Konzert

Privacy kehren endlich auf die Bühne zurück

Privacy mit (v.l.) Markus Schulz, Martin Gombik, Conny Möwius, Sebastian Leppelt, Jochen Witte, Markus Bielefeld.  Foto: Jan Christoph Heinsch
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Privacy mit (v.l.) Markus Schulz, Martin Gombik, Conny Möwius, Sebastian Leppelt, Jochen Witte, Markus Bielefeld.  Foto: Jan Christoph Heinsch
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Coverband um Markus Schulz spielt mit neuem Schlagzeuger im „Löf“ – Nach zweieinhalb Jahren Live-Pause das erste Konzert.

Von Andreas Weber

Remscheid. Die letzten zwei Jahre waren ein langer Gang durch ein Tal der Dürre. Für alle, aber auch insbesondere für Musiker, die nicht nur privat, auch bei der Ausübung ihrer Leidenschaft auf ein absolutes Minimum reduziert waren. „Es war eine miese Zeit“, gibt Markus Schulz zu. An Erholung beim Hardrock, gar Live-Auftritte war nicht zu denken. Bei Schulz laufen alle Fäden der Coverband Privacy zusammen.

Privacy stehen für melodischen Hard Rock

Es frustriert jeden von uns, im Proberaum zu hängen.

Markus Bielefeld, Gitarrist

Privacy sind, obwohl sie nur ein paar Gigs pro Jahr spielen, eine lokale Institution. Ein Video zeigt die ehemaligen EMA-Schüler, wie sie 1992 „Wild thing“ in der Aula des Gymnasiums performten. Ihre Anfänge reichen sogar bis 1989 zurück. Über die Jahre ist der Remscheider Anteil der Bandmitglieder auf ein Sechstel zurückgegangen. Bei Gitarrist Markus, kurz „M“ genannt, ist jedoch die Schaltzentrale. Bei ihm daheim im Raspelweg ist der Probenkeller einer Formation, deren Mitglieder aus Mettmann (Keyboarder Jochen Witte), Wuppertal (Bassist Sebastian Leppelt), Düsseldorf (Sängerin Conny Möwius) und Rommerskirchen (Gitarrist Markus Bielefeld) kommen. Anfang des Jahres kam eine weitere Gemeinde hinzu. Der händeringend gesuchte Drummer wurde in Breckerfeld gefunden.

Es ist Martin Gombik, der dafür sorgt, dass Privacy seit kurzem sternförmig aus sechs Städten zusammenströmen, um seit kurzem wieder freitagabends in Haddenbach Gas zu geben und ihr Songmaterial zu entstauben. Vergangene Woche trafen sie sich in der Firma Frantzen Discomatic, deren technischer Geschäftsführer Markus Schulz die Werkshalle des Scheibenproduzenten als Kulisse für neue Bandfotos auserkoren hatte.

Es geht wieder los. Am 21. Mai treten Privacy im Eventlokal von Maximilian Süss, im „Löf“ auf. Die ersten Bilder des neuen Line-ups werden in den sozialen Medien geschaltet. Online wurde auch Martin Gombik gefunden. Der Trommler, zuletzt bei der Dortmunder Coverband „Special Edition“ sechs Jahre unterwegs, hatte sich anfangs gesträubt. Musikalisch ist er mit AC/DC, Judas Priest, Scorpions und Co. auf einer Wellenlänge mit den Privacy-Favoriten. „Ihr seid zu gut für mich“, gab sich Gombik erst reserviert, denn die eigenwilligen Interpretationen seiner neuen Kollegen erfordern Techniken, von denen Gombik anfangs nicht glaubte, dass er sie sich draufschauen könne. Das galt zum Beispiel für eine Paradenummer von Privacy: Madonnas „La Isla Bonita“. Mit gutem Zureden und viel Ackerei daheim in Breckerfeld ist der Schlagzeuger nun fit für Privacy.

In zwei Jahren weitestgehendem Stillstand produzierten Privacy das Video „I drove all night“, ansonsten blieb es bei vergeblichen Versuchen, mit einer professionellen Software Online-Proben auf die Beine zu stellen. „Wir sind am Internet gescheitert“, meint Conny Möwius mit bitterem Unterton. „Zu zweit ging es super, mit drei Leuten gerade noch, aber beim Proben zu viert war Schicht.“

Ein Ziel ist es, die Setliste wieder auf über 30 Stücke hochzufahren. Momentan sind es 21. Darunter auch mit „Killed by death“ eine Hommage an Motörhead. Wenn Kenny Loggins „Dangerzone“ dazukommt, sind es 22. Das Stück stammt aus dem Film „Top Gun“, dessen zweiter Teil am 26. Mai in den Kinos startet. „Das muss Anreiz sein, dass wir es im ‘Löf’ präsentieren“, ermuntert Markus Schulz seine Bandkollegen. Die sind nach zweieinhalb Jahren Live-Pause heiß auf den Club-Gig.

„Es frustriert jeden von uns, im Proberaum zu hängen. Du willst raus auf die Bühne. Man merkt nach so einer langen Zeit, was einem fehlt, wie wichtig es ist, sich den Alltagsstress von der Seele zu spielen“, erklärt Markus Bielefeld. Das „Löf“ wird nur der Anfang sein.

Pech: Zum Löwen-Festival im Urlaub

Tatsächlich wären Privacy fast für ein großes Besteck gebucht worden. Maximilian Süss wollte sie für das Löwen-Festival am Rathaus in den Sommerferien verpflichten. „Weil wir alle nicht geglaubt haben, dass so große Auftritte wieder möglich sind, hatten wir im Juli und August unsere Urlaube gebucht.“ Chance vertan. „Jetzt hoffen wir auf Feuerwehrfeste“, gibt Markus Schulz eine Bewerbung ab.

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