sie sicher zu der angegebenen Uhrzeit dran kommen, sondern auch, dass sie in maximal einer Stunde fertig sind. Das DRK weiß, mit wie vielen Leuten es rechnen muss und die Krankenhäuser wie viele OPs sie durchführen können. Das erleichtert die Planungen ungemein.

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