Digitalisierungspreis

Preisgeld: Rotarier unterstützen die Digitalisierung an Schulen

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Michael Birker sprach auf einer virtuellen Pressekonferenz erstmals über den Digitalisierungspreis der Rotarier für Schulen.
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Service-Club lobt Wettbewerb aus – 10.000 Euro stehen zur Verfügung.

Remscheid. Spätestens seit Corona wissen auch die Schulen, dass der Digitalisierung die Zukunft gehört. Nach einem Jahr des Rantastens fassen die meisten in der virtuellen Unterrichtswelt immer besser Tritt. Um diesen Prozess zu beschleunigen, lobt der Rotary Club Remscheid den Digitalisierungspreis der Remscheider Schulen aus. Insgesamt 10.000 Euro sollen im Oktober bei einer Verleihung im Teo Otto Theater ausgeschüttet werden – 5000 Euro an weiterführende Schulen, weitere 5000 Euro an Grundschulen.

Der Preis soll die besten Konzepte Remscheider Schulen zur nachhaltigen und langfristigen Integration digitaler Inhalte und Medien in ihr Lernangebot fördern. Im Sommer 2020 trugen die Rotarier ihre Idee an die Stadt und Dezernent Thomas Neuhaus sowie Kämmerer Sven Wiertz heran. Nicht nur die waren begeistert, auch bei den Rotariern erfährt das Projekt breite Zustimmung. „Alle tragen es mit“, erklärt Michael Birker.

Auch Präsident Prof. Dr. Artur Wehmeier und sein designierter Nachfolger Wolf Lüttinger stehen hinter der langfristig angelegten Offensive. Den Spendern ist bewusst: „Gewinne in Form von Hardware zu verteilen wäre nicht zielführend. Für mobile Endgeräte gibt es schon genug Förderung durch Bund und Land.“ Deshalb, erläutert Birker, wurde beschlossen, digitale Vermittlung von Lerninhalten, das schulinterne Info-System/ Einsatz digitaler Plattformen, die Vermittlung von Know-how für Schüler, Lehrer und Eltern sowie eine nachhaltige Vision für die ganze Schule nicht nur mit Geld anzuschieben.

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Der Digitalisierungspreis wird im Zweijahres-Rhythmus ausgerufen, mindestens fünf Mal soll er stattfinden, haben die Rotarier beschlossen.

„Das Geld ist wichtig, noch wichtiger wird es sein, über den Preis ein digitales Netzwerk unter den Remscheider Schulen zu etablieren“, kündigt Unternehmer Peter Schniering (Geschäftsführer Schumacher Precision Tools) an. Entscheidend sei, über das Netzwerk „Hilfe zur Selbsthilfe an den Schulen“ aufzubauen. Das auch mit Mentoring und Coaching flankiert werden soll.

Mit Michael Birker (ehemaliger GBG-Schulleiter), Dr. Christine Hummel (Leiterin der Zentralen Studienberatung-Uni Wuppertal), Dr. Ariane Staab (Junior-Uni Wuppertal), Daniel Jung (Mathe-Youtuber und Experte für digitales Lernen) sowie RGA-Lokalchef Axel Richter wird Schniering in der sechsköpfigen Jury sitzen, die im August über die eingegangenen Bewerbungen befinden wird.

Peter Schniering, Geschäftsführer Schumacher Precision Tools.

Richtig stolz sind die Rotarier nicht nur darauf, dass sie im weiten Umkreis der einzige Service-Club sind, der sich dieses Themas auf diese ungewöhnliche Weise annimmt. Denn nachdem Michael Birker im Herbst 2020 die Schulen abgeklappert hatte, lässt die Resonanz darauf schließen, dass bei den weiterführenden Schulen fast alle dabei sein werden, bei den Grundschulen haben bislang immerhin fünf den Finger gehoben sowie die Heinrich-Neumann-Schule.

Wie die Abläufe sein werden, was preisverdächtig sein wird, wie Vernetzung klappen kann, stellen die Rotarier am 19. April (18 bis 19 Uhr) bei einem virtuellen Workshop vor. Eins versprechen die Macher: „Die Bewerbung soll recht formlos und schlank sein.“ Die Bewerbungsunterlagen müssen also nicht zu einem dicken Ordner ausufern. Ein Logo für den Preis gibt es auch. Die Agentur Ewald & Denizli Studios hat ein Motiv kreiert, dessen Form eine Rakete mit für die Region typischen Schneidewerkzeugen symbolisiert.

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