Aktuelle Arbeitsmarktzahlen im Städtedreieck

Arbeitslosenquote auf höchstem Stand seit August 2014

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Die Zahl der Arbeitslosen in Remscheid ist wieder leicht gestiegen.

Die Zahl der Arbeitslosen in Remscheid ist wieder leicht gestiegen.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Das zeigen die aktuellen Daten der Agentur für Arbeit. Nachdem in den vergangenen Monaten die Arbeitslosenzahl in Remscheid trotz Krise und gegen den Trend leicht zurückgegangen war, nahm sie im August um 116 auf nun 4983 zu. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 8,4 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg die Zahl um 827 und die Quote um 1,4 Prozentpunkte.

Man gehe davon aus, dass die Zunahme zum Juli „zumeist saisonüblich“ sei, sagt Kirsten Roth, Geschäftsführerin Operativ der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal. Zudem schlage sich darin nieder, dass sich zum Beispiel durch geänderte Prüfungstermine das Ende der Ausbildungszeit zum Teil auf August verschoben habe. Es gebe zwar keinen Grund zur Entwarnung, aber zumindest Lichtblicke: „Im Vormonatsvergleich haben sich aktuell weniger Menschen neu arbeitslos gemeldet und die Arbeitsaufnahmen sind angestiegen. Auch die Nachfrage nach Arbeitskräften zog erfreulicherweise an.“

Im gesamten Arbeitsamtsbezirk, zu dem neben Remscheid auch Solingen und Wuppertal gehören, stieg die Zahl der Arbeitslosen auf 33 416 an – das sind 748 mehr als im Vormonat und 7776 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg von 7,8 Prozent im August 2019 auf nun 10,1 Prozent. Das ist der höchste Wert seit August 2014.

Wichtigstes Instrument, um trotz der Wirtschaftskrise Massenarbeitslosigkeit zu verhindern, sei weiter das Kurzarbeitergeld, so Roth: „Wir sehen, dass die Kurzarbeit weiterhin trägt.“ Bis zum 26. August wurde im Städtedreieck von mehr als 7400 Unternehmen Kurzarbeit für über 115 000 Arbeitnehmer angezeigt. Auch hier sind die Zahlen rückläufig. Im Juli gab es 127 Anzeigen für 1547 Personen, im August dann noch 52 Anzeigen für 611 Personen.

In welchem Rahmen die Kurzarbeit wirklich realisiert wird, steht noch nicht fest. Für die ersten Monate der Pandemie liegen inzwischen aber Hochrechnungen vor. Demnach gab es im März gut 2200 Betriebe mit 15 800 Beschäftigten, im April waren es dann schon über 4300 Firmen mit fast 45 000 Mitarbeitern.

Corona-Krise: Die Zahlen im Städtedreieck übersteigen alles Dagewesene. Das hat auch Folgen für den Ausbildungsmarkt.

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