Live-Musik in Gaststätten

Publikum genießt bei der Buderus-Lokalrunde die Freiheit

Die Band Heart Cover heizte den Besuchern im Miro ein. Foto: Roland Keusch
+
Die Band Heart Cover heizte den Besuchern im Miro ein.

Diverse Gaststätten boten wieder Live-Musik – Nächstes Wochenende folgt die Fortsetzung

Von Michelle Jünger

Remscheid. Endlich wieder ein Stück Musik- und Kneipenkultur: Mit dem Beginn der 16. Buderus Lokalrunde am Wochenende wollten Remscheids Gastronominnen und Gastronomen ein wenig Normalität wagen, wenn auch in leicht abgeändertem Format. Damit es sich nicht so sehr knubbelt, hatten die Veranstalter die Lokalrunde auf zwei Wochenenden ausgedehnt mit insgesamt acht Anbietern.

Startschuss war bereits am Freitagabend in der Erlebbar mit Covermusik, am Samstag lockten vier Gaststätten mit Livemusik Besucher an. Im Miro in der Scharffstraße ging es zur Sache, laut aber mit Superqualität: Die Band Heart Cover spielte dort vorwiegend Rocksongs und brauchte kaum fünf Minuten, bis die ersten Gäste tanzten und einfach nur die Musik genossen.

Es war voll im Miro. Inhaber Thorsten Dehnke und sein Team hatten alle Hände voll zu tun. Auch im Außenbereich waren die meisten Tische besetzt. Bei ihm gilt die 2G-Regel, also Geimpfte oder Genesene durften rein, dafür wurde die Maskenpflicht erlassen. Ungewohnt für die Gäste, wie Besucherin Saskia Reichel feststelle: „Es ist ein Megagefühl, endlich wieder etwas freier und unbeschwerter zu feiern. Früher gab‘s ohne mich keine Party“, erzählte sie. „Ein wenig fühlt es sich es sich wie eine Rückkehr zur Normalität an, das tut gut. Insbesondere sich wieder ohne Maske zu bewegen, ist ungewohnt.“

Stefan Halt sah das ähnlich: „Dass es jetzt wieder so geht, ist super.“ Nach langer Zeit sahen viele endlich mal wieder bekannte Gesichter, die sie über die letzten zwei Jahre aus den Augen verloren hatten.

Buderus-Lokalrunde in Remscheid: Ruhige Töne aus Eritrea in der Matheystraße

Etwas gemütlicher und auch familiärer ging es auf der anderen Seite des Stadtkegels zu – im Restaurant Ngsti Eritrea in der Mattheystraße. Das ost-afrikanische Restaurant nahm zum zweiten Mal an der Buderus Lokalrunde teil und blieb seiner traditionellen Linie treu. Das Restaurant war nicht schlecht besucht und auch hier war die Stimmung gelassen und entspannt. Das Essen, das wie in Eritrea nur mit den Händen gegessen wird, lockte die Remscheider an und wurde wenig später von Wadi Kashi mit einheimischem Folk untermalt.

Der Musiker brachte dazu auch ein für die meisten Anwesenden unbekanntes Instrument mit nur einer Saite mit. Wata wird es genannt oder Masinko. Das Streichinstrument hat, anders als die hier herkömmlichen Streichinstrumente, keine Wirbel oder ein richtiges Griffbrett. Gespielt werden die verschiedenen Töne, indem man die Finger an die Saite aus Rosshaar drückt. Nach dem Aufwärmen trat schnell Stille ein, die warmen Töne sind weit weniger quietschig als beispielsweise die einer Geige und die Schnelligkeit der Finger und des Bogens laden zum Zugucken ein. Die relativ leise Musik, die durch Gesang begleitet wird, war aber nicht zu laut, die Gäste konnten sich während ihrer Unterhaltung bei Tisch also berieseln lassen. Aber die Faszination erwies sich als größer. „Das ist sehr außergewöhnlich“, sagten Pamela Michulka und Jörg Bürger, die eigentlich nur des Essens wegen im Ngsti Eritrea waren. In den vergangenen Jahren waren sie schon öfter bei der Lokalrunde dabei. „Seit es wieder geht, sind wir oft wieder draußen unterwegs“, erklärte Jörg Bürger.

Das Leben genießen, ein bisschen Normalität und das eben ohne Maske. Ähnlich wie viele andere Besucher der Buderus Lokalrunde fanden sie viele Einschränkungen mittlerweile anstrengend und ermüdend. Auch deshalb genossen sie den entspannten Abend mit der etwas anderen Musik im Ngsti Eritrea sehr. Auch hier war die Lokalrunde ein voller Erfolg. Nächstes Wochenende geht es weiter.

So geht es bei Buderus weiter

Am Freitag, 1. Oktober, gibt es im Bistro Shiraz Schlager und Partymusik von Die Party-Colonias 2.0. (ab 19 Uhr). Im Remscheider Bräu kann man am Samstag, 2. Oktober, Rock und Cover von Just For Fun lauschen (ab 20 Uhr), während es im Löf in der Theodor-Körner-Straße von Sänger und Songwriter Morgan Finlay ein Gastspiel gibt (ab 20 Uhr). Das gesamte Programm und Infos zu den geltenden Corona-Maßnahmen sind im Programmheft zu finden. Der Eintritt ist frei.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Unfall sorgt für kurzzeitige Sperrung der B 229
Unfall sorgt für kurzzeitige Sperrung der B 229
Unfall sorgt für kurzzeitige Sperrung der B 229
„Miss Germany“: Marigona auf Mission für Frauen
„Miss Germany“: Marigona auf Mission für Frauen
„Miss Germany“: Marigona auf Mission für Frauen
81-Jähriger prallt mit Jaguar gegen Baum
81-Jähriger prallt mit Jaguar gegen Baum
81-Jähriger prallt mit Jaguar gegen Baum
Oldtimer fahren in der Altstadt vor
Oldtimer fahren in der Altstadt vor
Oldtimer fahren in der Altstadt vor

Kommentare