Kulturelle Bildung

Preisgeld soll kreative Potenziale in der Kulturszene wecken

Die Koordinatorinnen: Angela Stubbe, Leiterin des Bildungsbüros (l.), und Annegret Calaminus, pädagogische Mitarbeiterin. Foto: Roland Keusch
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Die Koordinatorinnen: Angela Stubbe, Leiterin des Bildungsbüros (l.), und Annegret Calaminus, pädagogische Mitarbeiterin.

Stadt ist für ihr Konzept ausgezeichnet worden.

Von Melissa Wienzek

Remscheid. Es ist eine hoffnungsfrohe Botschaft in Pandemiezeiten: Die Stadt Remscheid hat zum zweiten Mal beim Landeswettbewerb „Kommunale Gesamtkonzepte für Kulturelle Bildung“ gewonnen. Darüber freut sich auch der OB sehr. „Die letzten zwei Jahre sind gerade für unsere Kultur eine schwere Zeit gewesen.“ Umso schöner sei die Auszeichnung. Denn im Hintergrund wurde weitergearbeitet, digitale Angebote rückten in den Vordergrund, die Vernetzung untereinander wurde wichtiger. Wir geben einen Überblick.

Der Preis: Gemeinsam mit fünf weiteren Kommunen wurde der Arbeitskreis Kulturelle Bildung am 16. November 2021 von NRW-Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen in Köln für das Remscheider Gesamtkonzept für Kulturelle Bildung geehrt. Hervorgehoben wurde die Schaffung von mehr Transparenz der kulturellen Bildungsangebote durch den „Kulturdialog“ und die Verbesserung der Stadtseite durch die „Kulturadressen“, die Schaffung der Marke „Kubi“ und die Einbindung von Bildung für nachhaltige Entwicklung in die kulturelle Bildung. Mit der Auszeichnung ist ein Preisgeld in Höhe von 15 000 Euro verbunden. Dieses wird unter anderem für „Kubi“ eingesetzt.

Kubi: Dies ist ein kostenfreies Fortbildungsprogramm für Kulturschaffende, Künstler und Pädagogen, das im November 2021 gestartet ist. Es gibt Workshops, Vorträge und Gespräche, die das Ziel haben, die kulturpädagogische Szene zu vernetzen und weiterzuentwickeln. Dabei dürfen die Teilnehmer Wünsche äußern. Der nächste Termin ist am 26. März. Eva Zimmerbeutel gibt einen Workshop „Hallo Welt – digitale Zielgruppenansprache“. Vor allen die Digitalisierung im Kulturbereich habe während der Pandemie eine neue Dimension erhalten, das Kontakthalten über eine Distanz hinweg ebenfalls, sagt Kulturdezernent Sven Wiertz (SPD). Kubi sei hier ein gutes Mittel. „Denn Kultur lebt von Begegnung.“ Mehr Infos gibt es bei Instagram unter kubi_remscheid oder hier:

kubi-remscheid.de

Der Arbeitskreis: Der Arbeitskreis der Kulturellen Bildung setzt sich zusammen aus Mitgliedern des Bildungsbüros, des Kulturmanagements, des Jugendamts, der Schulverwaltung, der freien Szene, des Kommunalen Bildungs- und des Kommunalen Integrationszentrums. Das Bildungsbüro hat die Koordination übernommen, die Akademie der Kulturellen Bildung berät.

Das Gesamtkonzept: Das Ziel ist laut Angela Stubbe, Leiterin des Kommunalen Bildungsbüros, die Rechte von Kindern und Jugendlichen auf Kulturelle Bildung umzusetzen, sie zu unterstützen, eigenverantwortliche Persönlichkeiten zu werden. Dafür sei ein Netzwerk wichtig – das Bildungsbüro koordiniere und sorge für Transparenz. „Wir sind die Spinne im Netz, die den Überblick hat“, formuliert es Annegret Calaminus, pädagogische Mitarbeiterin im Bildungsbüro. Sie versucht, die Akteure nicht nur zusammenzubringen, zum Beispiel bei Kubi, sondern auch zu klären: Was braucht ihr jetzt? Was fehlt? Vieles gebe es schon, und solle auch weiterlaufen – zum Beispiel die „Kulturscouts“, den „Kulturrucksack“, die KreaCon, Projekte wie „Kultur und Schule“. Bei allem gehe es um eins: Menschen zusammenzubringen. „Um die Potenziale unserer Stadt aufzuzeigen“, sagt auch der OB.

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