Beratungsangebot

Psychologen: Entwicklung des Kindes berücksichtigen

Für viele Kinder ist der Wechsel von der Kita in die Schule sehr aufregend. Aber auch Eltern sind oft sehr verunsichert - gerade, wenn das Kind einen Förderbedarf hat. Die Psychologische Beratungsstelle hilft.
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Für viele Kinder ist der Wechsel von der Kita in die Schule sehr aufregend. Aber auch Eltern sind oft sehr verunsichert - gerade, wenn das Kind einen Förderbedarf hat. Die Psychologische Beratungsstelle hilft.

Viele Eltern sind verunsichert bei Veränderungen im Schulalltag – Ein neues Beratungsangebot soll ihnen nun helfen.

Von Alexandra Dulinski

Remscheid. Jedes Jahr verlassen Kinder die Kita, um als i-Dötzchen in der Grundschule zu starten. Und jedes Jahr wechseln Kinder von der Grundschule auf eine weiterführende Schule. Nicht nur die Frage nach der passenden Schulform steht für die Eltern im Vordergrund. Ob und wie das Kind im Schulalltag zurechtkommt, ist oft eine wesentliche Frage.

Um die Eltern bei ihren Sorgen und Fragen umfassend zu unterstützen und zu beraten, hat die Psychologische Beratungsstelle Remscheid ihr Angebot erweitert. Das Beratungsangebot „Stark in Schule“ bildet einen Teil der Schulberatung und richtet sich an Eltern von Kindern mit bestehendem oder voraussichtlichem Förderbedarf, berichtet Diplom-Psychologin Hannah Arendt. Förderbedarf haben dabei nicht nur Kinder, die einen Inklusionshelfer an ihrer Seite haben, sondern auch solche, die beispielsweise Konzentrationsschwierigkeiten. Förderungsbedürftig können auch besonders junge Kinder sein, die bereits mit fünf Jahren eingeschult werden, erklärt Diplom-Pädagogin Constanze Werth. „Oft sind deren Eltern verunsichert, ob das Kind das schon schaffen kann.“

„Es muss alles diskutiert werden dürfen.“

Hannah Arendt, Psychologin

Neben den Eltern können sich auch Fachkräfte in Kitas und Schulen beraten lassen. Das Angebot der Psychologischen Beratungsstelle unterteilt sich dabei in drei Themengebiete. Der Kurs „Fit für die Schule“ richtet sich an die Eltern von Vorschulkindern und läuft begleitend bis zur Einschulung.

Dabei sollen die Erwachsenen für den Entwicklungsstand ihres Kindes sensibilisiert werden. Im angebotenen Elterncafé, das – außerhalb der Pandemie – im Regelfall in den Kitas vor Ort stattfindet, können Eltern sich untereinander austauschen. „Sie sitzen schließlich alle im selben Boot und haben die gleichen Fragen“, so Diplom-Pädagogin Beate Nierhoff. Gerade in der Kita sei es oft noch nicht klar, wie genau der Förderbedarf eines Kindes aussehe, erklärt Beate Nierhoff.

Dabei werde individuell auf das Kind geschaut: „Wir schauen grundsätzlich zuerst, ob die Sorge der Eltern berechtigt ist“, sagt Psychologin Hannah Arendt. Es werde geprüft, was ein Kind bis zu einem bestimmten Alter können müsse, wie der Entwicklungsstand des Kindes sei. „Es muss alles diskutiert werden dürfen. Wir schauen, wo wir Selbstständigkeit aus den Kindern herauskitzeln können und wie das Kind ein Gefühl für sich selbst bekommen kann“, so die Psychologin. Dabei sei es wichtig zu beachten, dass Kinder im selben Alter durchaus einen unterschiedlichen Entwicklungsstand haben dürfen.

Bei der Einschätzung der Entwicklung spiele der Erzieher in der Kita eine wichtige Rolle, um zu erkennen, wo die Reise des Kindes hingehen könne, sagt Nierhoff. Genau dort setze das zweite Angebot der Beratungsstelle an, die Übergangsberatung. Ein Wechsel von der Kita zur Schule oder von der Grundschule zur weiterführenden Schule sei für Kinder eine sensible Situation, so Nierhoff. „Wir versuchen, die Familien frühzeitig zu begleiten, den Wechsel so zu gestalten, dass Kinder und Eltern an der neuen Schulform gut angekommen.“

Das dritte Angebot im Programm „Stark in Schule“ richtet sich an multiprofessionelle Teams – bestehend beispielsweise aus Lehrkräften, Sonderpädagogen, Sozialpädagogen und Integrationshelfern. „Hier richtet sich die Beratung nach dem Bedarf des Teams, egal, ob es um organisatorische Fragen im Team oder um konkrete Fallbesprechungen geht“, erklärt Hannah Arendt.

Gefördert wird das kostenfreie Angebot von der Inklusionspauschale des Landes. In der Corona-Pandemie finden die Kurse derweil digital statt, auch an einem virtuellen Elterncafé werde gearbeitet. Die Beratung für Familien finde aber weiterhin persönlich unter den geltenden Hygieneregeln statt, erklärt Dr. Jana Schrage, Leiterin der Psychologischen Beratungsstelle.

Beratung

Kontakt: Die Psychologische Beratungsstelle ist erreichbar unter der Telefonnummer Tel. (0 21 91) 16 38 88, Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr, freitags von 8 bis 12 Uhr. Auch kann ein Online-Formular verwendet werden:

https://t1p.de/23sc

Angebot: Neben der schulpsychologischen Beratung bietet die Beratungsstelle auch Erziehungs- und Familienberatung sowie Beratung von Jugendlichen an.

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