Abstimmung

Rat fordert RE-Bahn-Halt in Güldenwerth

Dreieinhalb Stunden tagte der Stadtrat am Montag.
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Dreieinhalb Stunden tagte der Stadtrat am Montag.
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Politiker sprachen über neue Direktverbindung nach Düsseldorf, die Alleestraße und einen verkaufsoffenen Sonntag.

Von Frank Michalczak

Remscheid. Bei seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause beschäftigte sich der Stadtrat nochmals mit einem breiten Spektrum an Themen. Es ging um die neue Direktverbindung nach Düsseldorf ebenso wie um das Sanierungsgebiet, zu dem die Alleestraße erklärt wird. Hier ein Überblick:

Krisen verschärfen die Geldnot der Stadt

Zugverbindung nach Düsseldorf

Einstimmig verabschiedete der Rat eine Resolution zum Haltepunkt in Güldenwerth bei der neuen Direktverbindung nach Düsseldorf, den es nach den aktuellen Plänen nicht geben soll. Es dürfe nicht sein, dass ein großer Teil des Innenstadtgebiets von dem Angebot abgekoppelt werde. „Menschen aus Vieringhausen und Hasten können den Bahnhof wunderbar erreichen“, befand Sebastian Thiel (SPD), dessen Fraktion gemeinsam mit FDP und Grünen die Erklärung vorbereitet hatte.

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Die Verbindung soll zum nächsten Fahrplanwechsel Premiere feiern. Sie sorgt dafür, dass ein Umsteigen in Solingen auf dem Weg in die Landeshauptstadt nicht mehr nötig ist. Dass der Zug in Solingen innerhalb von 800 Metern zweimal hält, nicht aber in Güldenwerth, sorgte im Rat für Irritationen. Der Verkehrsverbund VRR solle an Lösungen arbeiten, meinte David Schichel. „Wir sollten uns aber vor einem Clinch mit Solingen hüten.“

Zwischen Wuppertal-Vohwinkel und Düsseldorf Hauptbahnhof fahren in den Ferien keine Züge.

Sanierungsgebiet Alleestraße

Für die Einkaufsmeile beschloss der Stadtrat eine Sanierungssatzung, die neue Perspektiven aufzeigen soll. Unter anderem ist ein Dreiklang vorgesehen - von Freizeitangeboten (unterer Abschnitt), Wohnen (in der Mitte) und Handelsflächen (oberer Bereich). Waltraud Bodenstedt (WiR) reklamierte mit Blick auf eine Vorlage aus dem Rathaus, die kurzfristig versandt wurde, noch Beratungsbedarf. „Hier geht es schließlich um rechtliche Einschränkungen für die Hauseigentümer“, forderte sie so wie Brigitte Neff-Wetzel (Linkspartei) das Thema auf die nächste Ratssitzung zu schieben.

Die Stadt will Druck machen für eine schönere Alleestraße

David Schichel (Grüne) warnte vor weiteren Verzögerungen. „Es ist Druck auf dem Kessel. Gucken Sie mal auf der Alleestraße nach links und rechts. Und nun steigen die Zinsen, die Baukosten explodieren.“ Dezernent Peter Heinze erinnerte zudem daran, dass es bald um Fördergeld für das Projekt gehe. Da könne ein klares Signal aus dem Rat nicht schaden. Das gab es dann auch - bei einer Nein-Stimme und drei Enthaltungen wurde der Beschluss von einer fast einstimmigen Mehrheit gefasst.

Öffentliche Toilette aufder Alleestraße

Das fehlende WC in der Innenstadt wurde einmal mehr Thema - und einmal mehr vertagt. Wie OB Burkhard Mast-Weisz erklärte, zeichne sich eine neue Lösung ab - und zwar nicht an den Pavillons auf der Allee, wie es zuletzt hieß, sondern in einem Ladenlokal. Im September, bei der nächsten Sitzung, will er das Konzept präsentieren. Dies gilt als Zwischenlösung, bis die öffentliche Toilette im neuen Betriebsgebäude der Stadtwerke am Busbahnhof in Betrieb genommen wird.

Sanierung des Stadtparkteichs

1,25 Millionen Euro soll das Projekt kosten. Ob es umgesetzt wird, wird der Stadtrat bei den nächsten Haushaltsberatungen entscheiden. Mit Blick auf die Beratungsvorlage stellte David Schichel (Grüne) nüchtern fest: „Das ist von den Finanzen her sehr aufschlussreich.“ Philipp Wallutat (FDP) stellte heraus, dass der Stadtrat zwar bereits im Investitionsprogramm einen Teilbetrag von 480.000 Euro bereitgestellt habe. „Dieser Betrag sollte aber für die Attraktivierung Parks insgesamt dienen - und nicht nur für den Teich.“

Verkaufsoffener Sonntag

Bei fünf Nein-Stimmen und einer Enthaltung beschloss der Stadtrat, dass es künftig an jedem ersten Advent einen verkaufsoffenen Sonntag in der Innenstadt geben soll. Den Rahmen dafür liefert, wie berichtet, eine Jobbörse, bei der Remscheider Arbeitgeber offene Stellen und Ausbildungsgänge vorstellen. Premiere soll das Ganze am 27. November haben - im Allee-Center, auf der Alleestraße und auf Teilen des Theodor-Heuss-Platzes am Rathaus. Die Geschäfte dürfen dann von 13 bis 18 Uhr öffnen.

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