Teo Otto Theater

Publikum erlebt mitreißendes Theater

Die Zuschauer im Teo Otto Theater wurden beim Aschenputtel-Musical mit in die Handlung einbezogen und waren begeistert. Foto: Theater Liberi
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Die Zuschauer im Teo Otto Theater wurden beim Aschenputtel-Musical mit in die Handlung einbezogen und waren begeistert.

„Aschenputtel“ als Musical begeisterte das Publikum.

Von Sabine Naber

Remscheid. „Aschenputtel“, den Märchenklassiker der Brüder Grimm, erlebten die zahlreichen kleinen und großen Besucher gestern Nachmittag im Teo Otto Theater einmal ganz anders. Das Theater Liberi hatte das Märchen nicht nur zu einem Musical umgewandelt, es verpasste der altbekannten Geschichte mit viel Tempo, Humor und lustigen Einfällen auch eine ganz neue, moderne Ausrichtung.

Klar, dass es auch hier eine Stiefmutter gibt, die laut und ungerecht ist und Aschenputtel auch die Linsen sortieren lässt. Aber Aschenputtelchen, wie sie sie nennt, geht hier ihren eigenen Weg, zeigt Mut und lässt sich am Ende nicht einschüchtern. Und die Stiefschwester, die lieber reisen und studieren will, als den gurkennasigen Prinzen zu heiraten, ist sogar nett zu ihr, nimmt sie in Schutz.

Es wird viel getanzt und gesungen, der Prinz gibt sich als Bote aus, verliebt sich am Ende natürlich doch in Aschenputtel, König Alfons will am liebsten nicht mehr regieren und schon gar nicht streng sein, und der Hofnarren möchte immer lustig sein, schafft es aber nicht wirklich.

Ein bisschen verkehrte Welt, die den Zuschauern aber großen Spaß macht. Denn die gute Fee sorgt dafür, dass es am Ende zwischen Prinz und Aschenputtel heißt: „Reich mir die Hand, ich geb dir meine hier.“

Nichts ist in dieser so ganz anderen, ein bisschen chaotischen Version beängstigend. Im Gegenteil. Die lustigen, poppig-rockigen Lieder kommen gekonnt daher, laden zum Mitsummen ein. Niemand ist hier neidisch oder spricht schlecht über den anderen. Man hilft sich gegenseitig. Das Bühnenbild ist farblich und in der Ausstattung wunderbar märchenhaft, lässt sich blitzschnell von einem Gutshof in ein Königsschloss verwandeln. Fantasievolle Kostüme runden das bunte Bild ab.

Das spielfreudige Ensemble versteht es vortrefflich, kindgerecht zu unterhalten und zu begeistern. Von Freundschaft und Vertrauen ist die Rede, Väter und Söhne, die zusammenhalten, oder auch selbstbewusste Charaktere werden gezeigt. Mut wird bewiesen, Träume und Wünsche bekommen Raum. Und die Zuschauenden im Theater bekommen auch gleich eine Rolle zugewiesen: „Bitte erheben Sie sich für König Alfons“, befahl der Diener und klopfte energisch mit dem Stock auf den Boden. Alle standen auf und nahmen erst wieder Platz, als es hieß: „Das Volk darf sich setzen.“

Ein mitreißendes Theatererlebnis, das mit viel Applaus belohnt wurde.

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