Spielkulturfestival

Rätseln und Lernen im Escape Room

Das Rätselerlebnis soll beim Spielkulturfestival Spezial an der Akademie mit Bildung verbunden werden.

Von Michelle Jünger

Remscheid. Escape-Rooms sind seit einiger Zeit der große Spieletrend. Es gibt sie in verschiedenen Formen, Schwierigkeitsstufen und zu verschiedenen Themen. Doch kann das Rätselerlebnis auch Bildungsansprüche erfüllen?

Escape-Room in Remscheid: Mit dem richtigen Code gelingt die Flucht.

Das ist eine Frage, die an der Akademie für kulturelle Bildung am Küppelstein am kommenden Wochenende im Mittelpunkt steht. Beim Spielkulturfestival Spezial können sich Fachkräfte aus Bildungs- und Kultureinrichtungen in einem Labor selbst an den Versuch wagen, ein Konzept und einen laufenden Escape Room zu entwickeln.

Nur ums Rätseln geht es dabei nicht, sagt Malou Weiße, Dozentin im Fachbereich Spiel an der Akademie. „Die größte Frage ist, was getan werden muss, um auch Wissen aus dem Raum mitzunehmen“, so Weiße. Der bildungsbezogene Inhalt solle nicht verloren gehen, aber auch der Rätselspaß sei sehr wichtig.

Mit Medienwissenschaftlern, Pädagogen und Praxispartnern wollen die Teilnehmer deshalb auch klären, welche Kriterien eigentlich einen gut funktionierenden Escape-Room ausmachen. Auch der Aufbau werde ein großes Thema, denn im besten Fall ließe sich die Bildungsinhalte so mit den Rätseln verbinden, dass sie hängenbleiben, sagt Malou Weiße.

„Spannend sind auch die mediale Betrachtung des Escape-Rooms und seine Entwicklung“, fügt die Leiterin der Akademie, Dr. Susanne Keuchel, hinzu. Ursprünglich komme das Konzept nämlich aus dem digitalen Bereich, sei nun lange analog und entwickle sich wieder ins Digitale. Sogar Hybrid-Räume gebe es bereits, was aus kultureller Sicht spannend sei.

Mehr Praxis als Theorie im Escape-Room-Labor

Das Labor werde jedoch eher praxisbezogen als theoretisch, es soll einfach viel ausprobiert werden. Die Arbeit an Konzepten für verschiedene Räume steht deshalb im Vordergrund der Veranstaltung. Themen, die in den Räumen behandelt werden sollen, wären beispielsweise Klimawandel und Nachhaltigkeit oder auch religiöser Fanatismus und sein Einfluss auf Jugendliche.

Über die Projekte sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Laufe des Wochenendes sowohl die Kompetenzen als auch die Ideen erhalten, um in Zukunft eigene Escape-Rooms für aber auch mit Kindern und Jugendlichen gestalten zu können.

Das Escape-Labor in der Akademie für kulturelle Bildung wird in Kooperation mit dem Bundesverband für Escape-Rooms und Bildung veranstaltet, der beim letzten Spielkulturfestival Spezial gegründet wurde. Die Schirmherrschaft über die Veranstaltung, die zu je 50 Prozent vom Land und vom Bund gefördert wird, hat in diesem Jahr Bundesjugendministerin Lisa Paus.

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