Warnsirenen

Remscheid soll wieder Sirenen bekommen

So eine Sirene, wie sie in Solingen zu finden ist, warnt vor Gefahren. In Remscheid ist das flächendeckende Netz von Warnsirenen unzureichend.
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So eine Sirene, wie sie in Solingen zu finden ist, warnt vor Gefahren. In Remscheid ist das flächendeckende Netz von Warnsirenen unzureichend.

Erfahrung aus den Warntagen

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Remscheid soll wieder ein flächendeckendes Netz von Warnsirenen bekommen. Zwar wurde ein entsprechender Antrag der CDU bei der Sitzung des Ausschusses für Bürgerservice, Ordnung und Sicherheit am Dienstag in die nächste Sitzung vertagt, die Grünen meldeten noch Beratungsbedarf an, doch auch so machte Ordnungsdezernentin Barbara Reul-Nocke deutlich, dass dies auch der Wunsch der Verwaltung sei.

Insbesondere weil sich das derzeitige Remscheider System bei den bislang drei landes- beziehungsweise bundesweiten Warntagen als unzulänglich erwiesen habe. „Wir als Feuerwehr haben das nicht als ideale Lösung empfunden“, sagte Reul-Nocke mit Blick auf die dabei gemachten Erfahrungen.

Aktuell würden mobile Sirenen in Remscheid vor einer Gefahr warnen

Aktuell würden bei einer Gefahrenlage Berufs- und Freiwillige Feuerwehr mit acht Fahrzeugen an mehr als 90 verschiedene Punkte der Stadt ausrücken, um dort mit mobilien Sirenen Warnungen abzusetzen. Zusätzlich kann die Feuerwehr auf das sogenannte modulare Warnsystem zugreifen und weitere Meldungen per Radio oder über die Warn-App Nina verbreiten.

Das sei in bestimmten Situation, vor allem bei punktuellen Lagen, durchaus praktikabel, so die Dezernentin: „Die ganze Stadt flächendeckend zu warnen, ist aber nicht möglich und so auch nicht sinnvoll.“ Denn zum einen dauere das Verfahren durch die zahlreichen Ortswechsel der Fahrzeuge zu lange. Und zum anderen würden die Feuerwehrleute, die damit eine Zeit lang beschäftigt sind, vermutlich bei der eigentlichen Gefahrensituation benötigt.

In Remscheid wurden nach dem Kalten Krieg Sirenen abgebaut

Wie nahezu alle Städte in der damaligen Bundesrepublik verfügte auch Remscheid in den 1980er Jahren noch über ein gut ausgebautes Netz von Sirenen. Diese seien aber nach Ende des Kalten Krieges schrittweise abgebaut worden, berichtete Barbara Reul-Nocke. „Damit hat auch das Verständnis in der Bevölkerung gelitten.“

Nun habe sich die Verwaltung aber „ins Hausaufgabenheft“ geschrieben, das Sirenen-Netz wieder flächendeckend auszubauen, sagte die Dezernentin: „Gegebenenfalls schrittweise.“ Denn dass ein solcher Ausbau Kosten verursache, sei bereits sicher. Deren Höhe aber nicht.

Der Ausschuss signalisierte Reul-Nocke schon mal Zustimmung. Und in seiner nächsten Sitzung wird er sich dann auch mit dem CDU-Antrag beschäftigen, der die Stadtverwaltung beauftragen soll, alle diese Fragen zu klären.

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